Der Blick auf die Insel Kauai

Hawaii: Schnorcheln auf drei Inseln!

CANUSA unterwegs: Auf Katja Höbel warten die drei Trauminseln Oahu, Kauai und Hawaii Island

Meine Reise geht nach Hawaii, ans andere Ende der Welt. Zusammen mit mehreren Kolleginnen und Kollegen fliege ich zur berühmten Inselwelt mitten im Pazifik. Hier erwartet mich der besondere „Aloha Spirit“. Oahu ist das erste Ziel dieses spannenden Trips auf drei Inseln, hier sehe ich nicht nur Delfine, sondern lerne beim Schnorcheln dazu noch eine elegante Schildkröte kennen. Die Unterwasserwelten lasse ich mir auch auf den nächsten beiden Inseln nicht entgehen. Erst hüpfe ich ein Stück weiter gen Westen, nach Kauai, und anschließend ganz in den Osten des Archipels: nach Hawaii Island, der größten der acht Hauptinseln.

CANUSA Mitarbeiterin Katja Höbel auf der Zodiac Tour an der Napali Küste
„Mit leichten Bewegungen zieht die Schildkröte unter mir entlang, wirkt dabei unbekümmert, geradezu tiefenentspannt. Es hat schon etwas sehr Erhabenes, wenn sie den Kopf neigt und in meine Richtung schaut .“
Katja Höbel

Reiseberaterin bei CANUSA in Hannover

Katja Höbel

Reiseberaterin bei CANUSA in Hannover

Oahu und der Lei-Blumenkranz

In Honolulu, an der Südküste Oahus, ist selbst das „Flughafengefühl“ schon was ganz besonderes: Die warme Luft umschmeichelt mich im halb offenen Gebäude, wo man von einem lächelnden Mitarbeiter herrlich frische, purpurne Leis – das sind einheimische Blumenkränze – um den Hals gehängt bekommt und willkommen geheißen wird. Mein Urlaub hat begonnen!

Unser erstes Hotel, das große Hilton Hawaiian Village Waikiki Beach Resort, besteht aus mehreren Gebäuden, hat einen botanischen Garten und Wasserläufe. Hier geht alles sehr entspannt und angenehm, eben polynesisch zu. In der Lobby werden meine Mitreisenden und ich herzlich begrüßt, kurze Zeit später stehe ich dann schon in meinem Zimmer mit Blick auf den Waikiki Beach und schlafe wenig später dann bei Meeresrauschen ein – einfach herrlich wohltuend!

Am Morgen ist der Strand nahezu menschenleer, während sich die Sonne ihren Weg über die hohen Gebäude sucht und dem Wasser ein herrliches Türkis verleiht. Den neuen Tag am Strand begrüßen, tief einatmen, ins warme Wasser gleiten und den Alltag hinter sich lassen – so fühlt es sich Urlaub an. Das Hotel wirkt dabei mit seinen vielen Teichen und Pools, mit seinen beliebten Restaurants, Cafés und vielen Shops wie ein Mekka auf mich, hier ist für jeden etwas dabei.

An den Waikiki Beach und die Hotelmeile grenzen der Honolulu Zoo sowie der hübsche Kapiolani Park. Von diesem Park aus genieße ich einen perfekten Ausblick auf den Diamond Head. Interessant finde ich auch den Queens Beach gegenüber des Parks, denn hier gibt es ein Open-Air-Kino unmittelbar am Strand. Abends werden vor allem Klassiker gezeigt.

Der Iolani Palace und die Farmers Markets

Der Ala Wai Canal trennt Waikiki von den anderen Stadtteilen Honolulus, wo vor allem die Einheimischen wohnen, sich der Ala Wai Golf Course befindet und von wo aus auch die Kreuzfahrtschiffe ablegen. Man sollte auch unbedingt durch das Viertel Salt spazieren, wo es zahlreiche Restaurants und Shops sowie coole Street-Art zu sehen gibt. Ein Stück weiter erreichen wir den Capitol District, der auch als Downtown gilt, hier befinden sich die Gebäude der Regierung und mehrere Museen, etwa der Iolani Palace, der einzige Königspalast der USA. Bei einer interessanten Audio-Tour lerne ich die Geschichte der hawaiischen Monarchie näher kennen. Es geht um König Kalakaua, seine Schwester Liliuokalani und um die nicht ganz freiwillige Annektierung durch die USA. Obendrein erhält man einen Eindruck von den damaligen Räumlichkeiten, in denen bis heute prächtige Möbelstücke untergebracht sind.

An den nahe gelegenen Parkanlagen mit beeindruckenden alten Bäumen komme ich nicht vorbei. Ich lege dort eine kleine Pause ein und lasse den Blick auf die Statur von König Kamehameha auf mich wirken. Sie wird stets von den Anhängern mit dem einen oder anderen Lei geschmückt. Von hier aus sind es nur wenige Schritte zum quirligen Chinatown und ins Künstlerviertel, wo man sich in unzähligen Geschäften individuelle Leis nach eigenen Vorstellungen binden lassen kann. Um in das Getümmel einzutauchen, das in den quirligen Farmers Markets herrscht, sollte man es nicht versäumen, Oahus größten Markt, den KCC Farmer’s Market, am Samstagmorgen oder Dienstagabend zu besuchen. Früh da sein, lohnt sich, denn der Ansturm der Einheimischen auf die köstlichen lokalen Spezialitäten ist groß. Ob Obst oder Gemüse, Gewürze oder Honig, frische Smoothies, Crêpes, Burger oder Fleischgerichte – hier gibt es wirklich alles.

Vom Jurassic Park zur Secret Island

Nach dem Besuch des Marktes lassen meine Kollegen und ich unsere Fahrt weiter in den Osten der Insel beginnen. Ein eindrucksvolles sattgrün bewachsenes Bergmassiv erhebt sich hier vor der malerischen Küste. Wir erreichen die Kualoa Ranch, deren Areal richtig beeindruckend ist. Hier wurden schon zahlreiche berühmte Filme gedreht. Es bieten sich mehrere Möglichkeiten an, das Gebiet zu erkunden. Wer mag, steigt auf ein Pferd, auf ein Quad oder nimmt einen offenen Geländewagen. Ich setze mich auf ein cooles Fat-E-Bike und cruise durch das zauberhafte Terrain mit Blick auf die riesige Hochebene und die imposante Berglandschaft. Die Tour führt dort entlang, wo berühmte Kinofilme gedreht wurden, etwa „King Kong“, „Godzilla“ und „Jurassic Park“. Eine fantastische Szenerie!

Das nächste Ziel ist Secret Island, und den Weg dorthin finde ich einfach wundschön. Es geht durch einen exotischen Park mit seltenen Pflanzen und zahlreichen Papayas, Mangobäumen und Litschis – hmmm! Mit einem Wassertaxi fahren wir dann auf die Insel und erreichen dort gleich einen bezaubernden, von Palmen gesäumten Strand. Im Hintergrund sehe ich grüne Felsen und habe das Gefühl, mitten im Paradies zu sein. Kein Wunder, dass dieser Strand, wie auch der Kahala Beach, ein sehr beliebtes Fleckchen Erde ist, um ins Eheleben zu starten …

Schnorcheln mit einer Schildkröte

Beim Erkunden der Insel darf die Westküste nicht fehlen. Von Waikiki aus braucht man weniger als eine Stunde, um diesen Teil Oahus zu erreichen. Zuerst ist die Landschaft noch ziemlich flach, aber kurz darauf bäumen sich die wunderschönen grünen Gebirgszüge vor uns auf, die von malerischen Stränden gesäumt und von Lavagestein durchzogen sind. Im Waianae Boat Harbor gehen wir für drei Stunden an Bord eines Katamarans von Wild Side Speciality. Unterwegs kann man gemütlich in der Sonne baden und dabei den Ausblick auf die fantastische Küste genießen. Immer wieder staune ich, denn hier sind Schwärme von Delfinen und viele entspannt schwimmende Schildkröten zu sehen. Die Buchten zum Schnorcheln werden so gewählt, dass man den Tieren respektvoll begegnet. Ich wage mich ins Wasser und schnorchel mit einer Gruppe an einem großen Riff entlang. Kaum habe ich mich an den Blick durch die Taucherbrille gewöhnt, schon bin ich einfach nur begeistert, hier gibt es unzählige Fischarten in den schönsten Farben zu entdecken. Riesige schwärme von gelb-schwarzen Humudrückerfischen – oft nur Humus genannt –, die als „Staatsfische“ Hawaiis gelten, wimmeln hier in allen Richtungen herum. Überall sind noch unzählig viele andere Fische in den verschiedensten Farben zu sehen, die in Schwärmen unbekümmert um mich herumdümpeln und an den Riffen oder am Meeresboden knabbern. 

Ich kann sie fast berühren, denn sie sehen mich zwar, haben aber keine Angst. Im Gegenteil, sie scheinen eher neugierig zu sein. Hier sind auch zahlreiche Seeigel zu Hause, die es sich in nahezu allen Zwischenräumen der Riffe gemütlich gemacht haben. Man sollte unbedingt daran denken und nicht einfach so mit seinen Füßen den Boden berühren – das wäre eine stachelige Angelegenheit ...
Während ich im Wasser schwebe und mich an das gleichmäßige Atmen mit dem Schnorchel gewöhne, schaue ich zur Seite und sehe direkt neben mir ein Honu – so werden auf den Inseln Hawaiis die berühmten Meeresschildkröten genannt. Diese Meeresbewohner können gut einen Meter lang werden, haben ziemlich kurze Beine und einen recht massigen Kopf. Sie scheinen nicht für graziöse Bewegungen geschaffen zu sein – jedenfalls nicht an Land, denn hier im Wasser gleiten sie elegant dahin und lassen mich nur staunen. Mit leichten Bewegungen zieht die Schildkröte unter mir entlang, wirkt dabei unbekümmert, geradezu tiefenentspannt. Es hat schon etwas sehr Erhabenes, wenn sie den Kopf neigt, in meine Richtung schaut und dabei den Körper dreht. Das ist für mich eine freundliche und beinahe vertraute Begegnung, bei der es mir völlig normal erscheint, dass wir eine Zeit lang die Bahnen gemeinsam ziehen und es hier im Meer nur uns beide zu geben scheint.

Eine Brennerei und ihre Rum Cakes

Die Mitte der Insel ist vor allem durch die Landwirtschaft geprägt, hier werden Obst und Gemüse ebenso angebaut wie Kaffee, Macadamianüsse und Zuckerrohr. Hawaiis größte Brennerei für Rum, die Kō Hana Hawaiian Agricole Rum, baut auf einer riesigen Plantage unterschiedliche Arten von Zuckerrohr an, die der Herstellung heller und dunkler Sorten von Rum dienen. In einem Mix aus Fässern aus Europa und den USA entwickelt sich hier dieses einzigartige Aroma. Nach der interessanten Führung über das Gelände, durch die Destillerie und das Lager lasse ich mir eine Verkostung nicht entgehen, bei der auch ein leckerer Kuchen gereicht wird: ein Rum Cake. Die Führungen werden hier täglich angeboten, und ein Food Truck auf dem Gelände bietet frische, leckere Pizzen an.

Auf der Insel gibt es viel zu erleben, dazu zählt auch die North Shore, die Küste im Norden. Der Weg dorthin führt vorbei an Plantagen mit dem unterschiedlichsten Früchten, darunter Ananas, und natürlich mit viel Kaffeeanbau. 

Unterwegs lohnt sich ein Halt im Waimea Valley, wo es auch einen hübschen Wasserfall gibt. Hier kann man in natürlichen Schwimmbecken baden oder auf schönen Wegen wandeln. Die Strände am North Shore sind zauberhaft, nicht überfüllt und bieten die besten Riffe, um die Natur von unten schnorchelnd zu erkunden. Ich schaue eine Weile den Surfern dabei zu, wie sie nach der perfekten Welle suchen und auf dieser auch gleich über den Pazifik gleiten. Im Hintergrund stehen mehrere kleine Häuser, meist in nur ein oder zwei Reihen, hier ist man noch unter sich. Genau hier, in dieser Gegend, kann man auch Schildkröten hautnah am Strand begegnen.

Es geht weiter gen Norden, wo man Kahuku, ein sehr ursprüngliches Dorf erreicht. Kleine Imbisse bieten hier köstliche Shrimps und verschiedene Burger, aber auch zuckersüßen Mais und aromatische Smoothies an – mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Sehr bekannt und beliebt sind hier die Shrimp Station sowie das Farmers Café.

Wahre Kontraste: der Aloha Spirit und Pearl Harbor

Von polynesischer Kultur über die Geschichte der Inseln, die traditionelle Musik und Hula-Darbietungen bis hin zur aromatischen Küche – der Polynesian Culture Center hat einiges zu bieten. Bei einer Runde durch dieses vielseitige Gelände begegne ich der Geschichte, einer sagenhaften Pflanzenvielfalt und der allgemein herrschenden Freude. Polynesische Darbietungen und die verschiedensten Speisen zeigen Hawaii hier aus einer ganz besonderen Perspektive.

Die Turtle Bay am gleichnamigen Hotel bietet an zwei wunderbaren Stränden und Riffen die Gelegenheit zum Schwimmen und Schnorcheln, aber auch zum Surfen und Stand Up Paddling. Ich bekomme mit, dass man hier häufig Wasserschildkröten begegnen kann. Und der Sonnenuntergang soll an dieser Stelle einfach grandios sein.

Das Opae’ula Valley ist hingegen die perfekte Gegend, um tolle Wanderungen zu unternehmen. Man hat einen weiten Blick in die Bergwelt, auf die Ebenen mit den verschiedensten Pflanzen in sattem Grün und auf zahlreiche kleine Wasserläufe. Der Trail bietet eindrucksvolle Aussichten auf den Vulkan und den Pazifik. Mir wird klar: Auf Hawaii ist man mit der Natur besonders verbunden, hier ruht in jedem der „Aloha Spirit“, das Zusammenspiel von Geist und Seele.

Auf dem Rückweg legen wir noch eine Pause ein und lassen uns einen leichten Lunch schmecken. Die beiden eher rustikal wirkenden Guides gewähren dabei einen authentischen Einblick in den Hula-Tanz. Dazu erklingt eine mystisch anmutende Trommelmusik nebst hawaiischem Gesang. Den Gästen werden die Schritte und Bewegungen des Hulas beigebracht, passend dazu hat man einen richtig tollen Blick über das Tal. Man sollte es nicht versäumen, danach in dem Örtchen Haleiwa einen kurzen Spaziergang durch die beschaulichen Straßen zu machen, hier gibt es nette Geschäfte mit Kunsthandwerk und ausgewählten Souvenirs. Restaurants, Cafés und leckeres Eis sind ebenso zu finden.

Von Waikiki aus braucht man etwa eine halbe Stunde, um Pearl Harbor zu erreichen. Ich bin sehr gespannt, das ehemalige Hauptquartier der US-amerikanischen Pazifikflotte zu besuchen. Heute befindet sich hier eine Gedenkstätte, die eindrucksvoll und sehr emotional an den 3. Dezember 1941 erinnert. Sehr zu empfehlen ist ein Audioguide, mit dem man mehr über die Bilder, Relikte und Filme dieses Infernos erfährt. Mit einem Boot kann man zum Pacific National Monument gelangen, das sich genau über dem damals gesunkenen Kriegsschiff „Arizona“ befindet.

Kauai - Von Wasserfällen und Stränden

Der Flug von Oahu nach Kauai dauert nur eine halbe Stunde und hat einen beeindruckenden Blick auf die nächste Insel dieser Reise zu bieten. Vom Flughafen aus brauchen wir nur zehn Minuten zu den beiden Orten Wailua und Kapaa, die ganz in der Nähe der Hoopii Falls sind. Der Fußmarsch dorthin ist schon ein Erlebnis für sich, es geht vorbei an von Lianen umschlungenen Bäumen, bis man schließlich das rauschende Flüsschen erreicht. Ein paar Tollkühne springen von den Felsen aus in die Becken des Wasserfalls.

Einen weiteren Stopp legen wir auf dem Weg in den Wailua River State Park ein, um die Opaekaa Falls nicht zu verpassen. Danach folgen wir dem Wailua River, der sich übrigens sehr gut zum Kanufahren und Stand Up Paddling anbietet, sowie einer malerischen Straße und erreichen schließlich die eindrucksvollen Wailua Falls.

Lustig finde ich, dass man überall frei laufende Hühner antrifft – die sind auch an so gut wie allen Straßen und sogar direkt am Flughafen zu sehen.

Den Nachmittag verbringe ich gemeinsam mit einigen Kollegen dann gemütlich im Lydgate State Park, einer wunderschön gestalteten Grünanlage mit vielen lauschigen Plätzen, die sich auch wunderbar zum Grillen nutzen lassen. Man kann sich auch – ganz nach Gusto – direkt in den Sand oder auf den Rasen legen. Ein Teil des Strandes ist mit Steinen abgegrenzt, sodass es dort keinen großen Wellengang gibt und man entspannt schwimmen oder schnorcheln kann. Mein dazu passendes Vorhaben: Ich habe mir vorgenommen, nahezu alle Strände an der Nordostküste von Kapaa bis Hanalei anzuschauen!

Der Kahili Beach und andere menschenleere Strände

Die Fahrt geht von Kapaa aus weiter Richtung Norden, nach Hanalei, wo es eine charmante Hauptstraße mit mehreren Geschäften und Restaurants gibt. Am frühen Morgen erlebt man im Ort und am langen Sandstrand eine besondere Stimmung, hier wirkt alles meditativ auf mich. Das ändert sich, während ich bis zum Ende der Bucht spaziere, denn innerhalb dieser einen Stunde beginnt das Tagesgeschehen. Übrigens: Wenn man in der Mitte der Bucht am Strand ist, braucht man zu Fuß nur zehn Minuten ins Zentrum, um sich etwas zum Essen zu besorgen. Ich laufe zur Mittagszeit zur Hanalei Bread Company und lasse mir dort ein frisches Avocado-Toast mit Käse nebst erfrischendem Ananas-Shake schmecken. Danach geht es an der Küste weiter zum Kalihiwai Beach, wo ich den Ausblick und das Meeresrauschen genieße. Natürlich nutze ich auch hier meine Taucherbrille ausgiebig. Nach und nach übernimmt die Flut immer mehr Besitz vom Strand, so ist der Moment gekommen, die Reise weitergehen zu lassen.

Das nächste Ziel ist Kilauea. Der Ort hat nicht nur einen hübschen Ortskern mit Restaurants, Cafés und Food Trucks zu bieten, sondern blickt auch auf eine interessante Geschichte zurück. Am Kong Lung Market findet man viele Spuren der ersten aus China stammenden Einwanderer, die sich hier niederließen, um mit einer Zuckerrohrplantage ihr Glück zu versuchen. Um das nahe gelegene Kilauea Point Lighthouse zu fotografieren, fährt man ins gleichnamige National Wildlife Refuge am nördlichsten Zipfel Kauais. 

Der Leuchtturm am Ende der rauen Bucht ist ein wahres Postkartenmotiv! Man kann ihn gut vom Aussichtspunkt am Parkplatz sehen oder alternativ auch in rund zehn Minuten durch das Naturschutzgebiet direkt hinlaufen. An den steilen Klippen lassen sich viele Vogelarten beobachten, und in den Wintermonaten sollen hier auch Buckelwale ihre Bahnen ziehen.

Nach ein paar Minuten auf einer unbefestigten Straße entlang der Ostküste erreichen wir den Kahili Beach, wo man erst mal etwas kraxeln muss. Aber das lohnt sich, denn der Strand ist ein Traum, man kann auf weichem Sand ins Meer laufen und sich von warmen Wellen umspülen lassen. Diesen Strand finde ich einfach wunderschön, zumal er nahezu menschenleer ist. 
Aber es kommt noch besser, denn der nächste Strand, den wir auf unserem Ausflug ansteuern, Moloa’a Beach, ist noch idyllischer! Man kann hier herrlich zwischen kleinen Felsformationen unter Zedern geschützt einen Platz finden – es sind nahezu keine anderen Menschen zu sehen. Dies ist auch ein toller Ort zum Schnorcheln. 

Am Ende des Tages bekommen wir noch einen Eindruck vom hawaiischen After-Work-Feeling: Am gut geschützten Anahola Beach in gleichnamigen Park hat man viel Platz und kann ewig im Sand laufen. Die Hawaiianer kommen nach Feierabend mit dem Auto direkt zum Strand und werfen sich mit dem Surfbrett in die Fluten oder genießen bei einem Snack den Sonnenuntergang mit Blick aufs Meer.

Delfine und Schildkröten an der Napali-Küste

Im Süden von Kauai geht es für uns mit Kauai Sea Tours auf die Napali Snorkel & Raft Tour. Bei Zodiac-Schlauchbooten denke ich sofort an echte Abenteuerfahrten, und damit geht es auch gleich los. Obwohl kaum Seegang ist, klatscht das Boot kurz nach der Abfahrt Richtung Napali-Küste mit Wucht über den Pazifik. Captain Manuel steuert mehrere abseits gelegene, traumhaft schöne Buchten an, wo ich diese ganz besondere Landschaft auf mich wirken lasse. Begleitet wird das Boot von übermütig spielenden Delfinen, während mehrere Schildkröten gemütlich an der Wasseroberfläche vor sich hin dümpeln. Die einzigartigen Felsformationen, die wie kleine Urwälder wirken, sind so schroff, dass ich mir ein Bezwingen gar nicht vorstellen kann. Es ist atemberaubend schön! Wir fahren danach in enge Felsengrotten hinein und folgen dem Wellengang, bis wir schließlich am bekanntesten Teil der Napali Coast ankommen und eine längere Pause am Strand einlegen. Hier mache ich es mir gemütlich und lasse erst mal die Pracht der grandiosen Naturlandschaft auf mich wirken.

Nach ausgiebiger Erholung und ein wenig Schnorcheln macht sich mein Magen bemerkbar: Hunger! Bei einem kleinen Lunch kommt es in entspannter Atmosphäre zu sehr interessanten Gesprächen, die die Teilnehmer unterschiedlichster Herkunft einander näherbringen. Mit musikalischer Untermalung geht es mit dem Boot schließlich wieder zurück, und auch auf dem Rückweg begleiten uns die quirligen Delfine.
Wenn wir schon mal so nahe am Waimea Canyon State Park sind, fahren wir gleich weiter bis in die Nähe der Waipoo Falls hier rauscht das Wasser rund zweihundert Meter in die Tiefe. Die Strecke dorthin ist serpentinenreich und gewinnt schnell an Höhe. Vorher bietet sich hier eine schöne Wanderung an: Man kann den Ilia Nature Loop nehmen und dem durch roten Sandstein plätschernden Fluss folgen, bis er schließlich im Tal endet. Das erscheint uns heute aber angesichts der mehr als dreißig Grad etwas zu anstrengend. Aber auch der Blick vom Puu Hinahina Lookout ist schon sehr beeindruckend. Hier beginnen einige kurze Wanderwege, die weitere tolle Fernsichten auf den Canyon bieten.

Zum Sonnenuntergang an den Geysir Spouting Horn

Dem kleinen Ort Hanapepe kommen wir immer näher, von Waikiki ist man hier nur noch zehn Minuten entfernt. Freitags findet im historischen Ortsteil Hanapepes ein netter Straßenmarkt mit lokalen Köstlichkeiten und Kunsthandwerk statt. Beim Schlendern entlang der Stände komme ich mit verschiedenen Verkäufern ins Gespräch und erfahre mehr über das Leben auf der Insel. Wir kehren im Bobbys Barbecue Restaurant ein und ich gönne mir den Ribs Plate mit sagenhaft zartem Fleisch.

Gut gesättigt fahren wir weiter zum Geysir Spouting Horn und kommen rechtzeitig an, um uns vom Sonnenuntergang begeistern zu lassen. Da das Gebiet wie ein Park angelegt ist, gibt es hier auch einige Buden mit Verpflegung und hawaiischen Souvenirs.

Die Wellen schlagen hier mit beeindruckender Kraft auf die Klippen auf – der Wellengang sorgt für tolle Bilder von imposanten Fontänen. Einige „Feierabend-Surfer“ lassen hier gerade die Fluten auf sich wirken und scheinen geradezu über das Wasser zu schweben. Die Stimmung finde ich einfach großartig.

Den allseits beliebten Poipu Beach lassen wir uns natürlich zum Abschluss unserer Kauai-Rundreise nicht entgehen. Hier ist der Strand breit und gesäumt von Palmen und Sandbänken, die die Wellen etwas entkräften, sodass man hier sehr gut schwimmen und schnorcheln kann. Direkt an diesem Strand befindet sich auch das gleichnamige und sehr schön gestaltete Resort, dass obendrein auch einen tollen Golfplatz zu bieten hat.

Hawaii Island – Die große Insel der Vulkane

Das Finale dieser Reise sind die folgenden Tage auf Hawaii Island, der größten Insel dieses Archipels. Deshalb wird sie oft auch Big Island genannt. Auch hier erwartet meine Kollegen und mich eine ganz besondere, sehr vielseitige Natur. Am Flughafen in Hilo, der größten Stadt dieser Insel, nehmen wir einen Mietwagen und fahren in den Norden der Insel, um einen schnellen Blick auf die bekannten Akaka Falls zu werfen. Schon kurz nach dem Verlassen des Flughafens, während wir die Hamakua Coast entlangfahren, habe ich das Gefühl, in einem botanischen Garten unterwegs zu sein. Flussläufe inmitten moosiger Pflanzenpracht werden hier abgelöst von malerischen Buchten und mystischen Schluchten. Unterwegs gönnen wir uns noch in einem Restaurant einen „Waterfall Smoothie“, den ich richtig köstlich finde. Die Wasserfälle und die botanische Vielfalt kann man sich auch aus der Nähe anschauen, wir bleiben aber bei diesem Blick aus der Ferne, denn es geht für uns noch ein Stück weiter. Mein persönliches Abenteuer wartet: Zip-Lining, veranstaltet von Botanical World Adventures. Vor mir liegen acht Überfahrten mit wunderschönen Blicken auf tief bewachsene Flussläufe, wobei man auf der längsten Strecke sogar die Kamaee Falls sieht. Das macht richtig viel Spaß, und die Guides können die Gruppe bestens unterhalten. Diese zweieinhalb Stunden machen richtig Gaudi!

Hawaii Island ist die von Vulkanen am stärksten geprägte Insel, und so ist es für uns ein Muss, den Hawaii Volcanoes National Park zu besuchen. Im gut aufgestellten Visitor Center erhält man umfassende Informationen und wird bei der Planung der Route sehr gut unterstützt. Noch immer sind bestimmte Straßen gesperrt, denn der Vulkan Kilauea hat in der Vergangenheit größere Mengen an Lava und Asche gespuckt. Voller Ehrfurcht betrachte ich etwas später die Krater und den aus unterschiedlichsten Erdöffnungen emporsteigenden Dampf. Die Stellen mit vor Jahrzehnten geflossener Lava wirken wie Mondlandschaften, in denen sich langsam neues Leben bildet. Der Park ist riesig, und alles wirkt hier ein bisschen surreal. Wir fahren immer weiter entlang der Küste, bis wir schließlich Ka Lae erreichen, den südlichsten Punkt der USA. Natürlich halte ich diesen Moment mit hellem Mondschein auf einem Foto fest. 

Die Fahrt geht dann weiter entlang der Kona Coast, die sich über zwei Drittel der Westküste erstreckt. Die Gegend ist sehr abwechslungsreich. Hier gibt es diverse interessante Meeresschutzgebiete und einige schöne Strände zu entdecken – aber auch zahlreiche Geschäfte und Restaurants, die zum Bummeln und Schlemmen einladen.

Der Hulihee Palace und tolle Unterwasserwelten

Gleich nach dem Frühstück fahren wir zur Kailua Bay, wo sich der Hulihee Palace befindet, die einstige Sommerresidenz der hawaiischen Königsfamilie. Heute beherbergt es ein eindrucksvolles Museum. Direkt gegenüber kann man sich die erste christliche Kirche Hawaiis anschauen: die Mokuaikaua Church. Gebaut wurde sie aus Korallenblöcken und dem Holz der nur auf den Inseln Hawaiis wachsenden Koa-Akazien.
Auch hier suchen wir uns einen Strand heraus, der vor allem von Einheimischen besucht wird, und steuern den Hookena Beach Park an, der an der Südküste liegt. Hier kann man den Anglern zusehen und sein Picknick unter Palmen auf schwarzweißem Sand ausbreiten. Natürlich lasse ich es mir auch nicht entgehen, wieder zu schnorcheln. Beim Blick durch meine Taucherbrille staune ich sogleich über die unzähligen bunten Fische, die hier auf ihren Streifzügen sind. Sie glitzern in faszinierenden Farben, viele in einem grellen Gelb oder strahlendem Türkis, verziert mit Punkten oder akribischen Streifen. Und die Meeresschildkröten kommen hier fast bis an den Strand! Mit dem Gesicht nach unten lasse ich mich im Wasser treiben und sehe diesem Treiben zu. Ich bin nur im Hier und Jetzt, alles andere scheint weit weg zu sein.

Südlich der Kona Coast, entlang der Hawaii Belt Road, auf der man die Insel umrunden kann, findet man sehr ursprüngliche Orte, kann Kaffeeplantagen besichtigen und an einer Verkostung teilnehmen. In Kealakekua gibt es sogar Läden mit originellen Antiquitäten. Hier finde ich auch ein passendes Mitbringsel: ein altes hawaiisches Autokennzeichen. Der kleine Ort Holualoa bietet entlang der Hauptstraße mehrere nette Galerien und Cafés. Außerdem komme ich dem Royal Kona Coffee auf die Spur. Hier kann man sich nämlich bei einer Besichtigung der Farm das Gelände anschauen, der Weg ist ausgeschildert, die Arbeitsgeräte und Abläufe sind auf Tafeln erklärt. Dabei kann man die unterschiedlichsten Kaffeesorten und einen echten Rum Cake probieren. Als Erinnerung nehme ich mir einen Kaffeesack von Royal Kona mit – eine schöne Deko, die mich zu Hause an diese Reise erinnern wird. Unser spätes Mittagessen lassen wir uns schließlich im Big Jakes BBQ schmecken, hier sind die Bowl mit dem Pulled Chicken sowie gedämpftem Reis, garniert mit einem Salat, einfach nur lecker.

Vom Bummeln in Honokaa und Erholen am Wailoa Stream

Der Kona-Küste folgend fahren wir in den Norden der Insel, nach Waimea. Dabei geht es über weites Weideland mit Rindern und Pferden und vorbei an grünen Bergzügen bis zur Parker Ranch. Hier ist alles in Hand des gleichnamigen Mannes, der viele öffentliche Einrichtungen und Restaurants nach sich benannt hat. Wir lassen Waimea, ein gediegenes Städtchen, umgeben von vielen Weiden und Hügeln, hinter uns und fahren gen Nordwesten. Hier liegt der bezaubernde Ort Honokaa mit mehreren historischen Gebäuden, die die Main Street aus dem frühen 20. Jahrhundert säumen. Holzveranden und nette Fensterfronten laden zum Flanieren ein. Schöne Geschäfte mit handgemachtem Schmuck und besonderen Textilien, einige Galerien und urige Lokale gibt es hier zu erkunden. 

Nur eine knappe Viertelstunde nordöstlich liegt direkt an der Küste der Waipio Valley Lookout. Von hier aus kann man auch zum Waipi’o Black Sand Beach wandern, der von einer imposanten Bergkette umgeben ist und an dem der Wailoa Stream mündet. Da sowohl mich, wie auch meine Mitreisenden, vor allem die einsamen Strände begeistern und gegen Mittag die bekannten wie der Hapuna Beach gut gefüllt sind, fahren wir lieber zum Wailoa Stream. Man kann hier gemütlich unter Zedern sitzen, auf weißem Sand spazieren und ins Meer springen. Wenn man schnorcheln möchte, ist man hier auch genau richtig.

Eine ganz besondere Begegnung: Mantarochen

Es geht für mich weiter nach Puako, immer entlang riesiger Lavafelder, in denen sich langsam wieder Leben einfindet. Auf dem Weg liegt auch der Puako Petroglyphe Park, wo alte hawaiische Zeichnungen auf Lavaplatten zu sehen sind. Der Park reicht bis zum Holoholokai Beach, der Rasenflächen und Sitzbänke hat, an denen man auch gemütlich grillen kann. Ich laufe am Strand entlang, sehe dabei Lavagestein und Korallen und mache immer wieder kleine Pausen an netten Plätzen, von denen aus man auch ins Wasser gehen kann.

Am Abend lassen wir uns ein weiteres Highlight auf Hawaii Island nicht entgehen: das Schnorcheln mit Mantarochen. Mit einem Katamaran geht es beim Sonnenuntergang los, dazu wird entspannende Musik gespielt, unterbrochen von witzigen Anekdoten der Crew. Ich bekomme hier die passende Schnorchelausrüstung, lasse mich hinab ins dunkle Meer gleiten – eine Beleuchtungsvorrichtung ermöglicht einen guten Blick auf die schöne Unterwasserwelt.

Die Kombination aus Licht und Plankton lockt die Mantarochen an. Die Giganten gleiten mit ihren flügelartigen Flossen ganz elegant durchs Wasser und öffnen weit ihre Mäuler, um möglichst viel Plankton zu erhaschen. Das sind unvergessliche Anblicke! Nach dieser einzigartigen Begegnung geht es mit chilligen Klängen und grandiosen Ausblicken auf das Meer mit dem Katamaran gemütlich zurück.

Der Abflug ist erst am Abend, so bleibt noch Zeit, den nahe liegenden Magic Sands Beach zu besuchen. In dieser kleinen Sandbucht kann man sich perfekt in die Wellen werfen, sich treiben lassen und dennoch den weichen Sand unten den Füßen spüren. 

Für mich sind die Inseln Hawaiis ein Paradies auf der anderen Seite der Weltkugel. Mahalo – a hui hou!

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