Ausblick auf den schönen Lake Minnewanka im Banff National Park

Unsere Top 7 Tipps für Alberta

Durch die kanadischen Badlands und den Süden Albertas

1. Der Besuch eines lokalen Rodeos

Die Calgary Stampede kennt jeder, denn dabei handelt es sich ja bekanntlich um das weltgrößte Rodeo, oder, wie es die Veranstalter nennen, um die „tollste Outdoor-Show der Erde“. Die Stampede ist sicher ein einmaliges Erlebnis, ist aber, wie es der Name schon sagt, vorwiegend Show, dazu mit sehr großem Besucherandrang. Weniger bekannt, aber oftmals authentischer und nahbarer sind die vielen Country-Rodeos, die den Sommer über im ländlichen Alberta stattfinden. Die Atmosphäre ist familiär, die Amateur-Wettkämpfer streiten um kleine Preisgelder und die Besucher können unmittelbar am Zaun mit dabei sein, statt weit entfernt in einer Loge zu sitzen.

Zur Auswahl stehen Veranstaltungen wie etwa die Strathmore Stampede, die Anfang August in der Nähe von Calgary stattfindet, sowie das Buffalo Rodeo und das Jenner Rodeo, die beide im Juni in den Special Areas veranstaltet werden.

Ausreiten im Gooseberry Lake Provincial Park in Alberta

2. Camping in Albertas Provincial Parks

Oftmals werden sie unterschätzt: Die Provinzparks Albertas bekommen häufig nicht die Aufmerksamkeit der großen weltbekannten Nationalparks, bieten jedoch genauso schöne oder sogar noch schönere Campingerlebnisse inmitten der Natur. Ihre landschaftliche Lage ist in den allermeisten Fällen bemerkenswert. Zudem sind sie meist weniger stark von Besuchern frequentiert und kostengünstiger. Auch kann man dort leicht Kontakt zu den Einheimischen knüpfen, die Provincial Parks sehr gern für Familienurlaube oder Wochenendausflüge nutzen.

Einige besonders schöne Provinz-Campingplätze, die sich lohnen, sind etwa der „Tolman East“ am Ufer des Red Deer River im Dry Island Buffalo Jump Provincial Park oder der familienfreundliche „Elkwater“ im Cypress Hills Provincial Park.

Camper am See in Alberta

3. Nach Dinosaurier-Knochen graben

Wer hat, spätestens seit Jurassic Park, nicht schon einmal davon geträumt, selbst nach echten Dinosaurier-Knochen zu graben? Der Dinosaur Provincial Park macht es möglich, denn er gilt als einer der größten Dinosaurier-Friedhöfe weltweit. Mehr als 150 vollständige Skelette von über 50 verschiedenen Saurierarten haben Forscher in den letzten Jahrzehnten in dem Park gefunden, dazu Versteinerungen von Reptilien wie Schildkröten, Krokodilen oder Echsen. Beim sogenannten Dino-Dig kann man unter Anleitung eines Experten wie ein echter Paläontologe in den Knochenfeldern des Parks arbeiten, die sonst nur Wissenschaftlern zugänglich sind. Die Programme dauern je nach Wunsch einen, zwei oder sogar drei Tage.

Zu den weiteren Highlights des Parks zählen der Badlands Trail, der ein schöner Wanderweg am Rande der Knochenfelder ist, und die öffentlichen Führungen durch das Sperrgebiet.

Spazieren im Dinosaur Provincial Park

4. Den Himmel über der Prärie genießen

In Kanada sagt man häufig, nirgendwo sei der Himmel so weit, der Sonnenuntergang so farbenfroh, nirgendwo seien die Sterne so klar und die Wolken so vielfältig wie in den Prärien des Landes. Und es stimmt! Wer einmal die schier endlosen Weiten der kanadischen Badlands erlebt hat, der wird süchtig danach, beim Autofahren, beim Campen, beim Wandern, beim Fotografieren. Für viele ist es ein mystisches, ein fast spirituelles Erlebnis. Selbst die Gewitter, die in den Badlands im Sommer zum Alltag gehören können, haben hier eine Wucht und eine Dimension, die man so kaum an einem anderen Ort in Kanada erleben kann.

Ein paar Tipps, wo man dem Himmel nahe kommen kann: auf dem Buffalo Trail, der ein einsamer Highway im Osten von Alberta ist, und im Cypress Hills Provincial Park beim Stargazing-Programm mit Rangern.

Sonnenuntergang im Cypress Hills Interprovincial Park

5. Die anderen Rocky Mountains erleben im Waterton Lakes National Park

Dieser Park ist dank seiner entlegenen geografischen Lage kein zweites Banff oder Jasper, sondern hat seinen ganz eigenen Charakter. Direkt an der Grenze zum US-Bundesstaat Montana gelegen bietet der Waterton Lakes National Park eine leisere und ruhigere Alternative zu den weltbekannten und stark frequentierten Rocky-Mountain-Blockbustern weiter nördlich. Dabei steht Waterton seinen größeren Geschwistern um nichts nach: Die Bergpanoramen sind majestätisch, die Seen tiefblau, die Gletscher glitzern. Grizzlybären, Hirsche und sogar Büffel lassen sich dort gut beobachten.

Erkunden Sie den Park auf authentische Art und Weise beim Paddeln auf dem Upper Waterton Lake, beim Wandern auf dem Lakeshore Trail und bei einer Radtour zum Red Rock Canyon.

Wanderer blickt auf den Rawson Lake im Waterton Lakes National Park in Alberta

6. Den Spuren der Blackfoot-Ureinwohner folgen

Lange vor der Ankunft der ersten Einwanderer waren die Prärien Kanadas die traditionelle Heimat der Ureinwohner. Viele von ihnen gehörten den Blackfoot an, von denen heute rund 40.000 dies- und jenseits der Grenze zwischen Alberta und den USA leben. Die Blackfoot waren nomadische Jäger und Sammler, die von den großen Büffelherden lebten, die einst die weiten Prärielandschaften bevölkerten. Sie waren zudem ein kriegerisches Volk, das stets um seinen Platz auf den weiten Grasebenen Albertas kämpfen musste. Begeben Sie sich auf die Spuren der Blackfoot und tauchen dabei auch in die einzigartige Kultur der First Nations ein.

Besuchen Sie zum Beispiel die UNESCO-Welterbestätte Head-Smashed-In Buffalo Jump, die archäologischen Stätten und das Museum im Blackfoot Crossing Historical Park und die uralten Petroglyphen im Writing-on-Stone Provincial Park.

Tipi-Camping im Blackfoot Crossing Historical Park

7. Auf dem Cowboy Trail – ein Roadtrip durch die Foothills von Alberta

Als Foothills bezeichnet man in Alberta jene Landschaften, in denen die flachen Prärien langsam in die mächtigen Rocky Mountains übergehen. Die Hochebenen mit ihren geschwungenen Hügeln, ihren ausladenden Rinderfarmen und ihren vielen Ranches haben ihren ganz eigenen Reiz, da sie die beiden markantesten Landschaftsmerkmale Albertas – Prärie und Berge – miteinander verbinden. Auf dem Cowboy Trail, auch Highway 22 genannt, kann man die Foothills auf einem sehr schönen Roadtrip erkunden. Offiziell verläuft der Cowboy Trail über 584 Kilometer von Lundbreck Falls im Süden bis Mayerthorpe im Norden. Landschaftlich attraktiv ist vor allem der südliche Streckenabschnitt, den man locker in 1-2 Tagen erfahren kann.

Die Highlights entlang der Route sind die Bar U Ranch bei Longview, die Sierra West Guest Ranch in Lundbreck und der Aussichtspunkt kurz hinter Lundbreck, der einen grandiosen Blick auf die Foothills verspricht.

Ausblick vom Cowboy Trail auf den Traiding Post in Alberta

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