Heute genieße ich das Frühstück auf der Terrasse meiner Unterkunft, eingehüllt in eine warme Decke – ein perfekter Start in einen neuen Reisetag. Die Nacht im Island Sunset Resort war trotz der Einfachheit erholsam und die Lage unschlagbar.
Mein erstes Ziel früh am Morgen ist der Skyline Trail im Cape Breton Highlands National Park. Der frühe Start zahlt sich aus: Noch sind viele Parkplätze frei, und die Ruhe vor dem späteren Besucheransturm sorgt für eine besonders angenehme Atmosphäre.
Der Skyline Trail entpuppt sich weniger als klassische Wanderung, sondern vielmehr als ausgedehnter, gut begehbarer Spazierweg. Mit normalen Sneakern ist man hier bestens unterwegs. Abschnitte aus Kies und Holzplanken wechseln sich ab, insgesamt ist der Trail sehr gut gepflegt. Ich wähle die längere 8-km-Schleife – ein guter Tipp, da der Rückweg so kürzer und entspannter wird. Der Weg führt durch eine Mischung aus Wald und offenen Bereichen, immer wieder mit Ausblicken auf die steile Küstenlinie. Die Spuren von Wildtieren wie Elchen und Kojoten sind deutlich zu sehen, doch obwohl ich aufmerksam Ausschau halte, zeigt sich heute kein großes Tier – nur ein neugieriger Vogel begleitet mich ein Stück.
Der Höhepunkt der Tour ist die spektakuläre Aussichtsplattform Skyline Trail Lookout, die über 257 Holzstufen erreichbar ist. Von hier oben eröffnet sich ein atemberaubendes Panorama: Das Meer glitzert im Sonnenlicht, die Küste verliert sich in der Weite des Atlantiks, während sich der berühmte Cabot Trail malerisch durch den Nationalpark schlängelt. Bei strahlend blauem Himmel und rund 20 Grad ist dieser Moment einfach perfekt.
Zum Mittags-Stopp fahre ich weiter zum The Rusty Anchor Restaurant in Pleasant Bay. Die Lobster Roll hier ist ein echtes Highlight – einfach, klassisch und unglaublich gut: frisches Lobsterfleisch, serviert mit flüssiger Butter. Für mich sogar noch besser als die in Peggy’s Cove. Dazu die entspannte Atmosphäre und der Meerblick – mehr braucht es nicht.