Heute freue ich mich sehr auf den Tag, denn heute ist definitiv der Weg das Ziel! Ich werde wieder auf dem Robert Campbell Highway unterwegs sein, auf dem ich 2019 schon mal unterwegs war – für mich eine der schönsten und am meisten unterschätzten Straßen, die ich bisher bereist habe. Der Highway umfasst ganze 583 Kilometer, die wir in den nächsten zwei Tagen zurücklegen werden. Ein Großteil des Highways besteht aus Schotterpiste, darauf sollte man sich vorab einstellen.
Unser erster Stopp gilt dem Nachstellen eines meiner Fotos von der vorherigen Reise in dieser Region. Ich finde heute nahezu exakt die gleiche Stelle wieder – und platziere mich erneut mitten auf dem leeren Highway. Ich bin überrascht, wie sehr sich dieser Moment in meinem Gedächtnis eingebrannt hat und wie sicher ich die Stelle wiedererkenne.
Entlang des Highways gibt es zahlreiche Seen, die alle einen Stopp wert sind und so machen wir am Simpson Lake, Frances Lake, Finlayson Lake und am Coffee Lake Halt. Der Robert Campbell Highway bietet sich auch wunderbar für eine Camperreise an. An vielen der Seen gibt es Stellplätze in traumhafter Lage. Etwas länger halten wir uns am Lapie Canyon auf, wo man von einer Brücke den perfekten Blick hat. Entlang des Highways haben wir außerdem wieder das Glück, einen Bären und einen Fuchs zu sehen.
In Faro angekommen checken wir im Far-O-Way Guest House, einer kleinen Unterkunft mit nur wenigen Zimmern. Die Zimmer sind zwar klein und man teilt sich das Badezimmer mit einer anderen Partei, aber dafür ist alles liebevoll eingerichtet und sehr sauber. Es gibt eine große Gemeinschaftsküche, in der Grundnahrungsmittel wie Brot, Eier, Milch, Säfte und Kaffee für alle Gäste zur Verfügung stehen.