Katharina Lenhard an einem Aussichtspunkt des Fundy Trail Parkway

Geheimtipp New Brunswick 

CANUSA unterwegs: Katharina erkundet zum ersten Mal die charmante Provinz in Atlantik-Kanada 

Ich bin schon voller Vorfreude: Im September geht es für mich das erste Mal nach New Brunswick, – eine der fünf Provinzen Atlantik-Kanadas. Mir geht es vermutlich wie den meisten Kanada-Reisenden: Wer an Kanada denkt, dem kommt vielleicht nicht gleich als Erstes New Brunswick in den Sinn, … doch dies sollte sich ändern, denn diese zauberhafte Provinz ist auf jeden Fall mehr als eine Reise wert, wie ich bald feststellen werde.

Katharina Lenhard
Wir müssen nicht lange warten, da schwimmt schon der erste Wal an unserem Boot vorbei und winkt mit seiner Schwanzflosse. Er scheint besonders neugierig zu sein, denn er wiederholt die Winkaktion noch zwei Mal, bevor er weiterzieht und mich staunend zurücklässt.
Katharina Lenhard

Kundenberaterin bei CANUSA in Frankfurt

Die Reiseroute von Katharina Lenhard durch New Brunswick

New Brunswick ich komme!

Endlich ist er da: der Tag meiner Reise nach New Brunswick in Atlantik-Kanada! Mit Air Canada fliege ich über Montréal nach Fredericton, in die Provinzhauptstadt und Ausgangsort meiner Rundreise. Am sehr kleinen Flughafen angekommen, nehme ich mir ein Taxi in die Innenstadt, wo sich mein gemütliches Hotel, das Hilton Garden Inn befindet. 

Anschließend heißt es: ab auf den E-Scooter und entlang des Fredericton Rivers, über die Bill Thorbe Walking Bridge zur Picaroons Brewery. Hier ist ein wunderbarer Platz, um den Sonnenuntergang vom Ufer aus zu genießen. Was für ein erster grandioser Abschluss des ersten Tages!

Ein ganzer Tag in St. Andrews by the Sea

Am nächsten Tag übernehme ich recht früh meinen Mietwagen und fahre eineinhalb Stunden zu meinem ersten Stopp nach St. Andrews by the Sea, direkt an der Bay of Fundy gelegen. Auf dem Weg dorthin schaue ich mir noch Kingsbrae Garden an. Selbst für weniger eingefleischte Garten-Freunde ist der Besuch unbedingt empfehlenswert. Die verschiedenen Schaugärten sind eine Hommage an große Gartentraditionen. Kingsbrae Garden wurde dank seiner Vielfalt und Kunstfertigkeit zu einem der zehn besten öffentlichen Gärten Kanadas gekürt. Hier finden sich mehr als 2.500 verschiedene Arten von Bäumen, Sträuchern und Pflanzen, die man beim Schlendern genießen kann. 

Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz. Jetzt im Herbst erwartet mich beispielsweise ein imposantes Kürbis-Festival.

In St. Andrews angekommen, stärke ich mich zunächst im angesagten Niger Reef Tea House und schlendere anschließend die pittoreske Einkaufsstraße entlang und halte Ausschau nach Mitbringseln für zu Hause. Es dauert auch nicht lange, und schon werde ich in den stilvollen Boutiquen fündig.

Die florale Vielfalt des Kingsbrae Garden
Eine Kanada Flagge an einer Hauswand von St. Andrews

Unvergessliche walsichtung

In St.Andrews werden viele Whale-Watching-Touren angeboten. Auch ich entscheide mich, eine Tour zu buchen, um in der Bay of Fundy die beeindruckenden Wale beobachten zu können. Auch wenn Anfang September die Saison in Atlantik-Kanada schon zu Ende geht, habe ich vielleicht noch Glück und bekomme Finnwale, Buckelwale oder Zwergwale zu Gesicht. 

Etwa eine halbe Stunde dauert die Bootsfahrt zu den bekannten Futterplätzen der großartigen Meeressäuger. Wir müssen tatsächlich nicht lange warten, da schwimmt schon der erste Wal an unserem Boot vorbei und winkt mit seiner Schwanzflosse. Er scheint ein besonders neugieriges Exemplar zu sein, denn er wiederholt die Winkaktion noch zwei Mal, bevor er weiterzieht und mich staunend zurücklässt. Was für ein tolles Erlebnis, so ein faszinierendes Tier von Nahem beobachten zu dürfen! Nach unzähligen Fotos für unvergessliche Erinnerungen geht es für mich wieder zurück an Land.

Noch ganz verzückt vom grade erlebten, mache mich auf den Weg zu meiner Unterkunft The Algonquin Resort. Das berühmte Resort thront auf einer kleinen Anhöhe und ermöglicht mit seinem historischen Charme eine kleine Zeitreise in vergangene Zeiten. Ein herrlicher Ort für den Ausklang des ereignisreichen Tages.

Noch ein Tipp für alle Eisenbahn-Fans: Wer mehr über die Geschichte des Eisenbahn-Pioniers William van Horne und der Pacific Railway erfahren möchte, sollte sich unbedingt am späten Nachmittag Ministers Island in der Nähe von St.Andrews anschauen. Hier steht noch sein recht gut erhaltenes Sommerhaus, welches heute als Museum dient. Den atemberaubenden Sonnenuntergang am Abend gibt es gratis dazu!

Auf Wale Watching Tour vor New Brunswick
Katharina Lenhard auf Ministers Island bei Sonnenuntergang

Saint John: Von starken Wassern zu starken Getränken

Entlang der Atlantikküste geht es am nächsten Morgen Richtung Norden in die Stadt Saint John. Auf dem Weg dorthin mache ich noch Halt beim Irving Nature Park, der sich perfekt für eine kleine Wanderung eignet. Viele Pfade führen zu einem tollen Lookout über die Bay of Fundy – so kann der Tag starten!

Danach mache ich mich auf zu einer kleinen Wanderung zu den Reversing Falls und dem Skywalk Saint John. Ein Wanderweg führt zu einem gläsernen Skywalk direkt über einem einmaligen Naturspektakel: An dieser Stelle trifft das Wasser des mächtigen, 700 Kilometer langen St. John River auf die Bay of Fundy. Zweimal am Tag steigt die Flut in der Bucht um knapp neun Meter und zwingt den Fluss, seine Fließrichtung umzukehren. Ein atemberaubendes Schauspiel, das man so schnell nicht wieder vergisst!

Nach diesem Spektakel brauche ich eine Stärkung. Am Hafen von Saint John gibt es viele Restaurants mit schönem Blick auf den Fluss und die ankommenden Schiffe. Ich entscheide mich für das Saint John Ale House und probiere mich durch verschiedene Biersorten aus aller Welt. Wer gern „leichtes“ Bier trinkt, der sollte unbedingt ein Moosehead Lager probieren. Dieses stammt direkt aus Saint John und wird seit 1867 in der ältesten Brauerei Kanadas gebraut.

Am späten Nachmittag entscheide ich mich, eine Walking-Tour durch Saint John zu machen, die vom New Brunswick Museum und Stonehammer UNESCO Global Geopark begleitet wird. Während der Tour lerne ich viel über die Geschichte von Saint John und über den Schiffsbau, der in New Brunswick und ganz Atlantik-Kanada eine wichtige Rolle spielt.

Über Uncorked Tours habe ich mir dann noch für den Abend eine Tasting-Tour organisiert. Man kann sich ganz unkompliziert einer Gruppe anschließen oder eine eigene Tour ab vier Personen buchen. Ich empfehle vorab eine Reservierung zu machen. Angefangen in der kleinen Brewery am City Market, geht es zu Hopscotch, wo ich drei verschiedene Whiskeys probiere. Zum krönenden Abschluss besuchen wir die Happinez Wine Bar. Eine absolute Empfehlung für jeden, der gern Wein trinkt und mit dem charmanten Besitzer, der ursprünglich aus den Niederlanden stammt, ins Gespräch kommen möchte. Er führt ausgewählte Weine aus den besten Weinregionen der Welt und gibt seinen Gästen gern umfangreiche Empfehlungen. 

Die Reversing Falls nahe Saint John
Beim Beertasting im Ale House von Saint John

Herrliche Aussichten

An meinem vierten Urlaubstag geht es von Saint John weiter nach St. Martins und zum Fundy Trail Parkway. In dem kleinen Dorf St. Martins befindet sich ein Standort von Bay of Fundy Adventures mit einem niedlichen Café namens Shipyard. Über Bay of Fundy Adventures kann man verschiedene Kajaktouren und Wanderungen buchen. Ich empfehle unbedingt Halt zu machen und im Shipyard Cafe einen Kaffee zu trinken und sich einen Blueberry Scone zu gönnen. Einfach köstlich!

Nach der süßen Köstlichkeit geht es für mich durch den Fundy Trail Parkway, der übrigens nicht zu Parks Canada gehört, wie die meisten Parks in Kanada, sondern ein „not-for-profit“ Park ist. Der Parkway erstreckt sich von Bay View bis Little Salmon River und eignet sich perfekt für Besucher jeden Alters.

Alle paar Kilometer kann man an wunderschönen Lockouts Halt machen und kleinere oder auch größere Wanderungen starten. Auch für Fahrradfahrer ist der Parkway sehr gut geeignet, – man sollte allerdings eine gute Kondition haben, da es immer wieder bergauf und runter geht. Egal, ob man mit dem Auto oder Fahrrad unterwegs ist, man wird an jedem Lookout mit einer grandiosen Aussicht belohnt. 

Das kleine Shipyard Cafe direkt am Bay of Fundy
Die wundervolle Aussicht des Fundy Trail Parkway

Auf in die Hummer Hauptstadt der Welt

Nächstes Ziel: Shediac, die Lobster Capital City of the World. Endlich darf ich eine Spezialität probieren, für die New Brunswick so berühmt ist. Immerhin soll es hier die besten Lobster der Welt geben! 

Meine erste Hummerkostprobe möchte ich mit einem kleinen Abenteuer verbinden und entscheide mich für eine Lobster Tale Cruise by Shediac Bay Cruise. Mit dem Boot geht es circa eine halbe Stunde hinaus aufs offene Meer zu der Stelle, wo die Käfige für den Hummerfang ausliegen. Unser Kapitän, ein erfahrener Lobster-Fischer, klärt uns Gäste über den Fang und die weitere Verwertung auf. Bevor wir selbst einen Hummer probieren dürfen, zeigt er uns, wie man diesen überhaupt isst … völliges Neuland für mich; es ist das erste Mal, dass ich mich an ein Meerestier traue. Aber nach zwanzigminütigem „Auseinandernehmen“ schaffe ich es, an das kostbare Fleisch des Hummers zu kommen und zu probieren. 

Die Tour dauert insgesamt drei Stunden und ist eine klare Empfehlung von mir, wenn man etwas über den Lobster lernen möchte.

Für die Übernachtung habe ich mir das Hyatt Place in Moncton ausgesucht. Keine zwanzig Minuten Autofahrt und ich kann es mir in meinem schönen Hotelzimmer gemütlich machen und den tollen Tag Revue passieren lassen.

 

Katharina Lenhard an einem Aussichtspunkt des Fundy Trail Parkway
Katharina Lenhard probiert den Lobster von Shediac

gigantisches Naturschauspiel bei den Hopewell Rocks

Endlich! Das Highlight meiner Reise wartet heute auf mich: die Hopewell Rocks! Von Moncton aus fahre ich eine gute halbe Stunde zu der berühmten Sehenswürdigkeit.

Der größte Tidenhub der Welt sorgt in der Bucht von Hopewell Cape dafür, dass man das Wahrzeichen New Brunswicks aus nächster Nähe erleben kann. Die Hopewell Rocks sind Gesteinsformationen, die durch Gezeiten und Erosion entstanden sind. Zweimal am Tag fließen hier mehrere Millionen Tonnen Wasser in die Bucht und wieder zurück in den Atlantik und erzeugen dabei einen Tidenhub von bis zu 14 Metern. Vom Visitor Center erreicht man das Naturwunder in nur zehn Gehminuten. Da gerade Ebbe ist, laufe ich die 99 Stufen bis zum Meeresboden und stehe endlich vor den faszinierenden Felsen. 

Wahnsinn! Circa zehn Meter ragen die imposanten Riesen in den Himmel. Bei Ebbe kann man sich hier frei bewegen und um die von Mutter Natur geschaffenen Felsskulpturen herumlaufen. Knapp sechs Stunden später sieht es wieder ganz anders aus, – wenn die Flut das Wasser komplett zurückbringt, ist von den Hopewell Rocks nur noch die Hälfte sichtbar.

Fasziniert von der Kraft des Meeres schieße ich viele Erinnerungsfotos und posiere selbst vor den Felsmonumenten. Dieses Erlebnis wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben! 

Die Hopewell Roccks am Strand von New Brunswick
Katharina Lenhard bei den Hopewell Roccks in New Brunswick

Ein letzter Schluck Wein, – dann heißt es goodbye Atlantik-Kanada!

Die Zeit verfliegt wie im Fluge. Schon steht mein leider letzter Stopp auf dieser tollen Reise durch New Brunswick auf der Tagesordnung. Ich möchte der Magnetic Hill Winery in der Nähe von Moncton einen Besuch abstatten. Das Weingut ist für Weinkenner und Weinliebhaber ein Muss! Die hiesigen Winzer bauen hier „erst“ seit 20 Jahren Wein aus Weintrauben an. Angefangen hat ursprünglich alles mit Weinanbau aus anderem Obst wie Rhabarber und Äpfeln. Ich entscheide mich für eine Weinverkostung mit Führung über das Weingut. Probiert werden fünf verschiedene Weine aus eigener Herstellung. Was soll ich sagen? Einfach nur köstlich! Besser kann meine Rundreise durch New Brunswick nicht enden.

Nach diesem schmackhaften Abschluss heißt es bedauerlicherweise Abschied nehmen von Atlantik-Kanada. Es geht zurück nach Fredericton, von wo ich über Toronto meinen Rückflug nach Deutschland antrete.

Mein Fazit: New Brunswick ist definitiv mehr als eine Reise wert! Eine Provinz mit viel Flair, die viel zu bieten hat, besonders für alle, die das Meer lieben und etwas abseits von Touristenströmen urlauben möchte. Mit tollem Essen, eindrucksvollen Landschaften, abwechslungsreichen Kleinstädten und leckerem Wein und Bier habe ich hier sehr schöne Tage verbringen dürfen.

Die Magnetic Hill Winery im idyllischen Moncton
Weintasting auf dem Gut Magnetic Hill Winery

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