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Urlaub zwischen Großstadt und tropischer Natur

CANUSA-Mitarbeiterin Svenja berichtet von ihrer Reise nach Tampa und Crystal River in Florida
Svenja unterwegs auf dem Tampa Riverwalk

(Neues) Herz der Stadt: Svenja am nächtlichen Tampa Riverwalk.

CANUSA: Bei Florida denken viele zunächst an Miami oder Orlando – warum hast Du dich für einen Start in Tampa und eine Weiterfahrt ins kleine Crystal River entschieden?

Svenja: Da ich leider nur eine Woche Zeit hatte, war ich auf der Suche nach einer Stadt, die ich auch in kürzerer Zeit wirklich entdecken kann. Da war Tampa, das deutlich kleiner ist als z. B. Miami, einfach perfekt geeignet. Außerdem ist die Stadt nur rund 1,5 Autostunden von Crystal River, das mit seinen Manatees schon lange auf meiner Reise-Wunsch-Liste stand, entfernt. 

CANUSA: Erinnerst du dich noch an deinen ersten Eindruck von Tampa?

Svenja:  Eine kleine Großstadt! Für amerikanische Verhältnisse ist die Stadt tatsächlich sehr überschaubar, was sie aber nicht minder sehenswert macht. Als Hamburgerin hat mich natürlich auch das viele Wasser mitten in der Stadt angesprochen: Der Hillsborough River fließt direkt durch die Innenstadt und bildet mit der Uferpromande Tampa Riverwalk sowas wie ihr Herz.

CANUSA: Gibt es etwas, was Tampa in deiner Wahrnehmung von anderen amerikanischen Städten unterscheidet?

Svenja: Tampa ist total „walkable”! Ob entlang des Riverwalks oder in Vierteln wie Hyde Park: Überall kann man super spazieren und die Entfernungen sind überschaubar. Ehrlich gesagt, war ich außerdem etwas geplättet davon, wie unheimlich fit hier alle sind! Besonders am Riverwalk ist man von Sportskanonen umgeben … Das merkt man übrigens auch dem kulinarischen Angebot der Stadt an: Zwar sind die Portionen typisch amerikanisch riesengroß, aber im Fokus standen ganz klar gesunde Sachen wie Salate und vor allem viel Fisch.

Die Reise von Svenja durch Florida

Willkommen in Südflorida: Nach drei Tagen in Tampa ging es nordwärts in die kleine Stadt Crystal River.

Die Stadt in der Stadt und ein Frühstück zum Verlieben

CANUSA: Was muss man in Tampa unbedingt gesehen haben?

Svenja: Ganz klar Ybor City! Sie ist das historische Viertel der Stadt und galt einst als „Zigarrenhauptstadt der Welt“. Geprägt haben das Viertel vor allem die Einwanderer aus Kuba, Spanien oder Mexiko, aber auch aus Deutschland oder Italien. Bis heute geht es hier bunt gemischt und sehr lebendig zu – Ybor City ist keineswegs nur eine Sehenswürdigkeit für Touristen: Hinter den historischen Fassaden findet man jede Menge tolle Restaurants, Clubs und Bars. Das Viertel lebt und hat einen ganz besonderen, fast schon karibischen Charme! Die Einwohner Tampas sind zurecht stolz darauf, wie gut das Viertel erhalten ist und daran, wie oft wir gefragt wurden, ob wir schon dort gewesen sind, zeigt, wie sehr sie ihre Altstadt lieben!

CANUSA: Wenn jemand nur einen einzigen Tag in Tampa zur Verfügung hat, was würdest Du ihm empfehlen?

Svenja: Als allererstes würde ich den Tag mit einem Frühstück im Oxford Exchange beginnen. Das Restaurant und Café liegt gegenüber der architektonisch sehr interessanten University of Tampa und hat nicht nur eine super leckere Karte, sondern ist auch echt richtig schön gestaltet. Im vorderen Bereich findet sich außerdem ein inhabergeführter Buchladen mit einem tollen Sortiment! Von hier aus würde ich direkt weiter spazieren, um mir das umliegende Viertel Hyde Park anzuschauen. Hier reihen sich beeindruckende Häuser und Villen einander, die trotz der eindeutig gehobenen Preislage einen typisch amerikanischen Kleinstadtcharme versprühen. Zur MIttagszeit empfiehlt sich dann ein schattiges Plätzchen – Floridas Hitze ist nicht ohne  – rund um die Uni gibt es z. B. einen sehr schönen Park und auch im Zentrum von Hyde Park, im Herzen der Einkaufsstraße Hyde Park Village, findet sich eine sehr schön gestaltete Grünfläche mit Schatten und Brunnen. 
Ist die Mittagshitze vorbei, würde ich zurück in Richtung Downtown gehen, um mir das bunte Treiben am Riverwalk anzugucken. Den Abend muss man dann in Ybor City verbringen!

Svenja Johnsson
Ganz einfach von A nach B: Tampa verfügt über eine kostenlose Straßenbahn die, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten miteinander verbindet. 
Svenja Johnsson

Ein Traum für Tierfreunde – Crystal River

CANUSA: Kommen wir zu Crystal River. Was war dein erster Eindruck?

Svenja: Kleinstadtcharme trifft auf tropische Natur! Und trotz der überschaubaren Größe des Ortes kommt hier vieles zusammen: Die sogenannten Tiki-Bars unterstreichen Floridas Nähe zur Karibik, während der örtliche Saloon echte Wilder Westen-Vibes versprüht. Gleichzeitig findet man viele Gebäude im Florida Cracker-Stil. Und über allen thronen die Stars der Region, die Manatees! Ob als Wandgemälde oder als Souvenirs jeder Art: Den putzigen Tieren kann man hier quasi nicht entkommen!

CANUSA: Das ist unser Stichwort: Die Manatees! Warst Du mit ihnen schwimmen?

Svenja: Natürlich! Wer in Crystal River ist, hat fast gar keine andere Wahl! Nicht umsonst handelt es sich hier doch um die „Welthauptstadt der Manatees” . Der Juni ist eigentlich nicht der ideale Zeitpunkt, um die Tiere zu sehen, da sie während der Sommermonate eher in den Gewässern des Golfs unterwegs sind. Doch ich hatte Glück: Bei einer geführten Tour konnten wir drei Tiere – darunter ein Baby! – entdecken!

CANUSA: Dann war dies sicher dein Highlight in Crystal River?

Svenja: Ganz ehrlich und zu meiner eigenen Überraschung: Nur fast! Mein persönliches Highlight war eine Delfin-Flusstour auf dem Homosassa River! Die Landschaft an der sogenannten Nature Coast ist wirklich außergewöhnlich schön, so dass eine solche Bootsfahrt sich immer lohnt, selbst wenn man einmal keine Delfine sehen sollte. Wir haben die Fahrt am späten Nachmittag unternommen, was ein echter Glücksgriff war, denn zu diesem Zeitpunkt waren besonders viele Delfine unterwegs. Die Tiere wirklich einmal live und inmitten dieser unberührten Natur zu sehen, war eine so tolle Erfahrung, dass sie die Manatees für mich tatsächlich nochmal getoppt hat. 

Kleines Manatee in Crystal River
Delfinsichtung auf dem Homosassa River
ehemalige Zigarrenfabrik Ybor City in Tampa
Idyllischer Kanal in Crystal River
Häuser am Ufer des Crystal Rivers in Florida
Ein Haus in klassischer Südstaaten-Architektur am Crystal River in Florida
Eingang des Homosassa State Park
Svenja auf einer Bootsfahrt auf dem Homosassa River

CANUSA: Welchen Ort in Crystal River muss man gesehen haben?

Svenja: Da muss ich gleich zwei nennen: Die Three Sisters Spring und den Ellie Schiller Homosassa Springs Wildlife State Park. 
Ich habe noch nie so klares Wasser gesehen, wie in den Three Sisters! Kommt man mit dem Boot von der Wasserseite aus zu den Quellen, kann man sogar in ihnen schwimmen. Die Landseite hingegen wird durch den gleichnamigen Park geschützt. Er bietet wirklich tolle und sogar barrierefreie Wanderwege und immer wieder unvergessliche Ausblicke! 
Der Ellie Schiller Homosassa Springs Wildlife State Park ist hingegen ein Naturpark für verletzte oder verwaiste einheimische Tiere, die nicht mehr in der Wildnis überleben können. Wir haben uns einer Führung angeschlossen und haben dabei fast jedes Tier und sein Schicksal näher kennengelernt. Das war stellenweise sehr anrührend und man konnte wirklich merken, mit wie viel Wissen und vor allem Tierliebe die Pfleger und die vielen freiwilligen Helfer diesen Ort am Leben halten! Jeder, der in der Gegend ist, sollte den Park unbedingt besuchen und ihn mit seinem Eintritt unterstützen!  

CANUSA: Tampa bildet zusammen mit den umliegenden Orten der Tampa Bay einen urbanen Ballungsraum, Crystal River hingegen liegt etwas weiter entfernt und ist umgeben von Naturschutzgebieten. Gab es trotz dieser Unterschiede eine Gemeinsamkeit, die dir aufgefallen ist?

Svenja: Was mir an beiden Orten total gefallen hat, war die familiäre Atmosphäre und die Liebe der Einheimischen zu „Ihrem“ Ort. Die wirkte auch nicht aufgesetzt, sondern wirklich authentisch. Dabei gab es auch keine Konkurrenz, z. B. unter den verschiedenen Anbietern von Boots- und Stadtführungen. So haben wir in Tampa eine Ybor Walking Tour mit Max gemacht und am selben Tag eine Radtour mit einem Guide namens Brian. Lustigerweise haben sich beide, unabhängig und unwissend voneinander, gegenseitig empfohlen. Ähnlich in Crystal River: Als wir am Abend noch ein Bier im örtlichen Saloon getrunken haben, haben wir „unseren“ Captain Sam gemeinsam mit anderen Bootsführern getroffen. Das alles wirkte einfach kollegial und ungezwungen!

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Preistipp
7 Tage/6 Nächte inklusive Mietwagen und Hotels in Crystal River und Daytona Beach
Strandaufgang in Sarasota
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