Keine Mauerblümchen: Kanadas Provincial Parks stehen ihren berühmten Nationalparks in Sachen Naturwunder in nichts nach.

Keine Mauerblümchen: Kanadas Provincial Parks stehen ihren berühmten Nationalparks in Sachen Naturwunder in nichts nach.
Oft stehen Kanadas Nationalparks im Fokus, doch einige der schönsten Naturkulissen des Landes befinden sich auch in den Provincial Parks, die obendrein oft weniger stark besucht sind. Für Naturliebhaber sind sie daher echte Paradiese!
Wir haben die fünf schönsten dieser Naturparks für Sie ausgewählt und zu guter Letzt die passenden Reiseideen für Sie mitgebracht. Los geht es mit einem Schutzgebiet, das so schön ist, dass es bereits für diverse Hollywood-Produktionen als Drehort diente.
Der Bow Valley Provincial Park ist laut der weltweit bekannten Outdoor-Plattform AllTrails der beliebteste Provincial Parks Kanadas. Dabei handelt es sich um eine Nutzerwertung, was heißt: Die bewertenden Experten sind in diesem Fall die Reisenden selbst.
Gründe für eine Erstplatzierung gibt es viele. Der Park hat von idyllischen Gewässern wie dem Middle Lake bis hin zum markanten Mount Yamnuska viele natürliche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Dass er gerade bei AllTrails so weit oben landet, ist auch kein Zufall. Durch den Park führen über 150 Wanderwege von denen viele Bestnoten für ihre spektakulären Ausblicke genießen.
Die Hauptsaison ist zwischen Juli und August. Wer im September in den Bow Valley Provincial Park reist, erlebt angenehm milde Temperaturen bei geringeren Besucherzahlen. Einfach perfekt, um die Natur zu genießen!

Für Kultur- und Filmfans attraktiv: In dieser beeindruckenden Kulisse wurden Blockbuster wie The Revenant und Brokeback Mountain gedreht.
Aus unserer Sicht empfiehlt sich der Wells Gray Provincial Park allein schon durch die spektakulären Helmcken Falls. Der Meinung ist wohl auch der beliebte internationale Reise- und Fotoblog „Handluggage Only", der ihn in seiner Liste der schönsten Naturziele Kanadas als absoluten Favoriten hervorgehoben hat. Für die Reiseexperten war der Park eine echte Überraschung und gilt als perfekter Zwischenstopp für alle, die auf dem Weg zwischen Vancouver und Jasper unterwegs sind.
Der Wells Gray Provincial Park begeistert durch seine weiten, unberührten Landschaften und eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten. Eines dieser Highlights sind die bereits erwähnten Helmcken Falls, die zu jeder Jahreszeit faszinieren. Zudem locken der malerische Murtle Lake und ein weites Netz an abwechslungsreichen Wanderwegen. Auf dem idyllischen Clearwater Lake und Azure Lake erwarten Sie perfekte Bedingungen für ausgiebige Kanutouren.
Die Hauptsaison liegt hier zwischen Juli und August. Doch gerade im Winter erwartet Sie hier jedoch ein besonderer Anblick: Die zugefrorenen Helmcken Falls verwandeln sich dann in ein Spektakel aus Wasser und Eis.

Kanadas wilde Seite: Mit 141 Metern Tiefe stürzen die Helmcken Falls in einen gigantischen Canyon.
Der dritte Eintrag in unserer Liste dürfte einigen bekannt sein. Denn der Algonquin Provincial Park in Ontario ist einer der meistbesuchten Provincial Parks Kanadas. Er hat es wegen seiner ruhigen Landschaften und malerischen Gewässer sowohl im Outdoor-Magazin Explore als auch auf der Geografieplattform WorldAtlas in die Top-10-Listen der schönsten Provincial Parks geschafft.
Ruhe und Weite! Auf über 7.600 Quadratkilometern Fläche vereint der Park dichte Wälder, Moore, Flüsse und Tausende von Seen. Der Park verfügt über eine hervorragende Infrastruktur, die den Besuch mit dem Auto oder Wohnmobil erleichtert. Das Innere des Parks ist davon aber unberührt und belohnt Reisende mit spektakulären Ausblicken und ruhiger Atmosphäre in ungezähmter Natur.
Die Hauptsaison ist zwischen Juli und August, wenn das Wetter ideal zum Paddeln und Zelten ist. Wer jedoch im September oder Oktober in den Algonquin Provincial Park reist, wird mit den bunten Farben des Indian Summer belohnt.

Ein Paradies für Wildtiere: Mit etwas Glück begegnet man nicht nur einem Elch beim Baden, sondern auch Schwarzbären, Bibern und Wölfen.
Auf einen alten Bekannten muss natürlich ein Geheimtipp folgen. Gemeint ist der Lake Superior Provincial Park. Laut dem Lifestyle-Magazin Narcity ist er ein echter Geheimtipp, der mit einer beeindruckenden landschaftlichen Vielfalt glänzt. Von rauschenden Wasserfällen bis hin zu jahrhundertealten Felsmalereien gibt es hier enorm viel zu entdecken.
Der Park bietet zahlreiche Natur-Highlights unter anderem viele versteckte Buchten. Ein besonderer Anziehungspunkt ist die "Old Woman Bay", ein abgelegener Sandstrand, umgeben von dramatischen Klippen, die aus dem Wasser hervorragen. Wer es etwas aktiver mag, kann sich auf den insgesamt 11 Wanderwegen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden austoben.
Die idealen Monate für einen Besuch sind die Monate Juli und August. In dieser Zeit eignet sich der Lake Superior ganz hervorragend für eine Abkühlung. Zudem gibt es dann geführte Touren und spannende Veranstaltungen.

Im Reich der Forellen: Die weitgehend unberührte Küstenlinie bietet Anglern und Kanuten erstklassige Bedingungen innerhalb einer überwältigenden Naturkulisse.
Es mag ein bisschen unverschämt sein, sich selbst so zu bezeichnen, aber die Experten für diesen Naturpark sind wir selbst. Mit über 40 Jahren Nordamerika-Erfahrung darf man das vielleicht aber auch einfach mal machen. Unser Tipp ist der Tombstone Territorial Park im nördlichen Territorium Yukon. Territorial Parks sind übrigens das Äquivalent zu den Provincial Parks weiter südlich. Daher durfte er trotz der etwas anderen Bezeichnung auch in dieser Liste landen.
Der Park wird nicht ohne Grund oft als das „Patagonien des Nordens“ bezeichnet. Dramatische, schwarz aufragende Granitspitzen, eine schier unendliche arktische Tundra und kristallklare Bergseen wie der berühmte Grizzly Lake prägen die Landschaft. Über den legendären Dempster Highway erreichbar, bietet der Park spektakuläre Wanderrouten, tiefe Einblicke in die Natur und Kultur der Tr’ondëk Hwëch’in sowie hervorragende Chancen für Tiersichtungen.
Die Hauptreisezeit erstreckt sich auch hier über die Sommermonate Juli und August. Unser persönlicher Insidertipp ist jedoch der späte August bis Anfang September: Dann zeigt sich die Tundra feurig rot und gold und nachts tanzen bereits die ersten Polarlichter am Himmel.

Der Berg, der dem Park seinen Namen gab: Form und Farbe erinnerten erste Entdecker an einen Grabstein (auf Englisch „tombstone“).
