Neuenglandstaaten – Kultur & Kulinarik

Boston Tea Party, Plimoth Plantation, Freedom Trail, Mayflower, Seafood: Maine-Lobster, Cranberries, Ahornsirup, Farm to Table

Überblick

Boston – Die Wiege der USA

Kein zweiter Ort steht so für die Geburtsstätte der USA wie die Region Neuengland und besonders die Gegend um die Stadt Boston. Nicht weit entfernt, an der Spitze des Cape Cod, ist der Landungsplatz der „Mayflower“ – des legendären Schiffes mit den ersten englischen Siedlern an Bord. Von hier aus entwickelte sich die erste Kolonie Plymouth in der Massachusetts Bay. Nachdem immer mehr Menschen von England aus nach Amerika auswanderten, entstanden die ersten Städte wie etwa Boston, Salem und Roxbuy. 
Die zunächst noch wirtschaftlich und politisch vom Mutterland England abhängige Kolonie begann sich im Laufe des 18. Jahrhunderts immer eigenständiger zu fühlen. Zudem führten Steuern und Zollabgaben zu starken Widerständen gegen die Kolonialherren.
Dieser gipfelte schließlich am 16. Dezember 1773 in der Boston Tea Party. Bei der Boston Tea Party warfen Aktivisten 342 Kisten Tee von den dort liegenden Handelsschiffen in das Hafenbecken. Die Boston Tea Party gilt als ein Auslöser des Unabhängigkeitskrieges ab 1776, der die Gründung der Vereinigten Staaten zur Folge hatte. 

Der Bostoner Freedom Trail erinnert heute noch an die historischen Stätten in der Stadt und verbindet auf einer vier Kilometer langen Strecke siebzehn verschiedene Sehenswürdigkeiten. Darunter befindet sich etwa das Old South Meeting House, eine Kirche, die zu jener Zeit als Versammlungsort genutzt und in der die Boston Tea Party geplant wurde. Ebenso kann am alten Rathaus, dem Old State House, der Schauplatz des Massakers von Boston besichtigt werden. Dieser Vorfall wurde zwar propagandistisch aufgebauscht, war jedoch ebenfalls ein Vorbote des Unabhängigkeitskrieges. Das Bunker Hill Monument erinnert an eine wichtige Schlacht zu Beginn des Krieges, die während der Belagerung von Boston stattfand.

Die Architektur der Gebäude in Boston ist stark vom europäischen Stil geprägt. Wenn Sie durch das historische Boston spazieren, werden Sie dies feststellen können. So studierte beispielsweise der Architekt Charles Bulfinch sein Fach zunächst in Europa und kehrte dann nach Boston zurück. Der Baumeister erschuf unter anderem die Pläne für den Sitz der Regierung und Verwaltung des Bundesstaates, das Massachusetts State House, und die Harvard University Hall von 1799. Die Architektur des sogenannten Federal Style ist angelehnt an den strengen und nüchternen englischen Georgian Style und wurde dann um klassizistische und antike Merkmale ergänzt.

Events & Festivals

Besonders im Sommer finden in den Neuenglandstaaten zahlreiche Events und Festivals statt, die Tausende von Besuchern anziehen. Traditionell rund um den amerikanischen Nationalfeiertag, den 4. Juli, wird das Boston Harborfest veranstaltet. Das sechstägige Fest erinnert mit mehr als 200 Veranstaltungen, Konzerten, Aufführungen und historischen Touren an die koloniale und maritime Geschichte der Stadt.

Eine beliebte Veranstaltung in Vermont ist das jährliche Stoweflake Hot Air Balloon Festival, bei dem an drei Tagen Mitte Juli zahlreiche Heißluftballons in die Luft steigen. Wer auch einmal mit einem solchen Ballon fahren möchte, der sollte frühzeitig einen der nicht ganz günstigen Plätze reservieren.
Eine etwas kostengünstigere Alternative ist das Ausprobieren in einem angeseilten Ballon – dabei können Sie einige Meter in der Luft schweben und genießen einen Ausblick auf die Aktivitäten am Boden.

Als erstes jährliches Jazzfestival in Amerika wurde 1954 das Newport Jazz Festival im Bundesstaat Rhode Island gegründet. Regelmäßig sind Anfang August einige der etabliertesten Künstler der Jazzmusik sowie aufstrebende Musiker und Newcomer zu Gast, die hier ihre ersten Auftritte vor Tausenden von Besuchern absolvieren.

Museen & Attraktionen

Neben den speziellen Events und Festivals in Neuengland, die einmal im Jahr stattfinden, gibt es auch einige Attraktionen und Museen, die ganzjährig geöffnet sind. Eine Besonderheit sind die zahlreichen Freilichtmuseen, in denen Besucher nicht nur eine Ausstellung betrachten, sondern an historischen Stätten die lebendige Geschichte nachvollziehen können. So zum Beispiel in der Plimoth Plantation am Ort der ersten Siedlung in Nordamerika. Hier stellen Schauspieler das Leben im 17. Jahrhundert in authentischen Gebäuden und Gärten nach und bereiten traditionelles Essen zu. Ebenfalls erfahren Sie hier einiges über die „Native People“, die Wampanoag, und deren Traditionen.

Vor Ort liegt die detailgetreue Nachbildung des Schiffs der ersten Siedler, die „Mayflower II“. Steigen Sie direkt in die Geschichte der 66-tägigen Überfahrt ein.
Besonders spannend wird es im Minute Man National Historical Park während des Wochenendes rund um den Patriots’ Day. In Concord und Lexington im Bundesstaat Massachusetts kann hier der Ausbruch der Amerikanischen Revolution miterlebt werden, wenn britische Rotröcke und einheimische Bauern aufmarschieren. Hier tauchen Sie in das Leben in einem britischen Lager mitsamt Musketendemonstrationen ein, erfahren mehr über die traditionelle Kochkunst und sehen sogar, wie chirurgische Eingriffe bei verwundeten Soldaten nachgestellt werden.

Neuengland ist zudem bekannt für seine zahlreichen Kunstmuseen und Ausstellungen in den örtlichen Kunstgalerien. Im Bundesstaat Maine folgen Sie einfach dem Maine Art Museum Trail, der zu sieben verschiedenen Locations führt. Darunter befindet sich etwa das Portland Museum of Art, das Farnsworth Art Museum in Rockland und das Ogunquit Museum of American Art, das direkt an der Küste liegt und sowohl zeitgenössische Gemälde als auch zahlreiche Keramiken und Skulpturen von amerikanischen Künstlern zeigt.

Beeindruckende Museen sind natürlich auch in Boston zu bewundern, wie etwa „The New MFA“, einer Abteilung des Museum of Fine Arts. Das Gebäude wurde von Sir Norman Foster entworfen und öffnete im November 2010 seine Pforten. Die Sammlung beinhaltet vor allem französische Impressionisten, aber auch asiatische, ägyptische und zeitgenössische Kunst. Zum Campus der Harvard University gehören insgesamt drei Museen; während der Umbauarbeiten werden die Ausstellungen vorübergehend im Arthur M. Sackler Museum gezeigt. Nicht zuletzt ist das Institute of Contemporary Art (ICA) am Hafen von Boston zu erwähnen, das vor allem durch seine markante Architektur auffällt.

Maritime Spezialitäten & Regionale Köstlichkeiten

Ihre Reise in den Neuenglandstaaten wird in jedem Fall zu einem kulinarischen Erlebnis, das sie genießen können. Besonders wird hier auf regionale Produkte gesetzt, die nach dem Farm-to-Table-Prinzip verarbeitet werden. Das steht vor allem für frische Produkte – die Lebensmittel kommen direkt vom Erzeuger und landen ohne Umwege oder lange Lagerzeit auf dem Tisch. Wichtig ist dies natürlich für die Spezialität der Küstenregion – Hummer und Meeresfrüchte –, die frisch aus dem Meer kommen.
Besonders berühmt ist der Maine-Lobster, der in zahlreichen Variationen zubereitet wird. Probieren Sie die Spezialität in einer der Buden direkt am Meer, den sogenannten „Lobster Shacks“, oder genießen Sie den Hummer in einem Gourmet-Restaurant.
Sogar ein eigenes Hummer-Festival wird jedes Jahr in der Stadt Rockland veranstaltet. Auch Austern und andere Meeresfrüchte sind in den Staaten der Ostküste sehr beliebt. Diese können Sie im ältesten Restaurant der USA genießen, dem Union Oyster House in Boston.    

Die Küstenregion bietet neben den fangfrischen Produkten aus dem Meer auch weitere Spezialitäten. So zum Beispiel die Cranberries, deren Anbau in der Umgebung von Cape Cod in Massachusetts eine lange Tradition hat. Bereits seit der Kolonialzeit wird die Frucht hier produziert und verfeinert so manches Gericht. Wenn Sie sich mehr ins Landesinnere in Richtung Vermont begeben, erleben Sie hier die größte Produktion von Ahornsirup in den USA.

Bereits die amerikanischen Ureinwohner entdeckten, wie der Saft aus dem Ahornbaum gezogen und gesammelt wird. Während des amerikanischen Bürgerkrieges wurde der Ahornsirup als eine Art Protest gegen den Süden verwendet. Da der Hauptanteil des Zuckers in den Südstaaten produziert wurde, nutzten die Bewohner der Nordstaaten vor allem den Ahornsirup aus Vermont, um ihre Speisen zu süßen.

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