Detroit entdeckt sich neu

CANUSA unterwegs: Christian Pinnekamp erkundet die gerade zu neuem Leben erwachende Stadt.

Drei Tage in Detroit – ein Kurztrip, der mich in eine Stadt bringt, bei der ich bislang nur an Autos und den Niedergang der Industrie dachte. Meine Reise in diese Metropole des Bundesstaates Michigan zeigt mir, wie sich Detroit gerade neu entdeckt. Ich lasse mich hier von UB40 in Stimmung bringen, erhole mich im River Park und entdecke das Heidelberg Project. Die Stadt steht auch für die Vinyl-Kultur, für Motown-Musik und Detroit Techno. Im und rund um den Eastern Market gibt es viel zu erkunden, das gilt auch für die Kunst im Parkhaus. Detroit vom Wasser aus? Ich paddle am Ufer der Belle Isle und bin überrascht, wie viele Gesichter diese Stadt hat.

CANUSA Mitarbeiter Christian Pinnekamp
„Für mich als Musikverrückter ist es ein Muss, das Motown Museum zu besuchen. Dort werde ich von einer jungen Gruppe Vokalisten begrüßt, die  berühmte Klassiker nachsingt und eine relaxte Stimmung verbreitet.“
Christian Pinnekamp

Personalentwickler bei CANUSA in Hamburg

Christian Pinnekamp

Personalentwickler bei CANUSA in Hamburg

Detroit Stadtkarte

Downtown Detroit und UB40

Vom etwas außerhalb liegenden Flughafen aus lasse ich mich ins Zentrum bringen, um einen ersten Eindruck von Detroit zu bekommen, einer Stadt, die ich nur vom Hörensagen kenne und mit der ich nicht die schönsten Vorstellungen verbinde. Unterwegs komme ich mit dem Taxifahrer ins Gespräch und merke mir gleich, welche Burger-Restaurants und Jazzklubs in der Nähe meines Hotels, dem Aloft Detroit, man nicht verpassen sollte. Ich steige in Downtown Detroit aus, spaziere los und komme zunächst am besonders auffälligen Comerica Park vorbei, dem Baseballstadion der „Tigers“, und suche dann hungrig eine der empfohlenen Restaurants auf. Neben einem guten Burger lasse ich mir auch eine Spezialität des Hauses schmecken: Macaroni and cheese, dazu Fritten – lecker! Bei der Gelegenheit probiere ich auch ein hier in der Nähe gebrautes Bier, das es sogar alkoholfrei gibt – für mich ein kleines Wunder hier in den USA!

Frisch gestärkt geht es für mich weiter zum Aretha Franklin Amphitheatre direkt am Detroit River, wo es an diesem Abend ein Konzert der berühmten britischen Reggae-Band UB40 gibt. Zu Fuß geht es vorher noch durch den William G. Milliken State Park, immer am Ufer entlang, was mich schon in die passende Stimmung bringt – und den Jetlag erst mal zur Seite schiebt. Mein Platz vor der Open-Air-Bühne ist toll, die Band hat ihr Publikum fest im Griff. Vor der untergehenden Sonne, dem Fluss und den dort ankernden Schiffen ergibt sich eine malerische Kulisse. Das Areal hat mit seinem Mix aus Grünflächen und Wasser das Zeug dazu, mein erster Insidertipp zu werden, zumal hier zahllose amerikanische Soul-Größen im Sommer Konzerte geben. Wow! Hundemüde lasse ich danach diesen besonderen Tag gemütlich im Hotel ausklingen.

Erholung im River Park, Spannung im Heidelberg Project

Der erste ganze Tag beginnt für mich mit einer Stippvisite im Cannelle Detroit, wo ich einen Kaffee trinke und mich mit Croissants stärke. Kurz darauf kommt Kim von Destination Detroit Tours, um mich zusammen mit einer Gruppe abzuholen. Bei dieser Stadtrundfahrt geht es vor allem um die Geschichte als Metropole des Automobilbaus. Wir kommen auch an der Zufahrt des eineinhalb Kilometer langen Windsor-Detroit Tunnel vorbei, der zur anderen Seite des Flusses, in die kanadische Stadt Windsor führt. Gleich daneben befindet sich die 1931 eröffnete Ambassador Bridge, die heute als verkehrsreichster Übergang zwischen Kanada und den USA gilt. Am Rennaissance Center, das aus vier 160 Meter hohen Gebäuden und einem 221 Meter in die Höhe ragenden Wolkenkratzer besteht, gibt es die erste Pause. In diesen Hochhäusern befindet sich unter anderem der Sitz des Autoherstellers General Motors. Dieser wuchtige Gebäudekomplex bietet sich vom River Park aus als Kulisse für eindrucksvolle Fotos an. Die Grünflächen am Ufer des Flusses eignen sich ebenso zum Radfahren und Joggen wie auch für Yoga-Übungen und Spaß mit der ganzen Familie. Als es um die Neugestaltung des Uferstreifens ging, entschied sich Detroit – anders als Windsor nebenan in Kanada – dafür, ihn nicht zu bebauen. Hier kann man stattdessen seine Freizeit verbringen und hat dabei einen Blick auf den Fluss.

Die Neugestaltung dieser Flächen mit modernen Sportangeboten und kleinen Restaurants finde ich sehr gut gelungen.
Kim bringt uns nach der Pause zum Heidelberg Project, hier soll Kunst zu erleben sein, die der Gegend neue Kraft verleiht. Ich staune darüber, wie man Unrat verschiedenster Art eine besondere Botschaft anheften kann. Schon seit 1986, damals startete der Künstler Tyree Guyton dieses Vorhaben, wird an diesem außergewöhnlichen Projekt gewerkelt, es befindet sich also im ständigen Wandel. Was hier zu sehen ist, gilt als „Zeichen für den Zeitdruck“, es geht darum, große Fragen aufzuwerfen: „Was  für eine Zeit ist es gerade für dich?“ und „Welche Zeit ist es vielleicht gerade für denjenigen, der mit dir diese Stätte besucht?“ Im Mittelpunkt steht hier die Tatsache, dass es im selben Moment unzählige Personen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen gibt. Die Vielfalt wird auch mit unzählig vielen Schuhen dargestellt, die hier auf dem Gelände zu entdecken sind. Das soll zeigen, dass jeder von uns anders ist – ob es das Alter, das Geschlecht oder die Kultur betrifft, in der wir leben. Um diesen besonderen Ort kennenzulernen, solle man sich mindestens eine Stunde Zeit nehmen, so viele Kleinigkeiten zum Entdecken, Staunen und Fotografieren gibt es hier.

Die Stadt der Vinyl-Kultur

Die Rundfahrt mit Kim geht weiter und zeigt verschiedene Viertel und mehrere Sehenswürdigkeiten, die ich mir für meinen nächsten Besuch merken werde. Dazu zählt das Charles H. Wright Museum of African American History, das einem die afroamerikanische Kultur näherbringt. Hier wurde im Jahr 2018 Aretha Franklin vor ihrer Bestattung für das Abschiednehmen der Bevölkerung aufgebahrt. Das Museum wurde 1965 gegründet und beherbergt rund 35.000 Ausstellungsstücke. Ein ganz anderes Bild der Stadt zeigt die Canfield Street, wo sich die Luxusmarke „Shinola“ und seit 2015 auch ein Sitz der Plattenfirma „Third Man Records“ befinden. „Shinola“ steht in Detroit für eine aufstrebende Designer-Kultur und produziert sowohl Uhren und Fahrräder wie auch verschiedene Lederwaren und Accessoires. Im Stadtzentrum ist ebenfalls das Shinola Hotel zu finden, ein weiterer Inbegriff für Stil und Moderne – und ein ständig beliebter werdender Hotspots der Stadt. Third Man Records wurde 2001 von Jack White, dem ehemaligen Sänger der White Stripes, gegründet und ist heute ein innovatives Musiklabel, bei dem es vor allem um die Wiederauferstehung der Vinyl-Kultur geht.

Man findet hier Schallplatten und CDs aller gängigen Genres lokaler Größen, von Motown über Techno bis hin zu Hip-Hop, und kann in der Werkstatt dabei zuschauen, wie Vinylplatten gepresst werden. Es werden auch Führungen durch diese Werkstatt angeboten. Für Musikbegeisterte wie mich ist es hier echt spannend!

Zum Abschluss der kurzweiligen und charmant moderierten Tour zeigt uns Kim noch ihre Lieblingsplätze zum Essen, die unmittelbar an die „Mural-Szene“ angrenzen. Murals, das sind kunstvoll gestaltete Wandmalereien, die in der Innenstadt mit Motiven wie Stevie Wonder oder Aretha Franklin ihren Anfang nahmen. Heute sind die Kunstwerke oft mit politischen und gesellschaftlichen Botschaften versehen. Diese Kunstform schafft es, aus jungen Leuten erfolgreich Künstler zu machen. Ein Umstand, der mich sicherlich auch bei meinem nächsten Programmpunkt bestimmt begeistern wird.

Kunstvoll: der Eastern Market und das Detroit Institute of Arts

Am Eastern Market tauche ich in die Graffiti-Szene ein. Der Guide Jason nimmt mich zusammen mit der Gruppe in Empfang und lässt unseren längeren Rundgang beginnen, um uns die Werke im und rund um den Markt zu zeigen. Kaum hat Jason angefangen, schon fühle ich mich angesteckt von seiner Begeisterung für diese Art der Kunst. Er hat eine besondere Begabung, von den Malereien und den Künstlern dahinter zu berichten, sodass dieser Trip mein ganz persönlicher Insidertipp meines Detroit-Wochenendes ist! Abgerundet wird die schöne Führung auf dem Eastern Market selbst, wo in Bert’s Warehouse gerade eine improvisierte Karaoke-Show mit Motown-Songs stattfindet. Manche der „Künstler“ nehmen es dabei mit den Tönen am Samstagmittag nicht ganz so genau, während andere bis zur Perücke so perfekt in ihre Rollen geschlüpft sind, dass ich nur staunen kann.
Erholung nach diesem aufregenden Vormittag verschafft mir die großartige Pizza bei Supino am Rande des Marktes. Diese Pizzeria finde ich deshalb genial, weil hier den gesamten Tag lang Motown-Klassiker gespielt werden, die sehr schwungvoll und lebhaft das vermitteln, wofür Detroit steht. 

Ich schnippe mit den Fingern, summe vor mich hin und lasse so die Wartezeit wie im Flug vergehen – schon genieße ich meine Pizza, die traumhaft gut schmeckt. Das hausgemachte Dessert aus Vanillecreme und Zimtbiskuit ist der krönende Abschluss der ersten Hälfte des Tages!

Das Detroit Institute of Arts ist für mich das richtige Ziel, den Nachmittag beginnen zu lassen. Es wird zu Recht als eines der wichtigsten Kunstmuseen der USA gesehen. Malereien und Kunstwerke, Kleidungsstücke und Gegenstände aus allen Epochen bis zur Neuzeit wurden hier zusammengetragen. Es ist unmöglich, alles während nur eines Besuchs zu erfassen, und ich kann nicht einmal so genau beschreiben, was ich alles gesehen habe. Es ist einfach beeindruckend! Hier wird jeder Kunstliebhaber seinen Spaß haben. Mich fesselt vor allem die moderne Kunst. Es gibt eine Vielzahl an Exponaten aus den verschiedensten Zeitaltern zu sehen, aber auch die Kunststätte als solche fasziniert mich.

Im Fox Theatre mit Bryan Ferry auf eine Zeitreise gehen

Der Abend beginnt in einer ganz besonderen Gaststätte: bei Wright & Company an der Woodward Avenue, unmittelbar vor meinem Hotel. Dieses Restaurant liegt in der ersten Etage eines Kaufhauses und bietet einen tollen Blick auf Detroits Hauptstraße. Über dem Tresen hängt ein opulentes Gemälde, das sich der Seefahrt widmet. Zum Essen stehen zahlreiche Hauptgerichte zur Wahl, die als Tapas gereicht werden. Für mich reichen jeweils zwei kleine Portionen aus, so kann ich sehr gut viele verschiedene Gerichte probieren. Ich finde es hier äußerst lecker, aber was mir zum Abschluss fehlt: ein Espresso.
Nach dem Abendessen spaziere ich die Woodward Avenue entlang und erreiche kurze Zeit später das beeindruckende Fox Theatre. An einer Besichtigung dieses magischen Ortes sollte man unbedingt teilnehmen, die Kulisse für Konzerte ist hier wirklich umwerfend.

Bryan Ferry bringt den Saal jetzt musikalisch in die 1980er-Jahre, die Zeit seiner Band Roxy Music. Auch Songs seiner Solokarriere sind zu hören. Auf diesen Abend schienen, dem „Begeisterungsgrad“ nach zu urteilen, viele Detroiter sehnsüchtig gewartet zu haben. Der Akzent einiger der Besucher lässt mich vermuten, dass auch etliche Briten und damit Landsleute des Sängers zu Gast sind. Ferry wird geradezu frenetisch angefeuert und dem Theater wie auch dem Künstler so ein erfolgreicher Abend beschert. 

Mit einem Drink in der Lobby des Hotels lasse ich zusammen mit den anderen diesen Tag ausklingen. Aber nicht zu spät, denn ich weiß bereits, was morgen früh als erster Punkt auf dem Programm steht …

Erst mit dem Kajak vor Belle Isle, dann zu Besuch bei Henry Ford

Der neue Tag beginnt schon am frühen Morgen mit einer Kajaktour. Auf der Insel im Detroit River – im Belle Isle Park – hat man einen faszinierenden Blick auf beide Seiten des Ufers, sieht sowohl Kanada als auch die USA. Die Grenze verläuft genau durch den Fluss, sodass man die Tour als „Grenztourismus“ bezeichnen könnte – je nachdem, wie weit man abdriftet. Man kann, wie der Guide Tiffany erklärt, die Insel in etwa drei Stunden umrunden, ich nehme aber eine kürzere Variante und paddel nur eine Stunde am Ufer entlang. Der andere Teil der Gruppe umrundet Belle Isle und zeigt sich am Ende etwas erschöpft, ist aber schwer begeistert. Es wird übrigens auch eine Tour angeboten, bei der man am Abend der untergehenden Sonne entgegenpaddelt. Der Ausflug auf die Belle Isle ist für mich ein Highlight der Reise. Hier gibt es mehrere Parks, ein schönes, bereits 1904 eröffnetes Aquarium und einen malerischen Hafen mit vielen Booten des hiesigen Jachtklub. So einen erstklassigen Panoramablick auf die Stadt hat man nirgendwo anders. 

An diesem Nachmittag steht ein „Museums-Marathon“ an. Angesichts der deutlich zu spürenden hohen Temperaturen ist das eine kleine Herausforderung, was die Museen mit ihren Ausstellungen aber mehr als wettmachen werden. Den Auftakt gibt es in Greenfield Village, dem ältesten Freilichtmuseum der USA. Eröffnet wurde es schon Ende der 1920er-Jahre und dient dazu, vor allem die Arbeiten der damaligen Zeit zu dokumentieren.

Auch heute sieht man hier noch die Wirkungsstätten und Wohnhäuser der Erfinder und Entwickler, die damals die ersten Automobile und Flugzeuge zum Leben erweckten. Vieles dreht sich um die Ära Henry Fords, es gibt faszinierende Einblicke in das Familienleben der damaligen Epoche. Dieses Museum ist wirklich vielseitig, weil man in eine andere Rolle schlüpft und durch die Anlage flaniert. Oder man nimmt einfach die historische Eisenbahn und umrundet das Gelände stilgerecht. Um dieses Museum in Ruhe zu erkunden und viel für sich zu entdecken, sollte man dafür am besten einen ganzen Tag reservieren.

Ein paar Schritte weiter, schon bin ich im Henry Ford Museum, wo Autos, Flugzeuge und weitere Erfindungen aus allen denkbaren Epochen zusammengetragen wurden. Ganz besondere Stücke der Sammlung sind mehrere Karossen der ehemaligen US-Präsidenten, darunter die Wagen, die bei den Attentaten auf John F. Kennedy und Ronald Reagan eine Rolle spielten. Das Museum ist richtig vielseitig und bietet einen sehr interessanten Blick in die Geschichte der verschiedenen Fortbewegungsmittel. Das Museum beeindruckt mich trotz der so umfangreichen Bandbreite an Exponaten durch seine Weitläufigkeit und die Gelegenheit, inmitten der Ausstellung zur Ruhe zu kommen und alles auf sich wirken zu lassen. Auch hier bekomme ich in der kurzen Zeit lediglich einen kleinen Überblick und sehe nur die wichtigsten Ausstellungsstücke, denn auf dem Programm steht noch der Geburtsort des Motown-Sounds.

Motown-Musik und Detroit Techno

Für mich als Musikverrückter ist es ein Muss, zum Abschluss das Motown Museum zu besuchen. Dort werde ich gleich mit lauter Motown-Musik vor dem Haus begrüßt, denn eine junge Gruppe Vokalisten singt Klassiker nach, lässt jeden mitschnippsen und verbreitet eine relaxte Stimmung. Das heutige Museum war ursprünglich der Wohnort des Gründers, Berry Gordy und beheimatete das originale Studio A. Bei der Besichtigung erfährt man mehr über die Geschichte dieses Labels, das in voller Länge Motown Record Company heißt. Produziert wurde in den Motown Recording Studios von 1959 bis 1973. Um die einzelnen Künstler von damals und heute, wie Marvin Gaye, Diana Ross, die Supremes, Stevie Wonder oder die Four Tops, geht es hier bedauerlicherweise nicht – deren Klänge habe ich aber trotzdem im Ohr. Stattdessen stehen hier die Entwicklung des Labels und die Person Barry Gordy im Vordergrund. Das führt aber zu keinem Abbruch des magischen Flairs, denn ich singe in den Studios einfach selbst „My girl“ und bekomme so einen ganz eigenen Eindruck des typischen Sounds. Eine Besichtigung kann ich sehr empfehlen, denn auch der Guide Jordan verbreitet mit seiner ansteckenden guten Laune eine tolle Stimmung, was auch Motown selbst hier über Jahrzehnte ausmachte. 

Am Ende der Tour ertappe ich mich jedenfalls dabei, die Songs im Kopf zu haben, die ich heute Abend im Hotel noch mal über mein Handy hören werde.

Neben Motown steht auch der Detroit Techno für die Stadt, der vom DJ Kevin Saunderson Ende der 1980er-Jahre ins Leben gerufen wurde. Damit verbinde ich meine Teenagerzeit, in der Bands wie Inner City ihre Hits landeten, etwa „Big Fun“ und „Good Life“. Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich drei Jahrzehnte später diese Stadt selbst erleben und dieses Flair spüren würde, während ich die Songs abends in einer Bar hört, hätte ich wohl ziemlich gestaunt – das hat schon was!

Am Abend gibt es noch ein kulinarisches Highlight: die Mootz Pizzeria. In diesem lässigen Restaurant isst man bei cooler Chill-out-Musik die besten Pizzen der Stadt, und das bis tief in die Nacht. Mal sehen, wie lange ich meine Augen noch offenhalten kann …

Die Z Parking Garage: Kunst im Parkhaus

Zum Frühstücken geht es heute in den Dime Store im Zentrum der Stadt, wo es mir so vorkommt, als würde die gesamte arbeitende Bevölkerung auf dem Weg ins Büro hier noch schnell einen Sandwich oder ein Omelette schnabulieren. Ich finde, die Gerichte sind sehr lecker und das Publikum ganz sympathisch.

Bevor die Rückreise beginnt, bieten sich noch zwei Stippvisiten an. So lasse ich mir die Galerie Library Street Collective mit ihren zahlreichen Werken zeitgenössischer Kunst nicht entgehen. Auch wenn sie gerade geschlossen hat und ich sie nur von außen anschauen kann, beim Blick durch die Fenster weiß ich, wo ich das nächste Mal einen längeren Stopp einlegen werde. Hier gibt es sehr moderne, wechselnde Ausstellungen, aber auch in der ganzen Stadt werden Kunstwerke im Freien und in sowie an Bürogebäuden präsentiert. Dieses Museum hatte ich mir schon einige Wochen vor meiner Reise herausgesucht, aber da es in Detroit so viel zu entdecken gibt, werde ich diese Notiz bis zum nächsten Mal aufbewahren.

Nur wenige Schritte weiter befindet sich mit der Z Parking Garage eines der besagten rund um die Galerie verteilten Exponate – dieses möchte ich mir nicht entgehen lassen und schaue es mir zumindest kurz an. In diesem Parkhaus ganz in der Nähe des Hotels gibt es auf jeder der zehn Etagen Malereien verschiedener Street-Art-Künstler. So bietet dieses Gebäude nicht nur Stellplätze, sondern sorgt zugleich für eine einzigartige Atmosphäre. Dieses Projekt finde ich richtig spannend, zumal man vom obersten Parkdeck aus einen faszinierenden – und für mich auch vorerst letzten – Blick auf Detroit hat. Rund um das Parkhaus sind noch weitere Gemälde an den Hauswänden zu sehen, die diesen Komplex für mich zu einem coolen urbanen Ort machen. Hier ist auch die Hoffnung zu spüren, dass gerade die jungen Kunstschaffenden diese Stadt für sich entdecken und ausleben können, was der Stadt wiederum einen sehr modernen, in die Zukunft gerichteten Sinn gibt.

Die schönsten Eindrücke meiner Reise

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