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Von Toronto nach Montréal: Ostkanada im WM-Sommer 

CANUSA unterwegs: Katharina und Marten besuchen Ostkanada im Sommer 2026, erleben ein WM-Spiel live und genießen die Städte und Natur

Das Stadion bebt. Um uns herum 40.000 Menschen, Fahnen, Lärm, pure Energie. Und dann – Tor! Deutschland trifft zum 2:1 gegen die Elfenbeinküste. Wir fallen uns in die Arme und realisieren in diesem Moment: Wir befinden uns gerade nicht nur im Urlaub – wir sind mittendrin in der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 – in Toronto in Kanada!

Aber von Anfang an: Ich bin Katharina, Product Managerin bei CANUSA in Hamburg – und zusammen mit meinem Partner Marten habe ich mir diesen Juni etwas Besonderes vorgenommen. Zwei Wochen Ostkanada: Toronto, der Algonquin Provincial Park, Prince Edward County, die 1000 Islands, Ottawa und Montréal. Und weil 2026 die Sport-Welt nach Nordamerika schaut, haben wir kurzerhand entschieden, WM-Tickets zu organisieren und das mal live zu erleben.

Karte
Katharina Wiese
„Wir haben Tickets für Deutschlands Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste. Die Atmosphäre ist unbeschreiblich: Das Stadion ist voll, die Fans lautstark und Deutschland gewinnt 2:1. Yay!“
Katharina Wiese

Product Managerin bei CANUSA in Hamburg

Der Flug von Hamburg über Frankfurt nach Toronto verläuft unkompliziert – nach knapp acht Stunden über dem Atlantik öffnet sich die Kabinentür und uns begrüßt ein herrlich warmer nordamerikanischer Sommer. 

Unser Hotel für die ersten drei Nächte liegt nicht im Gewusel von Downtown, sondern etwas nördlicher im schicken Viertel Yorkville: das Yorkville Sonesta Hotel. Eine tolle Lage! Wir übernachten in einem Deluxe King Room. Das Zimmer ist hochwertig und sehr geräumig. Den ersten Abend verbringen wir bei MIZNON – einem Restaurant, das wir schon aus New York kennen. Ein guter Einstieg, wenn man noch etwas mit dem Jetlag zu kämpfen hat.

Toronto Sightseeing 

Der erste Tag in Toronto beginnt mit einem Kaffee im Carbonic Coffee. Danach laufen wir in den Kensington Market: ein Viertel, das sich schwer beschreiben, aber leicht lieben lässt. Hier wimmelt es vor Vintage-Läden, internationaler Küche und Straßenkunst.

Vom Markt schlendern wir zum Tiki Taxi: einem fröhlichen kleinen Wassertaxi-Service, der uns zu den Toronto Islands schippert. Sollte gerade kein Taxi am Kai liegen, kann man es einfach per Telefon rufen. 

Auf den Inseln mieten wir uns City Bikes und radeln eine Stunde durchs Grüne und genießen die Ruhe und die Ausblicke auf die Skyline Torontos, die in der Sonne glänzt.

Zurück an Land gönnen wir uns einen Matcha und stöbern nach Vintage-Schätzen. Am Abend wartet dann das kulinarische Highlight unserer Reise auf uns: das Prime Seafood Palace Restaurant von YouTube-Kochstar Matty Matheson. Für uns eines der besten Restaurants in Toronto – entsprechend gehoben sind allerdings auch die Preise.

Kensington Market im Künstlerviertel in Toronto
The Long Walk to Equality – der längste Regenbogenweg der Welt auf den Toronto Islands

das ultimative WM-Erlebnis

Der nächste Morgen beginnt mit einem Frühstück im The Brick Room Cafe, bevor es weiter zum St. Lawrence Market geht – einem der ältesten Märkte Kanadas. Zwischen kleinen Ständen und viel Lokalkolorit lässt sich das authentische Toronto besonders gut erleben.

Danach gehen wir noch mal kurz ins Hotel, um uns fürs Stadion umzuziehen. Wir sind schon ganz aufgeregt! Wir haben Tickets für das BMO Field für Deutschlands Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste. 

Die Atmosphäre vor, während und nach dem Spiel ist unbeschreiblich: Das Stadion ist voll, die Fans lautstark und Deutschland gewinnt 2:1. Yay! Noch lange nach dem Schlusspfiff liegt diese besondere Energie in der Luft. Es ist einer dieser Abende, an denen Ergebnis, Stimmung und gemeinsames Mitfiebern zu einem Erlebnis werden, das weit über das Spiel hinausgeht.

Nach dem Spiel radeln wir durch jubelnde Massen entlang der Promenade und landen im Distillery District – einem ehemaligen Industriegelände aus Backstein, heute voller Brauereien und Galerien. Abends essen wir im  Mill Street Brewpub, einem klassischen Pub mit leckerem Essen – genau richtig nach diesem Tag.

BMO Field Stadion Toronto für Sportfans
Distillery District in Toronto, Ontario

Natur pur: Tinyhouse im Muskoka und Wandern im Algonquin Provincial Park

Bevor wir unseren Mietwagen abholen, frühstücken wir im Tsuchi Cafe im Stadtteil Little Italy. Ich kann das japanisch-vegane Café mit seinen sagenhaft guten Tartes jedem nur empfehlen! Dann geht es nach Huntsville in der Muskoka-Region, wo wir die nächsten Tage verbringen werden.

Am nächsten Morgen fahren wir zum Westgate des Algonquin Provincial Parks und wandern den Centennial Ridges Trail – rund 10 Kilometer mit traumhaften Ausblicken auf endlose Wälder und Seen. Unterwegs begegnen wir kaum anderen Wanderern und genießen die Ruhe. Wichtig: Mückenspray unbedingt einpacken – die kanadischen Mücken sind sehr motiviert.

Den zweiten Tag im Algonquin Provincial Park verbringen wir vormittags am Canoe Lake. Beim Portage Store mieten wir uns ein Kanu und paddeln ein paar Stunden auf dem spiegelglatten Wasser. Auch wenn wir an diesem Tag keine Wildtiere am Ufer erspähen, genießen wir diesen Ausflug sehr.

Wanderung durch den Algonquin Provinvial Park in Ontario
Kanuverleih im Algonquin Provincial Park in Ontario

Prince Edward County: Sanddünen und Ontarios bester Wein

Von Algonquin fahren wir südwärts nach Picton in Prince Edward County und checken direkt in eine weitere schöne Unterkunft ein: das June Motel.

Was als klassisches Roadside Motel begann, wurde von zwei Freundinnen aufwändig renoviert und in ein pastellfarbenes, modernes Kleinod verwandelt – es gibt sogar eine Netflix-Doku darüber: Motel Makeover. Unser Zimmer hat direkten Blick auf den Lake Ontario, ist großzügig eingerichtet. Abends sitzen wir am Fire Pit vor dem Hotel und genießen selbst gemachte S'mores. Kostenlose Fahrräder stehen ebenfalls bereit; alternativ ist man mit dem Auto in 5 Minuten in der Stadt.

Tags darauf steht vormittags der Sandbanks Provincial Park mit imposanten Sanddünen und einem Naturbadestrand direkt am See auf dem Programm. 

Am Nachmittag wartet dann eines unserer persönlichen Highlights: das Weingut Norman Hardie Winery in Wellington. Zu unserem Winetasting bekommen wir eine unglaublich leckere Pizza, eine fantastische hausgebeizte Lachsforelle und ganz frische Austern serviert. Aus einem „schnellen“ Abendessen wird ein langer Abend. Und wir stellen fest: Prince Edward County ist definitiv ein Ort, an den wir zurückkehren werden!

Dunes Beach im Sandbanks Provincial Park in Prince Edward County in Ontario
Weinprobe mit Snacks in der Norman Hardie Winery in Wellington in Prince Edward County

Kingston, 1000 Islands und ein spontaner Tag in Ottawa

Auf unserem Weg nach Rockport machen wir in Kingston, der einstigen Hauptstadt Kanadas, einen Zwischenstopp zum Mittagessen im Cambodian Village Restaurant, einem lokalen Geheimtipp mit sehr leckerer Thai- und kambodschanischer Küche. 

In Rockport an den 1000 Islands checken wir im Boathouse Inn direkt am Hafen ein. Das ist ganz praktisch, denn wir haben am nächsten Morgen eine Bootstour mit der Rockport Boat Line gebucht. Auf der zweistündigen Fahrt zum Boldt Castle überqueren wir mitten auf dem Sankt-Lorenz-Strom kurz die natürliche Grenze zu den USA. 

Der Ausflug ist sehr kurzweilig, der Kapitän kennt Hunderte Geschichten und man könnte ihm stundenlang zuhören.

Um 13 Uhr zurück an Land beschließen wir spontan noch einen kurzen Abstecher in die nur eineinhalb Stunden entfernte Hauptstadt Ottawa zu machen. Dort schlendern wir über den Byward Market, stöbern auf einem Flohmarkt und in ein paar Boutiquen in Wellington West, bevor es nach einem leckeren Abendessen wieder zurück nach Rockport geht.

Bootstour durch den Sankt Lorenz Strom mit 1000 Islands
Bootstour mit 1000 Islands im Sankt Lorenz Strom

Die wunderschöne Altstadt von Montréal

Die letzte große Station unserer Reise ist Montréal. Auf dem Weg legen wir einen Frühstücks-Stopp in Brockville ein und machen einen kleinen Umweg über den Long Sault Parkway – eine malerische Straße, die sich über zahlreiche Inseln schlängelt – vorbei an Stränden, Campingplätzen und jeder Menge Wasser.

In Montréal checken wir im SENS HØTEL ein, das fußläufig zum Parc du Mont-Royal und zur Innenstadt liegt. Unseren Mietwagen geben wir beim Valet-Parking ab und erkunden Montréal die nächsten Tage per Uber, zu Fuß und mit den Bixi Bikes. 

Am ersten Tag statten wir zunächst in der historischen Altstadt Le Vieux-Montréal einen Besuch ab – hier ist es beeindruckend, aber auch schon sehr touristisch. 

Am Abend haben wir dann richtig Glück: Genau während unseres Aufenthalts findet das Montréal Jazz Festival statt. Im Quartier des Spectacles erleben wir Kamasi Washington live – unter freiem Himmel, kostenlos und mit einer tollen Atmosphäre!

Schöne Altstadt in Montreal
La Grande-Roue de Montreal – das höchste Riesenrad in ganz Kanada

Herrliche Ausblicke vom Mont Royal und zur Stärkung ein Fairmount Bagle

An unserem Vorletzten Tag machen wir eine kleine Wanderung durch den Parc du Mont-Royal mit einem herrlichen Ausblick über ganz Montéal und schlendern danach hinunter nach Mile End  wo uns eine entspannte Atmosphäre, schöne Läden und das legendäre Fairmount Bagel erwarten. 

Den Abend verbringen wir im Café Central, wo wir das WM-Spiel Deutschland gegen Paraguay verfolgen. Das Turnier endet für Deutschland leider früher als gehofft – zum Glück sorgen die hervorragenden Sardinen und ein richtig guter Salat dafür, dass die Stimmung nicht komplett kippt. Danach heißt es: Koffer packen.

Katharina genießt den Ausblick vom Mont Royal in Montreal
Leckere Bagel in der Bagelbäckerei Fairmount Bagel Montreal

Ein letzter Zwischenstopp in Toronto bevor es nach Hause geht

Am Abreisetag geben wir unseren Mietwagen zurück und fliegen zunächst nach Toronto, wo wir noch mal acht Stunden Aufenthalt haben, die wir auch ausgiebig für einen letzten Bummel und klassische Poutine zum Abschied nutzen, bevor wir uns endgültig von Kanada verabschieden müssen und den Rückflug nach Deutschland antreten.

Was uns neben den vielen Sehenswürdigkeiten der Reise sehr gut in Erinnerung bleibt, ist  die Freundlichkeit der Kanadier. Überall wurden wir herzlich empfangen, kamen ins Gespräch und fühlten uns sehr willkommen. Wir kommen wieder. Ganz sicher.

Blick auf den CN Tower in Toronto
Großes chinesisches Viertel Toronto Chinatown Spadina Avenue

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