Ein Best Time RV Jeep vor dem Chief Mountain in Montana

Mit dem Jeep durch Westkanada und den Yellowstone

CANUSA unterwegs: Daniela Steenken auf Sommertour

Im Juli startet endlich meine langersehnte Reise nach Nordamerika. Für mich ist eines klar – der Weg ist das Ziel! Zusammen mit meinem Freund Chris bin ich gedanklich schon auf reisen: In Calgary dreht sich alles um das Thema Rodeo, dann geht es mit dem Jeep in den Waterton Lakes National Park und in den Glacier National Park, wo wir auch offroad unterwegs sind. Der Höhepunkt meines Urlaubs ist der berühmte Yellowstone National Park – die Vorfreude ist groß auf Bisons, Geysire und mehr! Danach wollen wir durch den Olympic National Park, anschließend hinüber nach Vancouver Island und zum Schluss in die faszinierende Metropole Vancouver. Ich freue mich schon auf die unterschiedlichen Landschaften, die in Kanada und den USA auf mich warten.

Eine CANUSA Unterwegs Karte von Calgary nach Vancouver
CANUSA Mitarbeiterin Daniela Steenken
„Ab und an kommt uns ein Auto entgegen, ansonsten sind wir gefühlt ganz allein in der Natur. Wenn man mit einem Offroadfahrzeug unterwegs ist, lohnt sich die Fahrt entlang dieser Piste allemal.“
Daniela Steenken

Systementwicklerin bei CANUSA in Hamburg

Daniela Steenken

Systementwicklerin bei CANUSA in Hamburg

Zum Rodeo nach Calgary

Die Reise beginnt gleich mit einem ganz besonderen Erlebnis für mich. Ein lang gehegter Wunsch von mir ist es, die Calgary Stampede einmal live zu erleben, „The Greatest Outdoor Show on Earth“. Das berühmte Happening in Calgary bietet jährlich das größte Rodeo in ganz Kanada und ist für mich als Westernreiterin ein absolutes Muss! Wir machen uns gleich am ersten Tag auf den Weg zu diesem wirklich riesigen Gelände. Ich bin gleich vom ersten Eindruck mehr als begeistert – die Leute sind überall mit Cowboyhüten und Westernstiefeln unterwegs, ich bin mitten im Western-Feeling! Wer den Rummel mag, sollte sich unbedingt an einem der zahlreichen Stände etwas zu essen gönnen oder die Fahrgeschäfte ausprobieren. Wir lassen es lieber ruhiger angehen und begeben uns zu unseren Plätzen für das Rodeo an diesem Nachmittag. Die Show beginnt mit einem wahnsinnigen Auftritt: Mehrere Reiter mit Fahnen preschen durch die Halle, Feuer schießt aus den Kanonen und der Moderator animiert die zahlreich erschienen Zuschauer.

Schon tobt die Menge! Dann beginnt das Rodeo: Es warten viele verschiedene Disziplinen auf die Teilnehmer. Vom Steer Wrestling über Saddle Bronc Competitions und Barrel Racing bis hin zu der Disziplin, auf die alle warten: Bull Riding, also Bullenreiten. Die Spannung liegt in der Luft, alle sitzen gebannt auf ihren Plätzen, auf den Tribünen ist es ganz still. Nach und nach treten Reiter und Bullen – nach dem Zufallsprinzip gepaart – in Aktion. Jeder Reiter muss sich mindestens acht Sekunden auf dem Sattel halten und dabei auch auf seine Haltung achten, denn dafür gibt es zusätzliche Punkte. Ich fiebere bei jedem Cowboy mit, ob er denn auch die acht Sekunden schafft ... Ein spannendes zweistündiges Spektakel! Auch für Laien des Rodeos ist die 10-tägige Stampede sehr zu empfehlen, da der Sprecher vor jeder Disziplin die Regeln genau erklärt. Zur späteren Stunde findet dann noch eine Abendveranstaltung statt, welche wir uns aber nicht mehr anschauen, da wir nur wegen des Rodeos gekommen sind. Wir verabschieden uns vorher voller neuer Eindrücke.

Unser Jeep und ein Grizzly

Dann steht er schon bereit, der für uns reservierte Jeep HighRoller von Best Time RV. Zusammen mit Chris habe ich mich schon die ganze Zeit auf diesen besonderen Jeep gefreut, denn so ein Fahrzeug steht aus meiner Sicht für: Abenteuer pur! An der Station wird uns das Fahrzeug erklärt, und schon kurze Zeit später befinden wir uns auf dem Weg in die Rocky Mountains

Wer zum ersten Mal in seinem Leben die Rockies erblickt, der ist schnell verliebt. Die Natur ist einfach atemberaubend schön mit ihren endlosen Wäldern, schneebedeckten Bergen und klaren, türkisfarbenen Seen. Für die erste Nacht haben wir einen Stellplatz auf dem Two Jack Main Campground mitten im Wald reserviert. Nachdem wir in Calgary noch Stadtluft geschnuppert haben, können wir hier die frische Bergluft genießen. Und hier haben wir auch schon unser erstes Wildlife-Erlebnis: Wir haben uns überlegt gleich noch zum Two Jack Lake zu laufen und dort den Abend ausklingen zu lassen. Der See befindet sich genau auf der anderen Straßenseite, weshalb wir nicht lange gehen müssen. Als wir fast das Ende des Campingplatzes erreicht haben, spricht mich eine Dame aus ihrem Auto auf Deutsch an: „Ihr müsst aufpassen, da vorne ist ein Grizzly!“ 

 Nun ja, denke ich mir, der wird wohl nicht so nah sein. Aber dann sehe ich ihn zwanzig Meter entfernt, wie er gerade den Baum hochklettert. Ich habe bereits die Hand am Türgriff des Autos von der netten Damen, um schnell einsteigen zu können, während mein Freund noch seelenruhig die Kamera aus dem Rucksack holt. Kurz darauf kommt auch schon ein Mitarbeiter des Campingplatzes, der den Grizzly seines Platzes "verweist". Mit so einer Begegnung hatte ich so schnell gar nicht gerechnet – besonders nicht auf einem Campingplatz. Die Geschichte endet damit, dass wir dann doch lieber den Jeep benutzen, um zum See zu fahren – sicher ist sicher.

Am späten Abend bauen wir das erste Mal unser Zelt auf und bekommen dabei gleich neidische Blicke der Nachbarschaft zugeworfen, denn mit nur drei Handgriffen steht das Dachzelt, während unsere Nachbarn noch die Stangen sortieren ... Das Zelt finde ich überraschend groß, und selbst mit meinem knapp zwei Meter großen Freund sehr geräumig. Inmitten des dunklen Waldes machen wir es uns richtig bequem und lassen die erste Nacht auf uns wirken.

Querfeldein unterwegs auf der Going-to-the-Sun Road

Heute beginnt die Fahrt schon früh, es geht nämlich zum Waterton Lake National Park. Allerdings nehmen wir nicht die direkte kurze Route über den Highway, sondern machen stattdessen einen schönen Umweg. Wir biegen in Canmore auf den Kananaski Wildlife Drive ab und fahren über eine Schotterpiste hinauf – wie gut, dass wir in einem Jeep sitzen! Es folgt eine Berg-und-Tal-Fahrt mit überragenden Aussichten! Ab und an kommt uns ein Auto entgegen, ansonsten sind wir gefühlt ganz allein in der Natur. Wenn man mit einem Offroadfahrzeug unterwegs ist, lohnt sich die Fahrt entlang dieser Piste allemal. Am Lower Kananaskis Lake nehmen wir dann die Ausgangsstrecke, sind also wieder auf dem Asphalt unterwegs. Am späten Nachmittag kommen wir im Waterton Lakes National Park an, bestreiten noch eine kleine Wanderung und lassen den Abend mit unseren Campingstühlen beim Sonnenuntergang am See ausklingen.

Gut ausgeschlafen steuern wir am nächsten Morgen mit unserem Jeep die Grenze der USA an. Über den Alberta Highway 6 gelangen wir zum Grenzhaus, wobei ich besser „Grenzhäuschen“ sagen sollte. 

Der Grenzübertritt dauert knapp 20 Minuten, schon können wir über den Chief Mountain Highway bis nach St. Mary fahren, dem Tor zum Glacier National Park. Hier nehmen wir natürlich gleich die Going-to-the-Sun Road, auf die wir uns schon gefreut haben. Zum Glück ist unser Jeep nicht zu groß, sodass wir hier fahren können. Und das finde ich gut, denn die Straße führt quer durch den Park und hat grandiose Blicke zu bieten! Wir fahren vorbei an vielen Seen und haben immer wieder Blumenwiesen und Bergziegen im Blick. Dabei schlängeln wir uns die Wege hinauf und auch wieder herunter – die Fahrt als solche ist schon ein Erlebnis. Immer wieder halten wir kurz an und genießen die Aussicht, kommen auch zum Lake McDonald

Unser Campingplatz für diese Nacht, der von einer sehr netten älteren Dame geführt wird, liegt in West Glacier. Während wir erst unseren Campingkocher aufbauen und dann stilecht Nudeln mit Tomatensoße zubereiten, beratschlagen wir uns, welche kleine Wanderung wir jetzt noch unternehmen und spazieren dann einfach los.

Yellowstone National Park: Geysire, Quellen und Bisons

Da es heute zum Yellowstone National Park geht, packen wir früh unsere Sachen ein, denn wir werden den ganzen Tag unterwegs sein. Zunächst vorbei an wuchtigen Bergen und witzigen Ortschaften – der Name „Hungry Horse“ gefällt mir besonders gut –, dann durch die immer flacher werdende Landschaft. Für mich ist diese Fahrt tatsächlich die schönste. Für manch einen mag es eintönig sein, stundenlang und ohne Begegnungen den Highway entlangzufahren, immer dem flachen Land folgend – aber ich liebe es! Diese Ruhe, diese Weite, diese Einsamkeit – einfach herrlich. Genau dafür steht für mich eine Reise durch Amerika. Links und rechts blühen gerade die Rapsfelder im leuchtenden Gelb, alle paar Meilen kommt eine neue Ranch mit neuen Rinderherden. 

Und dann passiert es schlagartig: solch einen Wetterumschwung habe ich noch nicht erlebt ... Der Himmel wird plötzlich schwarz, der Wind heult um unser zusammengefaltetes Dachzelt und die Stimmung wirkt geradezu elektrisch. Dann beginnt es mit den ersten Regentropfen, gefolgt von heftigem Niederschlag und Hagel. So schnell wie dieses außergewöhnliche Wetter gekommen ist, so schnell ist es auch wieder vorbei, und die Sonne scheint am Himmel, als wäre nichts geschehen. Ich finde es einfach toll, die Natur so zu erleben. 

Am frühen Abend erreichen wir West Yellowstone, wo wir einen Platz auf dem Rainbow Point Campground direkt am See reserviert haben. Wir können einfach zu unseren Platz fahren, das Zelt aufklappen und die Ruhe genießen. 

Um uns zu informieren, fahren wir am nächsten Morgen zum Visitor Center direkt am Westeingang des Nationalparks. Die Mitarbeiter sind hier sehr bemüht und geben uns Tipps, welche Wanderungen sich besonders anbieten. Wir entscheiden uns die obere Runde des Parks abzufahren. Wie schön, dass es im Park eine Hauptstraße gibt, die in Form einer großen Acht verläuft, vorbei an den Geysiren und Quellen. So verpasst man keine der Hauptattraktionen. Sie liegen meist direkt auf dem Weg und sind bequem über einen kurzen Fußweg zu erreichen. 

Dann geht es für uns über Madison weiter in Richtung Norris Geyser Basin, unsere Augen sind immer in die Ferne gerichtet, um Bären oder Bisons zu sehen. Da ich bisher noch keine so stark sprudelnden und dampfenden heißen Quellen in den unterschiedlichsten schillernden Farben gesehen habe, bin ich einfach beeindruckt. Wir nutzen den ganzen Tag, um die obere Schleife abzufahren und jeden Aussichtspunkt zu nutzen.

Staunen im Midway Geyser Basin

Den zweiten Tag nutzen wir dafür, die untere Strecke zu befahren. Wir haben einen ganz besonderen Plan: Wir möchten den Sonnenaufgang einmal in diesem Park erleben. Also klingelt der Wecker schon um vier Uhr morgens und wir versuchen im Dunkeln so leise wie möglich vom Campground zu fahren und den Park anzusteuern. Tatsächlich sind wir nicht die einzigen Frühaufsteher, die diese Idee haben, und so begegnet uns hin und wieder ein Auto. Wir erhoffen uns vom frühen Aufstehen mehr von der Tierwelt zu Gesicht zu bekommen. An einer Parkbucht mit Blick auf ein schönes Tal machen wir es uns schließlich bequem und genießen den grandiosen Sonnenaufgang. Nach dem Frühstück fahren wir weiter zu meinem Höhepunkt des Tages, zum Midway Geyser Basin mit der Grand Prismatic Spring genannten Thermalquelle.

Schon von Weitem sehe ich den aufsteigenden, irgendwie blau strahlenden Dampf. Als wir näherkommen, sehen wir den Grund für den Blauschimmer: Die Quelle sieht unwahrscheinlich blau aus, dieser Farbeffekt wird noch durch die braun-rötlich-gelben Farben der Erde hervorgehoben. Ein wahnsinniges Bild, das fast unnatürlich aussieht – dabei ist alles durch reine Natur entstanden. 

Unsere weitere Fahrt führt am Yellowstone Lake vorbei, wo wir einen der Picknickplätze nutzen, um unser Mittagessen und ein paar Sonnenstrahlen zu genießen. Am späten Nachmittag kommen wir schließlich am Hayden Valley vorbei und sehen sie endlich: unzählige Bisons! Für mich sind diese Tiere der Inbegriff des Wilden Westens, es ist einfach toll, die Herde zu beobachten.

3000 Meter Höhe und ein tapsender Schwarzbär  

An unserem letzten Tag im Yellowstone National Park wollen wir uns auf die Jagd nach Bären machen, irgendwo müssen sie ja sein. Ich habe mal gelesen, dass sich die Grizzlys vor allem rund um den Dunraven Pass wohlfühlen, also steuern wir den Parkplatz direkt am mehr als 3000 Meter hohen Mount Washburns an. Hier laufen wir ein Stück hinauf, aber kein Grizzly weit und breit in Sicht. Die Wanderung selbst finde ich aber trotzdem sehr schön, denn hier oben sind wir ziemlich allein und die Luft ist noch richtig klar, tut mir richtig gut. Im Visitor Center wurde uns noch das Lamar Valley am Osteingang empfohlen, wo man besonders gut Tiere beobachten kann. Dieses Tal ist auch an sich schon wunderschön, und während wir allein auf der Straße unterwegs sind, erspähen wir kurze zeit später eine Autoschlange: Tiere!

Wir haben Glück, ein Schwarzbär schlendert gerade gemütlich entlang der Straße. Den Jeep lassen wir stehen und laufen in Richtung des Bärs. Die Ranger sind meist schon vor Ort und passen auf, dass man nicht zu nahe an das Tier herankommt und weder das Tier noch der Mensch gefährdet wird. Der Ranger ist richtig freundlich, leiht uns sein Fernglas aus und erzählt uns spannende Geschichten über die Schwarzbären. Als der Bär von dannen trottet, steuern wir den östlich gelegenen Ausgang an. Auch hier treffen wir wieder auf große Herden von Bisons, die sich wie große schwarze Punkte in der Landschaft verteilen.

Port Angeles, unser letzter Halt im Olympic Peninsula 

Nach den vergangenen Tagen im Yellowstone National Park fahren wir mit einer Übernachtung in Spokane an die Küste, nach Kalaloch. Die Landschaft verändert sich und wird zum üppigen Regenwald mit zerklüfteten Stränden. Nach all der Bergluft finde ich es toll, auch wieder das Meer zu riechen. Der Regenwald macht seinem Namen alle Ehre – wir erleben den ersten regnerischen Tag in diesem Urlaub. Für uns geht es jetzt ins Makah Museum am Eingang des Makah Indian Reservation. Dieses Museum finde ich sehr interessant, und hier erhalten wir auch unseren Erlaubnisschein, damit wir an die Strände und zur Landspitze Cape Flattery dürfen. Sie befindet sich an der Spitze der Olympic Peninsula und bietet einen tollen Ausblick auf zerklüftete Steilfelsen und den Leuchtturm auf Tatoosh Island. Wer den Film „Twilight“ gesehen hat, wird diese Landschaft wiedererkennen. Unsere Nacht verbringen wir auf einem Stellplatz im Hobuck Beach Resort – direkt am Strand. Das tolle an so einem Dachzelt: Der erhöhte Ausblick auf den Strand und die Sterne ist grandios!

Unsere Reise geht am Morgen weiter zum Shi Shi Beach.  Hier gelangt man zu einem sechs Kilometer langen Trail, der heute eine ziemlich matschige Angelegenheit ist. Und so haben wir es uns auch verdient, den Nachmittag gemütlich am Strand zu verbringen. Hierher hat sich kaum jemand verirrt, so haben wir einen traumhaften Blick auf den Point of Arches und sehen auch eine Seerobbe samt Nachwuchs im Wasser planschen – so stelle ich mir die Nordwestküste vor. Die Nacht verbringen wir dann in Port Angeles, denn morgen geht es von hier aus mit der Black Ball Ferry in Richtung Victoria. 

Die Fahrt am frühen Morgen ist ganz unkompliziert und die Aussicht zurück auf Washington State und nach vorn auf Vancouver Island ist traumhaft schön! Der Himmel ist wunderbar klar, wir können die freie Aussicht genießen und den Wind um die Nase spüren. Oft soll man hier auf der Fährfahrt auch Wale beobachten können.

Vancouver Island, die Heimat der Orcas

Auf Vancouver Island fahren wir nach Victoria und dort zu unserem Campingplatz, dem Salish Seaside RV Haven – für mich der beste Ort der Reise. Wir haben nämlich einen Stellplatz in vorderster Reihe gebucht und einen wahnsinnigen Ausblick auf die Uferpromenade von Victoria. 

Zu Fuß gehen wir von hier aus ins Zentrum, denn wir haben heute noch eine Tour vor uns: wir wollen Wale beobachten. Bevor es auf das Boot geht, haben wir noch ein leckeres Mittagessen im Blue Crab Seafood House, das zum Coast Victoria Hotel gehört und sich direkt beim Anleger befindet. Um die Wale besonders gut beobachten zu können, haben wir ein halb überdachtes Boot gewählt, so können wir uns auf einen tollen Blick von oben freuen. Die Spannung auf dem Boot ist richtig zu spüren – alle schauen sich nach links und rechts um, ob eine Flosse zu sehen ist. Und dann sehe ich sie: Orcas!

Eine richtig tolle Erfahrung, diese schönen Tiere in freier Wildbahn zu sehen. Immer wieder tauchen sie auf und verschwinden wieder in der Tiefe. Bestimmt eine halbe Stunde schauen wir alle ganz gespannt den Tieren zu. Die Guides wissen genau, wie viel Abstand wir mit dem Boot halten müssen und erzählen uns noch interessante Details über die Herde, die wir vor uns sehen. Danach drehen wir wieder um, und als wir schon fast wieder am Hafen sind, sehen wir Scratchy. So heißt der Buckelwal, der als Jungtier von Orcas angegriffen wurde – daher auch sein Name, denn seine Schwanzflosse ist mit vielen Narben übersät. Jetzt ist er ausgewachsen, die Orcas können ihm natürlich nichts mehr anhaben. Die Schwanzflosse taucht immer wieder aus dem Wasser auf. Wir können unser Glück kaum fassen, heute Orcas und einen Buckelwal gesehen zu haben. Mit diesen tollen Erinnerungen schlafen wir am Abend mit Blick auf das Ufer ein.

Wandern auf dem Wild Pacific Trail

Der Ort Ucluelet an der Westküste von Vancouver Island ist das heutige Ziel unserer Fahrt. Genauer gesagt: Hier geht es zum Mussel Beach Campground, der etwas weiter gen Osten an der Küste liegt. Heute sind wir richtig froh, einen Jeep zu haben, denn unser Navi schickt uns fast dreißig Kilometer über eine Schotterstraße mit wuchtigen Schlaglöchern. Die Fahrt ist der Wahnsinn und der Jeep danach vor lauter Staub kaum noch zu erkennen, aber es ist sicher – die Fahrt ist für mich das absolute Abenteuer dieser Reise.

Den kommenden Tag nutzen wir, um durch die Natur zu wandern und Adler entlang des Wild Pacific Trail zu beobachten. Außerdem holen wir uns bei Tacofino in Tofino den wohl weltbesten Taco. So schlendern wir durch die kleinen und großen Gassen der Innenstadt und leihen uns danach Fahrräder aus.

Unsere letzten beiden Nächte verbringen wir in Vancouver auf dem sehr empfehlenswerten Burnaby Cariboo Campground. Es gibt Wi-Fi, viele Informationen an der Rezeption, etwa mit Hinweisen zum öffentlichen Verkehrssystem der Stadt, und sogar die Möglichkeiten, das Auto zu waschen – welche wir noch schnell nutzen. 
Da wir in Vancouver nur einen kompletten Tag haben, machen wir eine Hop-on-Hop-off-Tour, damit wir möglichst viel von der Stadt sehen können und direkt an den spannenden Punkten aussteigen können. 

Zum Abschluss unserer Reise fahren wir am Morgen zur Station von Best Time RV, um uns von unserem geliebten Jeep zu verabschieden. An diese 5227 Kilometer werde ich mich noch lange mit einem Lächeln erinnern. 
 

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