Beratungstermin
Barrierefreiheit
Datenschutzeinstellungen
Chat

Cheerleading: Vom Jubeln zum Hochleistungssport

Pompons, Stunts und Jumps: Wissenswertes über eine typisch amerikanische Tradition
Die Profi-Cheerleader der Dallas Cowboys

Die bekanntesten ihrer Branche: Nicht zuletzt aufgrund einer eigenen Doku gelten die Profi-Cheerleader der Dallas Cowboys als Superstars der Branche. 

Ob American Football, Baseball oder Basketball: Insbesondere in den USA sind Sie die Stars jeder Halbzeitpause: Die Cheerleader! Mit schweißtreibenden Performances und energetischen Anfeuerungsrufen, den sogenannten Chants oder Cheers, geben Sie alles, um ihrem Team und dem Publikum anzuheizen. Als „American Sweethearts“ sind sie fester Bestandteil der amerikanischen Popkultur und dabei selber topfitte Athleten

Wie aus simplen Anfeuerungsrufen eine eigene Profession entstand, warum in dem uramerikanischen Brauch zunächst kein Platz für Frauen war und was das Ganze mit einem ehemaligen amerikanischen Präsidenten zu tun hat, erfahren Sie im Folgenden.

Faszinierende Städte, mitreißende Matches!

Ob Football mit den Kansas City Chiefs, Basketball mit den Los Angeles Lakers oder eine Partie Baseball mit den New York Yankees: Die USA sind durch und durch sportbegeistert. Ein Match live zu erleben, ist ein tolles Erlebnis, das jede USA-Reise komplett macht und sich wunderbar mit einem Städtetrip verbinden lässt.

Atemberaubende Skyline von Los Angeles in abendliche Lichter getaucht
Die Skyline von Dallas, Texas
Nahaufnahme der Freiheitsstatue, New York
Skyline von Oklahoma City
Chicago Skyline
Copley Square
Historische Straßenbahnen in San Francisco

Von Dada zu Dance – Die Geschichte des Cheerleadings

„to Cheer“: Wo liegen die Anfänge des Cheerleadings?

 „Rah, rah, rah! Tiger, Tiger! ..." Diese etwas grotesken Worthülsen wurden Mitte der 1870er-Jahre am Rande des Football-Platzes der altehrwürdigen Universität Princeton geäußert und 1877 in einem Essay der Uni als „Cheers", also als Anfeuerungsrufe für Princetons Football- und Baseball-Mannschaften deklariert. Knapp 20 Jahre später kam es dann an der Universität Minnesota zu einem denkwürdigen Ereignis: Um sein Football-Team anzutreiben, stellte sich der junge Student Johnny Campbell kurz entschlossen mit einem Megafon bewaffnet vor das Publikum und stimmte einen berühmt gewordenen, noch heute verwendeten Cheer an: "Rah, Rah, Rah! Sku-u-mar, Hoo-Rah! Hoo-Rah! Varsity! Varsity! Minn-e-So-Tah!" Schnell schlossen sich ihm andere Fans an, ein (mehr oder minder) maßgebliches Regelwerk für den Sprechgesang wurde eingeführt: Das „Cheering“ war geboren. 

Live in Action: Die Cheerleader der Detroit Lions.

Von „Cheer“ zu „to Lead": Die Weiterentwicklung und Professionalisierung 

Schon bald reichten laute Slogans alleine nicht mehr aus, und so ergänzten ab den 1920er-Jahren zunehmend tänzerische Elemente die Auftritte. Aus den reinen Männertruppen wurden allmählich gemischte Teams, deren zunehmende Professionalisierung in der Gründung der National Cheerleaders Association (NCA) im Jahre 1940 sowie in der Ernennung der ersten professionellen NFL-Cheerleader in Baltimore 1954 mündete. 

Ab den 1970er-Jahren lässt sich dann eine Art Wettrüsten um Aufmerksamkeit beobachten: Während die Outfits der nun fast ausschließlichen weiblichen Cheerleader – der Kriegseintritt der USA 1941 hatte viele Männer an den Militärdienst gebunden und das vormals männliche Hobby zu einer Frauensache gemacht – immer knapper wurden, wurden die Choreografien immer spektakulärer: Akrobatische Elemente wurde nun ebenso ins Repertoire aufgenommen wie Elemente aus der rhythmischen Gymnastik und dem Bodenturnen.

Heute ist Cheerleading als eigene, höchst anspruchsvolle Sportart auf der ganzen Welt beliebt. Sogenannte „All Star-Teams" sind als eigenständige Vereine – unabhängig von Highschool- und Unimannschaften – aktiv. Die Besten reffen sich jährlich bei der Cheerleader Weltmeisterschaft in Orlando oder bei dem NCA & NDA College National Championship in Daytona Beach, die größte und prestigeträchtigste College-Meisterschaft für Cheerleading und Performance Cheer in den Vereinigten Staaten. Die Cheerleader der NFL-Mannschaften, wie die Dallas Cowboys Cheerleader oder die Truppe rund um die Los Angeles Rams, sind selber Stars – und haben durchaus prominente Vorbilder: So war der ehemalige US-Präsident George W. Bush während seiner Highschool-Zeit ein engagierter Cheerleader!

ABC des Cheerleadings

Jump, Base oder Motions: Was sind wichtige Grundbegriffe des Cheerleadings?

Um den Sport besser zu verstehen und auch um ein Gefühl zu kriegen, wie viel Training hinter den scheinbar mühelosen Performances steckt, sollte man einen Blick auf die wichtigsten Grundbegriffe werfen: 

  • Base: Der Träger und damit die Basis jeder Pyramide.
  • Cheer meint die klassischen Anfeuerungsrufe, mit denen das Publikum angesprochen wird. Meist kommen dabei Pompons – von Laien auch gerne als Puschel bezeichnet – Schilder oder Megafone zum Einsatz, häufig wird der Cheer direkt zu Beginn einer Routine für mindestens 30 Sekunden gezeigt.
  • Dance kann Teil einer Routine sein und besteht aus Bewegungen, die mit Formationen und Synchronität ausgeführt werden.
  • Jumps sind Sprünge. Fast jeder Sprung hat einen eigenen Namen, die grundlegendsten und bekanntesten sind der Toe Touch und der X-Jump.
  • Motions sind definierte Armbewegungen, die kraftvoll und synchron ausgeführt werden.
  • Pompons: Von Laien auch gerne als Cheerleading Puschel bezeichnet. Sie bestehen meist aus Kunststoff- oder Metallfolienstreifen und sollen die rhythmischen Armbewegungen der Tänzerinnen und Tänzer optisch unterstreichen.
  • Stunt meint Hebefiguren, die mindestens zwei Personen erfordern und komplexe Abläufe haben.
  • Tumbling beschreibt das Bodenturnen, inklusive Radschlägen, Flickflacks oder Salti. Tumbling kann aus dem Stand oder nach Anlauf ausgeführt werden und wird im klassischen Cheerleading in jeden Auftritt integriert.

Nicht so einfach, wie es aussieht: Den einzelnen Cheers-Routinen liegen feste Figuren und Abläufe zugrunde.

Welche Ausrichtungen gibt es im Cheerleading?

Das moderne Cheerleading hat sich in zwei Hauptrichtungen entwickelt: in das klassische Cheerleading sowie in den Cheerdance. Beide Disziplinen haben eigene Schwerpunkte, Wettkampfformate und Anforderungen. 

Während beim klassischen Cheerleading Akrobatik und Teamarbeit im Vordergrund stehen, legt Cheerdance den Fokus auf Tanz und Show. Er kombiniert verschiedene Tanzstile wie Jazz oder Hip-Hop, bietet jedoch weniger akrobatische Elemente. 
Diese unterschiedlichen Schwerpunkte tanzen auch in den Wettkampfformaten mit: Während Cheerleading mit Synchronität und Schwierigkeit punktet, erobert Cheerdance die Herzen der Jurys durch Tanztechnik und Ausdruck.

Popo-Wackeln & Homecoming Queen – Klischees und Realität des Cheerleadings 

Die blonde Cheerleaderin, die gleichzeitig das schönste (aber auch fieseste) Mädchen der Highschool und Freundin des umschwärmten Quarterbacks ist: Als Klischee ist der Cheerleader in der Popkultur fest verankert und gehört für viele zum Amerikabild wie Burger oder Cowboys. Was in Filmen und Musikvideos gerne als Popo-Wackeln abgetan wird, ist jedoch in der Realität ein anspruchsvoller und verletzungsanfälliger Sport. Auch die oben dargestellte Highschool-Königin kann die komplexen Hebefiguren nicht alleine ausführen, gefragt sind Teamgeist – und Disziplin: Im Durchschnitt trainieren schon die Highschool-Teams 2–3 Mal die Woche, an den Colleges werden daraus schnell 4–5 Mal die Woche plus Krafttraining. Der Drill beginnt dabei früh: Die meisten Cheerleader starten bereits im zarten Alter von sechs Jahren mit dem Training!  

Dazu kommen – zumindest in den USA – auch moralische Ansprüche: An vielen Schulen und Universitäten wird von den Cheerleadern erwartet, dass sie eine Vorbildrolle einnehmen. Verstößt ein Mitglied der Truppe gegen bestimmte Regeln, dazu zählen vielerorts schon Party-Besuche, kann es nicht nur aus dem Team, sondern sogar vom College geworfen werden.
Für viele ist das Cheerleading außerdem nicht nur ein Hobby, sondern vielmehr die Chance auf eines der begehrten Sportstipendien. Angesichts der teils horrenden College-Gebühren in den USA ist ein solches Stipendium oftmals die einzige Möglichkeit auf ein Studium.

Ganz schön viel Druck, der auf den – übrigens keineswegs nur weiblichen – Teams lastet. Nach einer fast ausschließlich durch weibliche Cheerleader geprägten Epoche werden die Teams in letzter Zeit wieder heterogener, insbesondere in den Collegeteams finden sich verstärkt auch mehr männliche Cheerleader.

Eine weitere Veränderung betrifft das Cheerleader-Outfit. Waren diese ab den 1970er-Jahren immer knapper ausgefallen, setzen aktuell viele Teams auf neue, weniger figurbetonte Uniformen. Anstelle von Miniröcken treten immer häufiger bequemere Sporthosen, die bauchfreien Tops weichen lockeren Shirts. Ausgelöst durch die Debatten im Zuge der Me-too-Bewegung unterstreichen diese Outfits den Leistungssportcharakter des Cheerleadings.

American Cheerleader live erleben! 

regionen/usa/great-lakes-staaten/ohio/cleveland/first-energy-stadium-cleveland.cr7297x4854-0x976
Die NFL ist geprägt von großen Stadien, klaren Spielzügen und einer einzigartigen Event-Atmosphäre. Schon lange vor dem Kickoff wird der Spieltag zum gemeinsamen Erlebnis, das Fans und Besucher intensiv mitnimmt.
Das Baseballstadium Progressive Field, Cleveland
Die MLB steht für amerikanische Sporttradition, legendäre Ballparks und einzigartige Live-Erlebnisse zwischen Sommerabend und Gänsehautmoment. Erleben Sie eine Sportart, deren Begeisterung weltweit wächst.
NBA Basketballlspiel der Denver Nuggets im Pepsi Center
Ein NBA-Spiel verbindet Weltklasse-Sport mit Show, Emotionen und echter amerikanischer Eventkultur. Von den ersten Minuten bis zur letzten Sirene entsteht dabei eine Energie, die Sie so schnell nicht vergessen werden.
In drei einfachen Schritten zu Ihrer Traumreise!
In drei einfachen Schritten zu Ihrer Traumreise!
Bente Lucas
Wir gestalten Ihre individuelle Traumreise!
Bente Lucas
Jetzt Angebot anfragen
Grafische Darstellung des 1. Schritts im Angebotsprozess bei CANUSA
1
Sie teilen uns mit, wie Sie sich Ihre persönliche Traumreise nach Nordamerika vorstellen.
Grafische Darstellung des 2. Schritts im Angebotsprozess bei CANUSA
2
Wir stellen Ihre Reise ganz nach Ihren Wünschen zusammen und schicken Ihnen ein unverbindliches Angebot.
Grafische Darstellung des 3. Schritts im Angebotsprozess bei CANUSA
3
Gemeinsam mit Ihrem Kundenberater klären Sie die letzten Details. Dann kann das Abenteuer beginnen!