Bryce-Canyon-Nationalpark im US-Bundesstaat

Utah – National Parks und State Parks

Mehr als 40 State Parks, The Mighty 5, Zahlreiche Steinbögen, Sandstein der Navajo-Formation, Bryce Canyon, The Needles Felsformationen

Schon im Jahr 1925 hat man in Utah darüber nachgedacht, State Parks einzurichten, 1957 wurden dann die ersten vier eröffnet: Sugar House Park, Utah Territorial Statehouse, This Is the Place Monument und Camp Floyd. Insgesamt gibt es heute mehr als 40 State Parks. 1957 gründete der damalige Gouverneur George Dewey Clyde die Utah State Park Commission, um die Natur nachhaltig schützen zu können. Die Besucherzahlen der Parks liegen heute pro Jahr zusammengenommen bei weit mehr als 4,5 Millionen Menschen, an erster Stelle ist der Wasatch Mountain State Park. Neben den zahlreichen State Parks gibt es in Utah auch fünf große National Parks, die zusammen „The Mighty 5“ genannt werden: Arches National Park, Bryce Canyon National Park, Canyonlands National Park, Capitol Reef National Park und Zion National Park.

Cottonwood trees with bright yellow autumn colors in Sugarhouse Park in Salt Lake City Utah. Mount Olympus looms in the distance.
Delicate Arch im Arches National Park

Arches National Park

Berühmt ist der Arches National Park für seine zahlreichen Steinbögen – eben die „Arches“ –, die sich aufgrund der ständigen Erosion und Verwitterung immer wieder neu bilden und irgendwann auch wieder vergehen. Im Park gibt es rund 2000 Arches, darunter das Wahrzeichen Utahs: der rund 20 Meter hohe Delicate Arch, der sich im östlichen Teil des Parks befindet und auch auf den Autokennzeichen zu sehen ist. Im Jahr 1929 wurde die Natur dieser Gegend zunächst als National Monument unter Schutz gestellt, um zu vermeiden, dass der geplante Bau von Eisenbahnstrecken die einmaligen Naturdenkmäler beeinträchtigt. 1971 wurde die Gegend dann in die Liste der National Parks aufgenommen. Der Arches National Park ist 300 Quadratkilometer groß und befindet sich im Norden des Colorado-Plateaus auf einer Höhe von durchschnittlich 1500 Metern, weshalb hier ein wüstenartiges Klima herrscht.

Bryce Canyon National Park

Der Bryce Canyon ist bereits seit 1928 offiziell als National Park eingestuft – damals sollte er „Utah National Park“ genannt werden, behielt aber seinen ursprünglichen Namen. Bereits ab 1924 bemühte sich der Kongress von Utah, diese Gegend aufgrund seiner rötlich gefärbten und spitzen Felsformationen zu einem National Park zu ernennen. Diese sogenannten „Hoodoos“, die heute unter Schutz stehen, entstanden durch natürliche Erosion und erreichen eine Höhe von bis zu 60 Metern. Der Bryce Canyon erstreckt sich entlang der Abbruchkante des Paunsaugunt-Plateaus mit vielen natürlichen Felskesseln, die halbrund geformt sind und daher auch als „natürliche Amphitheater“ bezeichnet werden. Seinen Namen erhielt der Park nach dem schottischen Auswanderer Ebenezer Bryce, der hier um 1875 ansässig wurde.

Aussicht im Canyonland National Park

Canyonlands National Park

Der Canyonlands National Park befindet sich ganz in der Nähe der kleinen Stadt Moab, ist nicht weit vom Arches National Parks entfernt und erhielt seinen Namen aufgrund der vielen Schluchten – Canyons –, die der Colorado River und der Green River hier in der Landschaft gebildet haben. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 1366 Quadratkilometern und ist durch die beiden Flüsse in drei Bereiche unterteilt: Island in the Sky im Norden, The Needles im Südosten und The Maze im Westen.
Abenteuerlustige können sich zur Island in the Sky begeben, dem unbefestigten White Rim Trail folgen und entlang der Abbruchkante viele spektakuläre Ausblicke erleben.
Die Fahrt ist mit Mountainbikes oder Geländewagen möglich, allerdings muss man sich bei der Parkverwaltung eine der pro Tag streng limitierten Genehmigungen ausstellen lassen. Mit dem Geländewagen dauert diese Tour rund zwei oder drei Tage, und es darf nur auf bestimmten Plätzen übernachtet werden.
Es lohnt sich auch, „The Needles“ zu besuchen. In diesem Abschnitt des Parks gibt es zahlreiche besonders gezackte und auffällig geformten Felsformationen, hier lebten einst auch die einheimischen Pueblo-Indianer. Noch heute sind einige der Erdhütten und Steinhäuser erhalten, an manchen Stellen lassen sich die Spuren der Ureinwohner in Form von Petroglyphen, Felsbildern nachverfolgen.

Capitol Reef National Park

Der 160 Kilometer lange, jedoch recht schmale Park wurde bereits 1937 zum National Monument ernannt und ist seit 1971 offiziell zu einem National Park erhoben worden. Im 19. Jahrhundert kamen die ersten Mormonen in diese Gegend und gründeten im Jahr 1880 den Ort Fruita, der zuvor Junction hieß und sich inmitten des Parks befindet. Der Ort wurde von seinen Bewohnern 1966 verlassen und ist heute eine Geisterstadt. Benannt wurde die Gegend von den ersten Pionieren nach der Landschaft entlang des Fremont Rivers, eines der Gebiete erinnerte sie damals an ein Riff. Durch den National Park zieht sich der Waterpocket Fold, eine 150 Kilometer lange geologische „Falte“, an der auch zahlreiche Wanderwege verlaufen.
Eine weitere Besonderheit ist der Golden Throne, eine Erhebung aus Sandstein, die nicht wie üblich weißlich oder rötlich erscheint, sondern von der Natur eine Art goldenen Schimmer verliehen bekam.

Hikers taking the View, Capitol Reef National Park
Great White Throne view from Angels Landing Trail, Zion National Park

Zion National Park

Der 579 Quadratkilometer große Zion National Park liegt im Südwesten Utahs an der Grenze zu Arizona. Das 1919 als National Park ausgezeichnete Gebiet war bereits zehn Jahre zuvor schon das Mukuntuweap National Monument. Er ist damit auch der älteste Park im Bundesstaat Utah. Bekannt sind hier die vielen Canyons, vor allem der Zion Canyon und der Kolob Canyon, die beide vor etwa 170 Millionen Jahren im Sandstein der Navajo-Formation entstanden. Besonders sehenswert sind auch der berühmte Berg Angels Landing, zu dessen Gipfel ein Wanderweg führt, der Weeping Rock mit seinen überhängenden Felsabschnitten und der Great White Throne, ein 2063 Meter hoher Monolith, der oftmals als Symbol des Parks gilt.
Der Park ist auch Heimat zahlreicher Tierarten, was durch die besondere geografische Lage begünstigt wurde, die zwischen Colorado-Plateau, Great Basin und Mojave-Wüste für unterschiedliche Klimazonen sorgt. Im Zion National Park können unter anderem das Baumwollschwanzkaninchen und verschiedene Vogelarten beobachtet werden, wozu etwa die Wasseramsel und der Buntfalke gehören.

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