Cindy am Pyramid Lake im Jasper-Nationalpark
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Winterabenteuer in Alberta

CANUSA unterwegs: Maja und Cindy erleben ein Wintermärchen in der kanadischen Provinz Alberta

Wir sind Maja und Cindy aus dem Hamburger Team – und gerade stehen wir … mitten in den winterlichen Rocky Mountains! Vor uns türmen sich schneebedeckte Gipfel, die Luft ist klar und kalt, und für einen Moment sagen wir einfach … nichts. Weil es uns die Sprache verschlägt!

Aber von Anfang an: Maja und ich entdecken immer wieder gerne gemeinsam unsere Destinationen. Dieses Mal haben wir entschieden, Westkanada im Winter zu erleben. Wir waren beide schon mal im Sommer hier, aber das wird ein ganz neues Abenteuer für uns. Eine Woche im verschneiten Alberta – Anfang März geht es los … Dabei erwarten uns besondere Erlebnisse wie eine Schneeschuhwanderung im meterhohen Schnee, Schlittschuhlaufen auf dem zugefrorenen Emerald Lake mitten in der Wildnis und unser persönliches Highlight: eine rasante Hundeschlittentour mit entzückenden Huskys! 

CANUSA Mitarbeiterin Cindy Heider
„Und dann geht es los: Der Schlitten setzt sich in Bewegung und plötzlich wird es still. Nur das Gleiten über den Schnee, das gleichmäßige Hecheln der Hunde und diese unglaubliche Landschaft um uns herum.“
Cindy Heider

Flug-Spezialistin bei CANUSA in Hamburg 

Majas und Cindys Reise durch Alberta

Anreise

Die Anreise verläuft ganz entspannt: Unser Flug mit KLM über Amsterdam nach Calgary läuft reibungslos. Security? Schnell. Flug? Gut. Essen? Überraschend gut! Und dank vorbereiteter Einreiseformalitäten sind wir auch fix durch die Immigration. Die Kanadier begrüßen uns direkt so herzlich, dass wir uns fühlen, als würden wir alte Freunde besuchen.

Unser Mietwagen wartet schon – ein blitzsauberes, weißes Schmuckstück von Alamo. Online eingecheckt, Schlüssel geschnappt, los gehts. Roadtrip-Vibes kommen sofort auf: Ankommen, einsteigen und frei sein. Die knapp 150 Kilometer nach Banff sind schnell gefahren und dort angekommen, checken wir in die Rundlestone Lodge ein und erholen uns von der Anreise.

Maja in Banff in Alberta
Cindy und Maja am Two Jack Lake im Banff-Nationalpark in Alberta

Erste Schneelandschaften in Banff

Wir treten aus dem Hotel, und da sind sie ... Diese Berge! Diese Kulisse! Dieses „Wow, wir sind wirklich hier“-Gefühl.

Als Erstes stärken wir uns im Mountain Folk Coffee Co. mit leckeren Acai Bowls und heißem Kakao, die uns kurz vergessen lassen, dass draußen Minusgrade herrschen.

Um einen Überblick über den Banff National Park und die Umgebung zu bekommen, steigen wir anschließend in einen Minibus von Discover Banff Tours. Unser Guide Ross hat viel Humor und ist ein wandelndes Lexikon. 

Er zeigt uns Highlights wie das berühmte Fairmont Banff Springs Hotel, den idyllischen Two Jack Lake und den beeindruckenden Lake Minnewanka und hat zu allem etwas Spannendes zu erzählen. Während der tollen Tour erwischen wir uns bei dem Gedanken: Warum wohnen wir eigentlich nicht hier?

Am Nachmittag schweben wir dann noch mit der Banff Gondola auf den verschneiten Mount Sulphur. Oben angekommen: Ruhe. Weite. Und kaum andere Menschen. Es fühlt sich an, als gehöre uns die Welt ganz allein – zumindest für diesen Moment.

Cindy und Maja am Gletschersee Lake Minnewanka im Banff-Nationalpark
Mit der Gondel über die Berglandschaften im Banff-Nationalpark in Alberta

Schlittschuhlaufen auf dem Peyto Lake und der verschneite Iceflields Paakrway

Tag zwei beginnt bei Tim. Unser Morgenritual führt uns immer, wenn wir in Kanada sind, zu Tim Hortons – eine echte Institution! In diesem kanadischen Schnellrestaurant gibt es alles, was das Herz begehrt: Kaffee, Bagels und Timbits – kleine Donut-Häppchen, die gefährlich süchtig machen. Kurz gesagt: Ohne Tim Hortons kein Kanada-Trip!

Gestärkt geht es für uns weiter zu den ikonischen Seen Westkanadas: zunächst zum Lake Louise im Banff National Park und danach zum Emerald Lake im Yoho National Park. Im Sommer paddelten wir hier noch im Kanu – heute schnüren wir uns die Schlittschuhe. Der türkisblaue Schimmer des Wassers ist einer tiefen Eis- und Schneedecke gewichen. Wir betreten das Eis … und liegen direkt lang – beide gleichzeitig. Kein eleganter Auftakt, aber hey, nach ein paar Minuten gleiten wir (mehr oder weniger) würdevoll über den zugefrorenen See. Um uns herum: ein Wintermärchen. Es fehlt wirklich nur noch der Prinz aus Aschenbrödel.

Nach unserem Schlittschuh-Abenteuer fahren wir weiter zu einem weiteren See- Highlight: dem berühmten Peyto Lake. Der Aufstieg vom Parkplatz am Bow Summit zum Peyto Lake Aussichtspunkt ist etwas rutschig (Spikes wären hier klug gewesen), aber oben erwartet uns ein Anblick, der alles wettmacht. Auch der Peyto Lake liegt tief verschneit vor der faszinierenden Bergkulisse – es wirkt fast surreal. 

Die Fahrt Richtung Jasper über den Icefields Parkway ist einfach nur … wow. Schnee, Berge, Einsamkeit. Ohne Allrad? Lieber nicht. Aber mit unserem treuen 4x4 Gefährt die pure Freiheit.

Am Ortseingang von Jasper begrüßen uns tatsächlich Wapitis – unsere erste Wildlife Sichtung in diesem Urlaub!

Am Abend kehren wir in eine lokale Brauerei ein. Es gibt Poutine – eine kanadische Fast-Food-Spezialität mit Pommes, Käse, Gravy. Klingt wild, schmeckt himmlisch.

Cindy und Maja laufen Schlittschuh am Lake Louise in Alberta
Maja am Peyto Lake mit Aussicht im Banff-Nationalpark

Heute heißt es: Schneeschuhe unterschnallen!

Nächste Etappe unserer Winterreise: Der Jasper National Park – oder noch genauer: der Maligne Lake mit dem berühmten Fotomotiv „Spirit Island“. Bei einer geführten Schneeschuhwanderung stapfen wir durch den knirschenden Schnee, Schritt für Schritt hinein in eine stille, fast unwirkliche Winterlandschaft. Unser Guide Warren geht voraus, ruhig und sicher, als wäre er Teil dieser Natur. Während wir ihm folgen, erzählt er von den Tieren, die hier leben, von den Spuren im Schnee, die wir ohne ihn wahrscheinlich übersehen würden, und von den Pflanzen, die selbst unter der dicken Schneedecke weiter existieren.

Seine Geschichten begleiten uns durch die Landschaft, und wir merken kaum, wie die Zeit vergeht. Immer wieder bleiben wir stehen, schauen uns um, lassen die Stille auf uns wirken. Es ist weniger anstrengend, als wir erwartet haben – die Schneeschuhe tragen uns zuverlässig über den tiefen Schnee, geben Halt und machen Wege möglich, die sonst unpassierbar wären. Wir wagen uns sogar in tieferes Gelände, stapfen durch unberührte Schneeflächen, wo jeder Schritt ein kleines Abenteuer ist. Ohne Schneeschuhe wäre das hier undenkbar.

Abends besuchen wir das Planetarium der Fairmont Jasper Park Lodge. Wolken verhindern den Blick durchs Teleskop, aber die Geschichten über Sterne, Planeten und Nordlichter machen das locker wett. Und als Bonus: ein Fuchs, der uns vor der Tür begrüßt – ganz normal hier …

Cindy und Maja auf Schneeschuhwanderung am Maligne Lake im Jasper-Nationalpark Albertas
Zugefrorener Lake Louise in Alberta

Unser persönliches Highlight wartet: Eine Hundeschlittentour durch verschneite Landschaften

Auf diesen Tag fiebern wir schon die ganze Reise hin: Uns erwartet heute eine Hundeschlittentour!

Früh am Morgen sitzen wir schon im Auto, natürlich mit einem obligatorischen Stopp bei Tim Hortons. Es geht Richtung Valemount in der Provinz British Columbia, denn in Jasper werden keine Hundeschlittentouren angeboten. Und dann kommt ein Schneesturm auf: vereiste Straßen und Sicht gleich null. Es fühlt sich ein bisschen wie in einem Abenteuerfilm an – aber genau das macht eine Winterreise in Westkanada ja auch aus.

Am Treffpunkt angekommen, hören wir sie schon, bevor wir sie sehen: das aufgeregte Bellen der Huskys. Und schon stehen wir mittendrin. Die Hunde können es kaum erwarten loszulaufen, springen, heulen vor Freude – pure Energie. Sofort ist klar: Die lieben, was sie tun. Die Guides bereiten die Schlitten vor, erklären uns alles – und wir stehen da wie kleine Kinder an Weihnachten. Ein breites Grinsen, das wir einfach nicht mehr loswerden.

Und dann geht es los: Der Schlitten setzt sich in Bewegung und plötzlich wird es still. Nur das Gleiten über den Schnee, das gleichmäßige Hecheln der Hunde und diese unglaubliche Landschaft um uns herum. Wir fahren durch verschneite Wälder, entlang gefrorener Flüsse, bergauf, bergab – und immer wieder kommt die Sonne durch die Wolken und taucht alles in dieses magische, goldene Licht.

Zwischendurch schauen wir uns an und denken beide dasselbe: Genau deswegen sind wir hier!

Zwischendurch halten wir mitten im Nirgendwo. Ein kleines Lagerfeuer wird entzündet, wir wärmen uns die Hände und trinken heißen Tee. Es ist ruhig, friedlich – und gleichzeitig so besonders. Keine Menschenmassen, kein Lärm. Nur wir, die Hunde und diese endlose Winterlandschaft.

Und dann kommt das Beste: Kuschelzeit. Die Huskys, die eben noch wie kleine Raketen unterwegs waren, sind plötzlich ganz entspannt. Wir streicheln sie, machen Fotos (sehr viele Fotos) und könnten ehrlich gesagt den ganzen Tag hierbleiben.

Auf dem Rückweg genießen wir jede Sekunde noch bewusster. Dieses Gefühl, durch die unberührte Natur zu gleiten, ist einfach unbeschreiblich.

Als wir wieder am Ausgangspunkt ankommen, sind wir uns sofort einig: Das war nicht nur ein Ausflug. Das war ein echtes Erlebnis!

Die Husky-Hundeschlittentour rund um Valemount ist für uns eines der absoluten Highlights der Reise – vielleicht sogar das Highlight. Und wenn uns jemand fragt, was man im Winter in Kanada unbedingt machen sollte, gibt es nur eine Antwort: Genau das!

Zurück in Jasper checken wir diesmal in der Buffalo Mountain Lodge ein, spazieren dann noch zum Pyramid Lake und genießen das Panorama. Und ja – wir landen abends wieder in der Brauerei. Man hat ja mittlerweile seine Lieblingsplätze ...

Mit Hundeschlitten durch Valemount des Mount Robson Valleys
Cindy und Maja mit dem Hundeschlitten unterwegs in Valemount

Großes Finale: Action und Eis

Nach einer erholsamen Nacht im Jasper Inn & Suites fahren wir auf dem Rückweg nach Banff südwärts über den Icefields Parkway. Wir stoppen an den gefrorenen Sunwapta Falls – ein beeindruckender Anblick – und zählen unterwegs gefühlt mehr Berge als Autos. Ein Geheimtipp führt uns ins Three Bears Brewery & Restaurant – richtig gutes Essen, gemütliche Stimmung und ein rundum perfekter Abend.

Am nächsten Morgen wartet am Mount Norquay eines unserer spaßigsten Abenteuer auf uns: der Tubing Park. Klingt erst mal harmlos – ist aber nix für schwache Nerven … Wir schnappen uns je einen riesigen Gummireifen und schauen uns kurz an, wie andere den Hang hinuntersausen. Einige lachen. Einige schreien. Einige schreien sehr laut ... Wir denken uns mit einem Grinsen: Das wird gut!

Mit einem Förderband – ganz entspannt wie beim Skifahren – lassen wir uns den Berg hinaufbringen. Oben angekommen weht uns ein eisiger Wind entgegen, und die Bahnen sehen plötzlich deutlich steiler aus als von unten. Es gibt mehrere Strecken … von „gemütlich“ bis „Warum tut man sich das freiwillig an?“.

Natürlich entscheiden wir uns direkt für die schnellste Bahn. Kurzer Moment der Stille, ein letzter Blick, dann stoßen wir uns ab und nehmen rasant an Geschwindigkeit auf. Der Fahrtwind pfeift uns um die Ohren, wir drehen uns leicht, lachen, kreischen – und verlieren komplett die Kontrolle darüber, was wir lauter tun. Unten angekommen, können wir kaum aufhören zu lachen. Also wieder hoch. Und noch mal. Und noch mal ... Mit jeder Fahrt werden wir mutiger. Wir probieren verschiedene Bahnen aus, versuchen uns gegenseitig zu übertreffen. Nach etwa zwei Stunden sind wir komplett durchgefroren, leicht heiser vom Schreien und voller Adrenalin. Unsere Wangen sind rot, unsere Augen leuchten – und wir fühlen uns wieder ein bisschen wie Kinder auf dem Spielplatz.

Unser Fazit: Tubing am Mount Norquay ist nichts für Leute, die „nur mal kurz schauen wollen“. Es ist laut, schnell und macht einfach unfassbar viel Spaß.

Am Nachmittag wartet noch ein weiteres echtes Winter-Highlight auf uns: ein geführter Ice Walk im Johnston Canyon. Ausgestattet mit Spikes starten wir unsere Wanderung – und sind direkt froh über die Hilfsmittel, denn der Weg ist stellenweise ordentlich vereist. Schritt für Schritt geht es entlang des Canyons, vorbei an verschneiten Felsen und durch eine fast schon märchenhafte Winterlandschaft. Unter uns rauscht das Wasser, während sich rundherum riesige Eiszapfen an die Felswände klammern. Mit jedem Meter wird es beeindruckender.

Als wir schließlich den Upper Fall erreichen, bleiben wir staunend stehen: Der rund 30 Meter hohe Wasserfall ist komplett gefroren und wirkt wie eine riesige, glitzernde Eiswand. Ein Anblick, der uns sprachlos macht.

Auf dem Rückweg genießen wir noch mal die Ruhe, das Knirschen des Schnees unter unseren Füßen und diese besondere Atmosphäre. Der Ice Walk im Johnston Canyon ist für uns der perfekte Abschluss eines erlebnisreichen Tages im winterlichen Westkanada  – schneereich, ruhig und einfach wunderschön.

Unser letzter Abend gehört dem Magpie & Stump Mexican Restaurant and Bar. Tacos, Tequila und ganz viele „Weißt du noch?“-Momente.

Bevor wir am nächsten Tag zurückfliegen, machen wir noch einen Shopping-Stopp in der CrossIron Mills Mall nördlich von Calgary in Balzac und machen uns die Koffer voll.

Unser Fazit?

Die Rocky Mountains im Winter sind eine ganz andere Welt. Ruhiger. Magischer. Intensiver. Und wir wissen jetzt schon: Wir werden hier sicher nochmals im Winter Urlaub machen!

Cindy beim Tubing am Mount Norquay in Banff
Einzigartige Eiszapfen am Johnston Canyon im Banff-Nationalpark

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