Nach einer erholsamen Nacht im Jasper Inn & Suites fahren wir auf dem Rückweg nach Banff südwärts über den Icefields Parkway. Wir stoppen an den gefrorenen Sunwapta Falls – ein beeindruckender Anblick – und zählen unterwegs gefühlt mehr Berge als Autos. Ein Geheimtipp führt uns ins Three Bears Brewery & Restaurant – richtig gutes Essen, gemütliche Stimmung und ein rundum perfekter Abend.
Am nächsten Morgen wartet am Mount Norquay eines unserer spaßigsten Abenteuer auf uns: der Tubing Park. Klingt erst mal harmlos – ist aber nix für schwache Nerven … Wir schnappen uns je einen riesigen Gummireifen und schauen uns kurz an, wie andere den Hang hinuntersausen. Einige lachen. Einige schreien. Einige schreien sehr laut ... Wir denken uns mit einem Grinsen: Das wird gut!
Mit einem Förderband – ganz entspannt wie beim Skifahren – lassen wir uns den Berg hinaufbringen. Oben angekommen weht uns ein eisiger Wind entgegen, und die Bahnen sehen plötzlich deutlich steiler aus als von unten. Es gibt mehrere Strecken … von „gemütlich“ bis „Warum tut man sich das freiwillig an?“.
Natürlich entscheiden wir uns direkt für die schnellste Bahn. Kurzer Moment der Stille, ein letzter Blick, dann stoßen wir uns ab und nehmen rasant an Geschwindigkeit auf. Der Fahrtwind pfeift uns um die Ohren, wir drehen uns leicht, lachen, kreischen – und verlieren komplett die Kontrolle darüber, was wir lauter tun. Unten angekommen, können wir kaum aufhören zu lachen. Also wieder hoch. Und noch mal. Und noch mal ... Mit jeder Fahrt werden wir mutiger. Wir probieren verschiedene Bahnen aus, versuchen uns gegenseitig zu übertreffen. Nach etwa zwei Stunden sind wir komplett durchgefroren, leicht heiser vom Schreien und voller Adrenalin. Unsere Wangen sind rot, unsere Augen leuchten – und wir fühlen uns wieder ein bisschen wie Kinder auf dem Spielplatz.
Unser Fazit: Tubing am Mount Norquay ist nichts für Leute, die „nur mal kurz schauen wollen“. Es ist laut, schnell und macht einfach unfassbar viel Spaß.