Utah Fam 2017 Gruppenfoto im White Pocket, Arizona

Die großartige Natur zwischen Denver und Las Vegas

CANUSA unterwegs: Zwölf Reisebegeisterte, fünf Wohnmobile und viel Natur

Zwölf Reisebegeisterte von CANUSA sind unterwegs mit fünf Wohnmobilen von Road Bear RV und erkunden die großartige Natur zwischen Denver und Las Vegas. Die Bundesstaaten Colorado und Utah sind genau richtig, um riesige Berge, faszinierende Ausblicke und Felsen in den verschiedensten Farben zu sehen. Die Reise geht ebenso zum Canyonlands National Park wie auch zum Goblin Valley State Park, zum Bryce Canyon und zum Zion National Park. Nebenbei erfährt man, warum einer der Nationalparks so heißt wie das Unternehmen Kodak und welche Farben ein Sonnenaufgang auf die Hoodoos zaubert. Ein wahrer Kontrast zu den Tagen inmitten der Natur ist das Ziel der Reise: Las Vegas.

CANUSA Mitarbeiterin Nicole Haarmann
"Durch die Sonnenstrahlen erscheinen die Hoodoos in den schönsten Lachsfarben. Dieses morgendliche Farbenspiel taucht hier alles in ein ganz anderes Licht. Das frühe Aufstehen hat sich mehr als gelohnt!"
Nicole Haarmann

Produktmanagerin bei CANUSA in Hamburg

Nicole Haarmann

Produktmanagerin bei CANUSA in Hamburg

Unsere fünf Wohnmobile von Road Bear RV

Gleich am ersten Tag nach unserer Landung in Denver frühstücken wir schnell in einem Coffee Shop und machen uns auf den Weg zur Station des Vermieters Road Bear RV, um unsere Wohnmobile zu übernehmen. Dort werden uns die Fahrzeuge erst einmal erklärt – sogar auf Deutsch –, dann räumen wir unser Gepäck ein und starten die Tour. Wir sind übrigens mit fünf verschiedenen Campern unterwegs, so können wir in den nächsten Tagen selbst erleben, wie sie sich unterscheiden und für wen sie besonders geeignet sind.

Kurz darauf steuern wir unsere kleine Kolonne zum ersten Campingplatz dieser Reise, der sich im Chatfield State Park befindet, ganz in der Nähe der kleinen Stadt Littleton. Nach gerade einmal 45 Minuten sind wir schon da, und ein Teil von uns erledigt den ersten großen Einkauf – immerhin sind wir ja zu zwölft unterwegs. Dann zünden wir den Grill an, lassen uns Hotdogs und Snacks schmecken und freuen uns dabei auf unsere Tour.

Von Denver durch die Berge

Jetzt liegt eine etwas längere Strecke vor uns, rund 250 Meilen. Von Denver geht es quer durch den Bundesstaat Colorado bis nach Fruita an die Grenze zu Utah. Wir fahren dafür mit unserer Kolonne erst um Denver herum und nehmen dann die Interstate 70, welche uns weit nach Westen führt. Schon während der ersten Meilen bekommen wir ein Gefühl für die großen Wohnmobile. Das gilt auch für diejenigen von uns, die vorher noch nie mit einem Camper unterwegs waren.

Erst geht es durch flache Prärien, dann kommen aber die Berge immer näher, und es dauert nicht lange, bis sich vor uns die Rocky Mountains erheben. Die Landschaft wechselt immer wieder ihr Antlitz, während sich unsere Wohnmobile die Berge hinaufschrauben. Die Landschaft wird immer heller, verschneite Berge ersetzen die sanften grün bewaldeten Hügel. Dann geht es wieder nach unten. Hier und dort ziehen sich Risse durch den Boden.

Grau und Gelb mischen sich in das Grün und verdrängen es mehr und mehr. Das Bild wird trockener. Die zu schroffen Felsen erodierten Hügel geben einen rostroten Farbton preis, der uns die nächsten Tage stets begleiten wird.

Ein paar Meilen hinter Dotsero schließen sich die Berge über uns zusammen und führen uns durch den spektakulären, ziemlich langen Glenwood Canyon. Wir haben den Eindruck, dass jede Kurve die vorherige mit einem noch beeindruckenderen Panorama übertrumpfen möchte – wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Da sich die Mittagszeit nähert, machen wir den Hanging Lake zum Ziel dieser Etappe. Weil es dort jedoch gerade zu voll ist, fahren wir weiter zu einem kleinen Park kurz vor Glenwood. An dieser Stelle werden die Berge schon wieder etwas flacher, und der Colorado River windet sich in S-Kurven an einer Wiese vorbei.

Auf dem Otto’s Trail durch das Colorado National Monument

Zwischen De Beque und Grand Junction verengt sich die Landschaft noch einmal zu einem Canyon, um sich dann wieder zu einem größeren Tal zu öffnen, dem Grand Valley. Dann erreichen wir Fruita und parken auf dem direkt am James M. Robb Colorado River State Park gelegenen Campingplatz, wo wir bereits erwartet werden. Mit den Guides und drei kleinen Fahrzeugen geht es zum Colorado National Monument. In S-Kurven schlängeln wir uns die rote Felswand hinauf. Schon die Plätze nach den ersten Kurven bieten uns nicht nur Begegnungen mit Bergziegen, sondern halten auch fantastische Aussichten bereit. Ganz oben haben wir dann einen Ausblick, wie wir ihn sonst nur aus Bildbänden kennen: Vor uns erstreckt sich meilenweit die Ebene bis zu den Bergen. Zu unseren Füßen geht es steil die roten, aus Sandstein bestehenden Felsen hinab.

Wie in einem U stürzen die Felsen steil ins Tal hinab, dazwischen, weit unter uns, schlängelt sich die Straße entlang, auf der wir eben gefahren sind – das perfekte Motiv für eine Postkarte! Hier oben verläuft die Straße weiter entlang der Klippe, von einem Aussichtspunkt zum nächsten. Auch kleine Wanderungen auf dem Otto’s Trail lassen wir uns nicht entgehen. Der erste Weg führt uns entlang der Klippe, der zweite dann bergab zum Parkplatz am anderen Ende des Monuments. Dabei kommen wir an einzelnen Felssäulen vorbei, die sich aus dem Tal erheben und so klangvolle Namen tragen wie Independence Monument oder Praying Hands. Die einsetzende Dämmerung taucht die ohnehin schon grandiose Szenerie in das richtige Licht.

Viele Ohs und Ahs im Canyonlands National Park

Nach einem schönen Outdoor-Frühstück bei herrlichem Sonnenschein machen wir uns auf den Weg nach Moab. Schon bald liegt Colorado hinter uns, während wir auf dem Scenic Highway 128 durch Utah fahren. Erst noch recht unspektakulär, so folgt die Straße etwas später schon dem Colorado River. Es geht entlang hoher Felswände, die uns immer wieder das Gefühl geben, mitten durch den Grand Canyon oder das Monument Valley zu fahren.

Wir kommen an wunderbaren, am Fluss gelegenen Campingplätzen vorbei, auf denen wir gerne übernachten würden, aber auf uns wartet heute eine ganz andere Unterkunft. Als wir in Moab ankommen, erwarten uns schon die Guides von Red Mountain Express, um uns den spektakulären Nationalpark zu zeigen. Natürlich kann man auch auf eigene Faust die Parks erkunden, aber die Guides kennen wirklich die schönsten Aussichtspunkte, können richtig viel über die Landschaft, die Tierwelt sowie die Geschichte erzählen und haben noch den einen oder anderen Geheimtipp parat.

Unsere Tour beginnt, und schon von Weitem ist die Warteschlange vor dem Arches National Park zu sehen – der Park mit den meisten Besuchern dieser Region. Unsere Guides raten uns aber, erst den nahegelegenen Canyonlands National Park anzusteuern, wo es weniger Besucher gibt, die sich auch noch besser auf dieser riesigen Fläche verteilen. Mit fast 1400 Quadratkilometer Fläche ist dieser Nationalpark halb so groß wie das Saarland. Der Park ist in drei Bereiche unterteilt: Island in the Sky, The Needles und The Maze. Die meisten Besucher beschränken sich auf Island in the Sky, hier kann man mehrere großartige Aussichtspunkte über eine gut ausgebaute Straße anfahren. Bekannt sind der Grand View Point und der Mesa Arch; wir besuchen aber auch den Shafer Overlook kurz hinter dem Visitor Center. Vor allem am Grand View Point können wir sehen, mit welcher Kraft sich der Colorado River im Laufe der Jahrtausende in den Sandstein gearbeitet hat. Nach einigen Fotostopps und vielen Ohs und Ahs machen wir und wieder auf den Weg, denn rund um Moab ist ja noch einiges zu sehen.

Mesa Arch Return Trail im Canyonlands-Nationalpark in Utah
Zwei Standard RV C25 von Cruise America und ein El Monte Wohnmobil im Canyonlands-Nationalpark

Unterwegs am und auf dem Colorado River

Bevor es zum Arches National Park geht, auf den wir alle gespannt sind, machen wir noch einen Abstecher zum Dead Horse Point State Park. Auch dieser Park hat es in sich und sollte bei einem Besuch in dieser Gegend keinesfalls ausgelassen werden. Von diesem Plateau aus – 600 Meter über dem Colorado River – haben wir eine besonders spektakuläre Aussicht auf den Fluss, der hier eine 180-Grad-Kehre macht, die The Gooseneck genannt wird. Dieses Hochplateau wurde früher übrigens als Pferdekoppel genutzt. An drei Seiten bilden die steilen Abhänge eine natürliche Begrenzung, sodass man die Pferde gut im Blick behalten konnte.

Dann fahren wir weiter zum Arches National Park, der durch die roten Sandsteinbögen gekennzeichnet wird, die die Witterung hier entstehen ließ. Am bekanntesten ist sicher der Delicate Arch, der sich nur erreichen lässt, wenn man zwei Kilometer zu Fuß zurücklegt. Wir begnügen uns mit einem Blick auf den bekannten Bogen vom Delicate Arch View Point aus. Der Scenic Drive im Nationalpark führt uns nun zum The Windows genannten Bereich, wo wir viele große und kleine Sandsteinbögen auf kurzen Fußwegen zu sehen bekommen.

Der Tag neigt sich nun dem Ende entgegen, also verlassen wir schweren Herzens diesen großartigen Park. An diesem ereignisreichen Tag gibt es noch ein weiteres Highlight: Zum Sonnenuntergang haben wir die Möglichkeit, auf einem Boot über den Colorado River zu fahren und diese einmalige Landschaft aus einer anderen Perspektive zu erleben. Die Tour „Canyonlands by Night“ bietet aber noch mehr als nur die Bootsfahrt. Wir hören spannende Erzählungen über die Entstehung dieser Landschaft, die mit vielen Legenden verknüpft ist. Als es dunkel ist, werden die Wände des Canyons beleuchtet, dazu gibt es passende Musik. So erleben wir die Landschaft noch einmal auf eine ganz besondere Weise.

Zu diesem Tag passt es auch, ausnahmsweise nicht in den Wohnmobilen, sondern in einer ganz besonderen Unterkunft zu übernachten: in geräumigen Safari-Zelten, die hier „Moab under Canvas“ genannt werden. In den mit Teppichen ausgelegten geräumigen Zelten stehen bequeme Betten, es wartet also etwas „Glamping“ mitten in Utah auf uns. Dort gibt es auch ein großes Gemeinschaftszelt, wo Tee und Kaffee bereitsteht und am Abend ein gemütliches Feuer knistert.

Monika Kraus vor den River Booten, Colorado River, Page, Arizona
Tolle Momentaufnahmen während einer Sunset Jet Boat Tour auf dem Colorado River in Moab

Im Tal der Kobolde: der Goblin Valley State Park

Unsere Tour geht weiter zum Goblin Valley State Park – also in das „Tal der Kobolde“. Wir stellen die Wohnmobile neben einem kleinen Visitor Center am Parkeingang ab und treffen uns mit zwei Guides, die dort mit ihren Minivans auf uns warten. Nach einer kurzen Fahrt vorbei an den „drei Schwestern“ erreichen wir den Parkplatz, von dem aus wir eine kleine Wanderung unternehmen. Von hier haben wir eine gute Sicht auf das Tal – uns wird schnell klar, warum in dem Namen von Kobolden die Rede ist: Im Laufe von Jahrmillionen haben sich hier durch die Erosion seltsamste Figuren aus dem Sandstein des Tales geformt. Sie sehen aus wie kleine Kobolde, Pilze oder auch einfach wie eine Landschaft auf einem anderen Planeten. Kein Wunder, dass hier der Hollywood-Streifen „Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall“ gedreht wurde. Mit genügend Wasser im Rucksack lassen wir unsere Wanderung beginnen. Das Tal erstreckt sich über rund drei Meilen und ist überall zugänglich.

Als wir zwischen den Felsen stehen, merken wir, dass sie doch nicht so klein sind, wie wir erst dachten. Die verschiedensten bizarren Formen türmen sich vor uns auf, und wir haben schon das Gefühl, in einer anderen Welt zu sein. Gut, dass uns die Guides begleiten, einfach so wären wir sicher nicht über die Steine geklettert, um dahinter über weitere Formationen zu staunen. Nach etwa einer Stunde sind wir wieder in den Wohnmobilen und fahren weiter. Nach einem kurzen Regen sind plötzlich viele spektakuläre Wolkenformationen zu sehen, die noch mehr Farbtöne am Himmel erscheinen lassen. In der Ferne regnet es noch, während wir wieder bei Sonnenschein fahren, und so genießen wir das Naturschauspiel und freuen uns auf unser nächstes Ziel: den Capitol Reef National Park, der dritte Nationalpark auf unserer Tour durch die „Mighty Five“ im Süden Utahs.

Home-Baked Pie am Capitol Reef National Park

Nach rund 50 Meilen erreichen wir den Capitol Reef National Park und folgen zunächst der Straße durch ein grünes Tal, das am Fremont River verläuft. Einen schöneren Platz zum Picknicken als hier im Park können wir uns gar nicht vorstellen: Wir sind hier in einem wunderschönen Tal, neben uns ein Parkplatz, auf dem wir bequem unsere Wohnmobile abstellen können, rundherum die roten Felsformationen, direkt vor uns das kleine Gifford Homestead sowie ein paar Picknicktische und über uns ein strahlend blauer Himmel. Also holen wir alles heraus, lassen die Würstchen brutzeln, machen es uns gemütlich und genießen die tollen Ausblicke. Das Gifford Homestead ist ein kleiner Laden mit einem winzigen Museum, hier gibt es hausgemachte Leckereien sowie selbst hergestellte Souvenirs zu kaufen. Einen leckeren Home-Baked Pie lassen wir uns als Nachtisch natürlich nicht entgehen. Dazu lässt sich nur sagen: Die Kuchen sind ein echter Genuss, einfach lecker!

Kurz vor Torrey verlassen wir dann den Highway 24 und erreichen das nächste Highlight der heutigen Strecke: die 124 Meilen lange Utah State Route 12, eine All-American Road. Diese Bezeichnung bekommen nur wenige der National Scenic Byways, sie müssen dafür einzigartige, besonders schöne Landschaften bieten. Zunächst führt uns die Strecke an der östlichen Flanke des Boulder Mountain bergauf durch den Dixie National Forest, wo wir auch einen Zwischenstopp einlegen. 

Die spektakuläre Aussicht auf die Henry Mountains und die tiefrote Felsformation der Waterpocket Fold, die sich im Capitol Reef National Park erstreckt, lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Ein atemberaubendes Farbenspiel! Auf der weiteren Strecke – immer noch bergaufwärts – verändert sich die Ansicht, es gibt immer weniger Bäume, und auf den Wiesen liegt vereinzelt auch noch Schnee. Das Schild mit der Aufschrift „Elevation Summit 9.600 Feet“ erinnert uns auch gleich wieder daran, auf welcher Höhe wir uns gerade befinden. Das ist der Gipfel: Wir sind jetzt auf fast 3000 Meter Höhe!

Nun passieren wir den Anasazi State Park und erreichen etwas später das Grand Staircase-Escalante National Monument, durch welches der Rest dieser Strecke verläuft. Hier ist die Landschaft wieder ganz anders – so geht es schon den ganzen Tag: Hinter jeder Kurve gibt es den nächsten Wow-Effekt. Dass im letzten Stück der heutigen Etappe die Rottöne nicht mehr so dominant sind, fällt uns erst auf, als wir in der Abendsonne unser heutiges Ziel, den Kodachrome Basin State Park, erreichen. Hier leuchten die Felsformationen noch einmal in einem kräftigen Rot – was für ein toller Abschluss des Tages!

Das Gifford House im Capitol Reef National Park
Informationsschild im Dixie National Forest in Utah

Auf den Spuren von Kodak und Thor’s Hammer im Bryce Canyon

Nach einem reichhaltigen Frühstück im Freien mit viel Sonnenschein machen wir uns auf den Weg, um den Kodachrome Basin State Park, den Grosvenor Arch und den Bryce Canyon National Park zu erkunden. Wie kam es zum Namen „Kodachrome Basin State Park“? Im Jahr 1948 besuchten einige Mitglieder der National Geographic Society den Park, um Fotos für ein Magazin zu machen. Dabei entstand der Spitzname „Kodachrome“, der auf Kodak, den Hersteller von Fotomaterial, zurückzuführen ist. 1962 wurde dieser Park zum State Park ernannt und bekam den offiziellen Namen Chimney Rock State Park. Später hat Kodak dann die Bezeichnung „Kodachrome“ genehmigt, und so heißt der Park bis heute.

Wir stellen unsere fünf Wohnmobile ab und steigen in den Minibus von Bill ein, unserem heutigen Guide. Auf einer Gravel Road mit einigen Kurven geht es nun zum Grosvenor Arch, benannt nach Gilbert Hovey Grosvenor, einst für ein halbes Jahrhundert der Chefredakteur der National Geographic. Dieser steinerne Bogen ist mehr als beeindruckend, denn er befindet sich inmitten recht flacher, grüner Landschaft. Am nächsten Tag ist unser Ziel der Bryce Canyon, auf den wir uns schon lange freuen! Zuerst geht es aber zum Campingplatz in der Nähe von Bryce City, einem niedlichen Städtchen mit vielen Besuchern.

Dort wird jedes Jahr von Ende Mai bis Mitte August ein Rodeo veranstaltet, und die Tickets dafür bekommt man im Hotel Ruby’s Inn. Von hier aus kann man auch den kostenlosen Shuttlebus zum Bryce Canyon nehmen.

Bill fährt uns auch hier in den Park, wo wir mit einem Geologen verabredet sind, der uns unterwegs von der Flora und Fauna sowie von der Tierwelt berichten wird. Zuerst geht es zum Sunset Point, und wir sind begeistert: Es ist einfach überwältigend, die einzigartigen Felsformationen aus nächster Nähe zu sehen! Durch den herrlichen Sonnenschein und ein paar flauschige Wolken kommen die braunen, leicht korallenfarbigen Hoodoos sehr gut zur Geltung. Hoodoos sind dünne, turmartige Gesteine, die durch das Klima und die Erosion geformt wurde. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es diese fabelhaften Formation zu sehen. Wir wandern eine kleine Runde und folgen dem Navajo Loop, der uns auch zu der bekanntesten Formation bringt: zum Thor’s Hammer. Dann geht es zu weiteren Aussichtspunkten, darunter sind der Bryce Point, der Inspiration Point und der Fairyland Point. Nach diesem so beeindruckenden wie ereignisreichen Tag fährt uns Bill zurück zum Campground.

Utah Fam 2017 Gruppenfoto im Bryce-Canyon-Nationalpark
Aussicht auf den Bryce Canyon National Park in Utah

Hoodoos beim Sonnenaufgang und dann zur White Pocket

Der nächste Morgen beginnt für einige von uns schon ziemlich früh, um den Sonnenaufgang im Bryce Canyon erleben zu können. Wir fahren zum Inspiration Point und kommen dort rechtzeitig an. Zum Glück klärt sich der bis dahin ziemlich bewölkte Himmel auf, und durch die Sonnenstrahlen erscheinen die Hoodoos in den schönsten Lachsfarben. Dieses morgendliche Farbenspiel taucht hier alles in ein ganz anderes Licht als während des Tages. Wir freuen uns, das frühe Aufstehen hat sich mehr als gelohnt! Dieser Morgen zeigt uns auch, wie schnell das Wetter auf rund 2500 Meter Höhe umschwenken kann – von strahlendem Sonnenschein über Nebel bis hin zum Schneefall.

Wieder in unsere Wohnmobile gestiegen, fahren wir zunächst zur kleinen Stadt Kanab, die im Süden von Utah liegt und daher ein guter Ausgangspunkt ist, um den Zion National Park, den Bryce Canyon, die Stadt Page und auch den North Rim des Grand Canyons zu erkunden. Alle Ziele sind von hier aus in rund einer Stunde zu erreichen. 

In Kanab treffen wir uns mit drei Guides, die uns die White Pocket genannte Gegend zeigen werden. Diese liegt im nördlichen Arizona und ist eine weite Landschaft mit faszinierenden Steinformationen und Farben, die sich von Weiß über Orange bis Rot erstrecken. Für diese Tour haben wir den ganzen Tag eingeplant. Dabei sollte man auch die Zeitverschiebung beachten, die zwischen Utah nach Arizona eine Stunde beträgt. Abgeholt werden wir mit zwei „Hummer“-Fahrzeugen und einem Pick-up. Solche Offroadfahrzeuge sind auch notwendig, um die vor uns liegende Strecke zu meistern. Die ganze Zeit geht es durch sandiges, holpriges Gelände, weshalb es sehr ratsam ist, eine geführte Tour zu buchen. Die Guides kennen die Gegend sehr gut und haben unterwegs viel zu erzählen. Die White Pocket ist eine gute Alternative zur berühmten Sandsteinformation Wave, für die täglich nur zehn Tickets verlost werden. Wir sind sehr überrascht, denn die gesamte Zeit, die wir hier verbringen, sind wir die einzigen Besucher und können alles in Ruhe auf uns wirken lassen und Fotos machen.

White Pocket im Vermillion Cliffs National Monument in Arizona
Coral Pink Sand Dunes State Park in Utah

mit dem Fahrrad durch den Zion National Park

Um aus östlicher Richtung in den Zion National Park zu gelangen, folgt man dem Zion-Mount Carmel Highways, der über die Berge in den Park verläuft. Auf dem Weg liegt auch der Zion-Mount Carmel Tunnel, für den 1930 ein Loch durch den Berg gebohrt wurde. Der Tunnel selbst ist gut eine Meile lang und ziemlich eng. Besonders beeindruckend ist es, wenn man wieder herausfährt und plötzlich, wie aus dem Nichts, die Schluchten des Nationalparks vor sich hat. Über Serpentinen geht es dann hinab ins Tal. Auf der Strecke sollte man unbedingt seine Kamera bereithalten, es gibt großartige Ausblicke! Mit diesem tollen ersten Eindruck im Kopf fahren wir einmal quer durch den Park, um unsere Wohnmobile am Eingang abzustellen.

Im Park selbst ist man mit den oft verkehrenden Shuttlebussen sehr gut unterwegs. Unser ursprünglicher Plan, durch die Zion Narrows zu wandern, müssen wir leider verwerfen. Diese vom Virgin River durchzogene Schlucht, auch Slot Canyon genannt, ist aufgrund eines zu hohen Wasserstands noch geschlossen. Stattdessen leihen wir uns Fahrräder aus, um den Park zu erkunden. Eine wirklich gute Alternative, wenn man einen Eindruck bekommen möchte, aber keine Zeit für eine größere Wanderung hat. Die riesigen, leicht rötlichen Berge, das viele Grün, die Flüsse und die Wasserfälle machen den Zion National Park so spektakulär und wunderschön!

Kajak fahren auf dem Virgin River in der Nähe des Cliffrose Lodge & Gardens Hotels
Die Aussicht des Cliffrose Lodge & Gardens Hotel in Utah

Las Vegas von oben mit dem High Roller

Nun steht unsere letzte große Etappe an. Vom Zion National Park fahren wir bis Las Vegas, wo wir uns von unseren fünf Campern verabschieden müssen. In der Stadt gehr es erst mal zu unserem Vermieter Road Bear RV, wo wir die Wohnmobile wieder abgeben. Danach machen wir uns auf den Weg zum Hotel MGM Grand, wo wir die letzte Nacht unserer Reise verbringen. Dies ist eines der größten Hotels der Stadt und liegt am südlichen Ende des Strips.

Wir beschließen, unser letztes gemeinsames Dinner dieser Reise im Hard Rock Cafe Las Vegas zu genießen – nur wenige Schritte von unserem Hotel entfernt. Gestärkt mit leckeren Burgern, Sandwiches und auch ein paar Cocktails flanieren wir zum Ausklang des Tages über den berühmten Strip. Wir spazieren zum Ausklang des Tages noch über die Brooklyn Bridge am New York New York, kommen am Eiffelturm des Paris Las Vegas vorbei, schauen uns die Fontänen des Comer Sees am Bellagio sowie den Markusplatz und die Kanäle Venedigs vor dem Venetian an, bis wir die Promenade am The LINQ erreichen.

Ein wahres Highlight steht bei uns am Tag der Abreise noch auf dem Programm: Las Vegas mit dem High Roller von oben bestaunen! Das derzeit größte Riesenrad der Welt ist vom Vormittag bis tief in die Nacht geöffnet, und pro Fahrt schwebt man für eine halbe Stunde über der Stadt. Der Ausblick aus den geräumigen und klimatisierten Kabinen ist grandios! Neben den zahlreichen Hotels mit ihren Dachterrassen und den vielen Leuchtreklamen auf dem Strip kann man von hier oben bei gutem Wetter bis zu den Red Rock Canyons schauen. Wir haben außerdem das große Glück, dass vor dem Hotel Bellagio gerade die Wassershow beginnt – so können wir sie von ganz oben genießen! Um zum High Roller zu gelangen, bietet sich übrigens die Monorail an. Die Station Harrah’s & The LINQ liegt direkt am Riesenrad. Nach dem kleinen „Flug“ über Las Vegas geht es für uns zum Flughafen und von dort aus über Los Angeles und London zurück nach Hause.

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