Der Schooner Head Overlook im Acadia National Park
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Acadia National Park

Eine einzigartige Verbindung von Bergen und Meer

Als einziger Nationalpark Neuenglands verkörpert der Acadia National Park in Maine perfekt die landschaftliche Pracht der amerikanischen Atlantikküste. Er besticht durch ein einzigartiges Zusammenspiel von eiszeitlich geprägten Granitgipfeln, rauen Küstenabschnitten, waldreichen Bergen mit Meerblick und malerischen Küstenorten

Der größte Teil des Schutzgebiets liegt auf Mount Desert Island, weitere Flächen auf der Schoodic-Halbinsel sowie der Isle au Haut und kleineren vorgelagerten Inseln. Sie alle lohnen den Besuch: Lockt die Mount Desert Island unter anderem mit dem Cadillac Mountain, bezaubert die ruhigere Schoodic-Halbinsel mit spektakulären rosafarbenen Granitklippen und idealen Bedingungen für Tiersichtungen, während die abgelegene Isle au Haut und ihr großer Süßwassersee Long Pond ideal für Naturbeobachtungen sind. 

Trotz seiner Insellage ist der Nationalpark vom Festland aus unkompliziert zu erreichen, der nächstgelegene pittoreske Ort Bar Harbor, der auch den Eingang zum Park bildet, bietet alle infrastrukturellen Annehmlichkeiten. Egal, in welchem Teil des Parks Sie sich befinden, es erwarten Sie herrliche Wandermöglichkeiten, versteckte Buchten und atemberaubende Sonnenauf- und -untergänge vor der Kulisse des allgegenwärtigen Atlantiks.

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Welche Highlights gibt es im Acadia National Park?

Der Hauptteil des Nationalparks, der übrigens zu den 10 meistbesuchten Nationalparks der USA zählt, liegt auf Mount Desert Island. Hier finden sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang der Park Loop Road im Ostteil der Insel. Diese und die Geheimtipps der anderen Inseln haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.

Blick auf den Jordan Pont auf Mount Desert Island im Acadia National Park

Sehenswertes 

Zu den bekanntesten Highlights auf Mount Desert Island zählt der Cadillac Mountain, zu dem auch die 43 Kilometer lange Park Loop Road führt. Mit einer Höhe von 466 Metern ist er der höchste Gipfel der Ostküste und bietet entsprechend tolle Ausblicke auf den Atlantischen Ozean. Zwischen dem Cadillac Mountain und der Küste befindet sich als nächstes der wunderschöne Pflanzenhain Wild Gardens of Acadia. Folgt man von hier aus dem Weg in Richtung der zerklüfteten Küste, kommen Sehenswürdigkeiten wie der Sand Beach, der einzige größere Sandstrand des Parks, oder die Felsspalte Thunder Hole, in die die Wellen bei Flut unter lautem Donnern hineinschlagen, in Sicht. Im Binnenland warten die Zwillingsberge „The Bubbles“ sowie die Gletscherseen Jordan Pond und Eagle Lake auf naturverbundene Besucher.
Gegenüber des Hauptteils des Parks hält die Halbinsel Schoodic Sehenswürdigkeiten wie die Granitfelsen am Schoodic Point, den Aussichtspunkt Schoodic Head und das kleine Hafenstädtchen Winter Harbor bereit. Insgesamt ist Schoodic deutlich weniger besucht als die Region rund um Bar Harbor und bietet felsige Küsten, ebenso wie kleine Buchten ohne große Menschenmassen.

Diese Ruhe findet man auch auf der Isle au Haut, dem relativ abgelegenen Vorposten des Acadia National Parks. Rund die Hälfte der Insel, die felsige Küsten ebenso wie bewaldetes Hochland, Sümpfe, Moore und den Süßwassersee Long Pond umfasst, gehört zum Nationalpark.

Aktivitäten

Auch wenn der Acadia National Park unmittelbar an der Atlantikküste liegt, ist das Schwimmen aufgrund der zerklüfteten Felsküste und der niedrigen Wassertemperaturen nur an wenigen Stellen, darunter die Bucht des Sand Beach und der Süßwassersee Echo Lake, möglich. Die beliebteste Aktivität ist hier ohnehin das Wandern auf einem der vielen Trails - insgesamt umfasst das Wegenetz 200 Kilometer. Es begeistert mit seiner Vielseitigkeit und bietet ebenso leichte Wege wie den beliebten Cadillac Mountain Summit Trail, der hinauf zum Aussichtspunkt Cadillac Mountain Overlook führt, wie auch anspruchsvollere steile Felspfade. Besonders ungestört lässt sich das Wandern auf der Isle au Haut erleben, wo der Duck Harbor Mountain  einen tollen Ausblick bietet.  Aktive Urlauber werden auch auf den bereits erwähnten Binnenseen glücklich werden, hier erwarten Sie u. a. Angebote zum Stand-up-Paddeln, Kanu oder Kajak fahren. 

Eine Besonderheit des Parks sind die teils überdachten Carriage Roads. Die historischen Kutschenstraßen wurden einst von John D. Rockefeller Jr. finanziert und werden heute gerne für Radtouren genutzt. Die Rockefellers waren dabei längst nicht die ersten, die die Landschaft geschätzt haben –  einige Spuren menschlichen Ursprungs auf der Insel reichen mehr als 5000 Jahre zurück. Einen interessanten Einblick in die lange Geschichte der Region, die Jahrtausende lang die Heimat indigener Völker war, bietet das Abbe Museum in Bar Harbor. Wer hingegen den Stil des 19. und frühen 20. Jahrhunderts schätzt, sollte einen Nachmittagstee – unbedingt inklusive „Popovers“ (luftiges Gebäck) – im traditionsreichen Jordan Pond House einplanen.  

Wandern am Lake Odessa im Rocky Mountain National Park
Blick vom Cadillac Mountain im Acadia National Park

Flora und Fauna

Gelegen zwischen Ozean und bewaldeten Bergen befindet sich der Nationalpark in einer sogenannten Übergangszone, die sich generell durch ihre besondere Artenvielfalt auszeichnet.  Berühmt ist die Region für ihre Küstenwälder, wobei Fichten und Balsam-Tannen häufig direkt über den Klippen wachsen. Eine andere Besonderheit sind die zahlreichen Blaubeersträucher. Übrigens: Besucher dürfen die Früchte im Sommer auch selbst pflücken, allerdings nur unter Beachtung der Höchstgrenze von 1,5 Liter pro Person. 
Wer die Augen offenhält, kann im Acadia diverse tierische Bewohner beobachten: Von Robben, Delfinen, Walen und anderen Meeressäugern über Waldbewohner wie Salamander, Frösche, Kröten, Waschbären, Stinktiere, Füchse oder Bären. 

Rund um die vielen Feuchtgebiete lassen sich kleinere Tiere wie Seesterne, Seeigel, Muscheln o. Ä. entdecken – insgesamt beherbergt der Acadia National Park rund 1.000 Pflanzen- und über 370 verschiedene Tierarten. Im Frühjahr und Herbst passieren zusätzlich tausende Zugvögel die Region und machen sie somit zu einem Paradies für Ornithologen und alle, die es werden wollen.

Wissenswertes

Wann ist die beste Reisezeit für den Acadia National Park?

Der Acadia National Park ist ganzjährig geöffnet und zeigt zu jeder Jahreszeit ein anderes Gesicht. Besonders beliebt sind die Monate September bis Oktober, wenn der für die Ostküste typische Goldene Herbst einzieht, sowie die Monate Mai bis August. Die Panoramastraße Park Loop öffnet, je nach Schneeverhältnissen, meistens ab Mitte April. 
Insbesondere von Juni bis August muss vor allem im Hauptteil des Parks auf Mount Desert Island mit einem hohen Besucheraufkommen gerechnet werden, gleichzeitig kann man in diesen Monaten von vielen infrastrukturellen Angeboten, wie z. B. dem kostenlosen Shuttle Island Explorer auf Mount Desert Island, profitieren. 
Auch im Winter ist ein Besuch möglich, dieser sollte allerdings aufgrund der dann teils sehr rauen Wetterverhältnisse gut geplant sein. Auch muss man damit rechnen, dass einzelne Parkteile aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Übernachtungen sind zwischen November und April nur in den Ortschaften außerhalb des Parks gestattet.

Welche sind die nächstgelegenen Städte?

Bar Harbor ist der Hauptort der Mount Desert Island und gleichzeitig der Eingang zum Park. Die nächstgrößere Stadt auf dem Festland ist Ellsworth, das rund 30 Kilometer entfernt liegt. Der nächste Flughafen befindet sich im rund 80 Kilometer entfernten Bangor. Die rund 450 Kilometer südlich gelegene Metropole Boston wird häufig als Ausgangspunkt einer Autoreise entlang der Küste mit Ziel Acadia National Park genutzt. 
Die Parkteile auf Schoodic-Halbinsel lassen sich von Bar Harbor aus mit der Fähre oder über die Straße erreichen. Wer der idyllischen und sehr ruhigen Isle au Haut einen Besuch abstatten möchte, braucht ein Auto. Von der kleinen Gemeinde Stonington auf Deer Island, die von Bar Harbor aus mit dem Auto zu erreichen ist, verkehrt in den Sommermonaten eine Passagier-Fähre zur kleinen, autofreien Insel. 

Wie viel kostet der Eintritt in den Acadia National Park?

Der Besuch des Acadia National Parks ist mit einem Tages- oder dem Jahrespass America the Beautiful Pass möglich. Die anfallenden Gebühren variieren nicht nach Fahrzeugtyp, sondern sind verbindliche Eintrittsgebühren. 

Da Eintrittspreise und Passregelungen angepasst werden können, empfiehlt sich vor Reiseantritt ein Blick auf die offizielle Website des National Park Service.

Ist für den Besuch des Acadia National Park eine Reservierung erforderlich?

Für den Parkbesuch an sich ist keine Reservierung erforderlich, nur für den oberen Teil vom Cadillac Mountain. Reservierungen werden benötigt für den Besuch vom 20.05.-25.10.2026. Die Reservierung erfolgt über die Website Recreation.gov und die Reservierungsgebühr beträgt $6 pro Fahrzeug. 30% der Reservierungen sind ab 90 Tage vor dem gewünschten Datum verfügbar, die restlichen 70% ab zwei Tage vorher.

Anngret Rossol
„Ob imposante Berge, grüne Wälder oder atemberaubende Wasserfälle – die Nationalparks der USA haben mich verzaubert. Hier kann ich neue Energie tanken und Abenteuer erleben!“
Anngret Rossol

Produktmanagerin bei CANUSA in Hamburg

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