So hoch, dass einem schwindelig wird: Gigantische Mammutbäume im Redwood National Park
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Redwood National Park

Wo Baumriesen den Himmel berühren

An der wilden Pazifikküste Nordkaliforniens eröffnet sich eine Welt, die uns Menschen beinahe wie Miniaturen aus dem Roman Gullivers Reisen erscheinen lässt. Im Redwood National Park wachsen einige der höchsten Bäume der Erde: uralte Mammutbäume, deren mächtige Stämme aus einem Teppich von Farn und Moos teils mehr als 100 Meter in die Höhe ragen. Hier können Sie auf zahlreichen Wanderwegen zwischen jahrhundertealten Baumriesen spazieren, Roosevelt-Wapitis beobachten und auf Panoramastraßen eine überraschend ursprüngliche Seite Kaliforniens erleben. Zwischendurch eröffnen sich immer wieder eindrucksvolle Ausblicke auf zerklüftete Steilküsten, einsame Strände und den weiten Pazifik – ein reizvoller Kontrast zu den dichten Redwood-Wäldern.

Dabei ist der Redwood National Park nur ein Teil eines größeren Schutzgebietes. Gemeinsam mit dem Jedediah Smith Redwoods State Park, Del Norte Coast Redwoods State Park und Prairie Creek Redwoods State Park bildet er die Redwood National and State Parks. Das weitläufige Schutzgebiet erstreckt sich über rund 80 Kilometer durch den Norden Kaliforniens und bewahrt neben den eindrucksvollen Redwood-Wäldern – auch als Coast Redwoods oder California Redwoods bezeichnet – Flüsse, weite Prärien und rund 60 Kilometer ursprüngliche Pazifikküste.

Lage des Redwood National Park

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Welche Highlights gibt es im Redwood National Park?

Einfach loswandern, die Natur beobachten oder auf einer Panoramastraße die nächste Entdeckung machen: Der Redwood National Park bieten viele Möglichkeiten, die faszinierende Region im eigenen Tempo zu erkunden.

Blick auf die historsche Trail Ridge Road im Rocky Mountain National Park

Sehenswertes 

Die eigentlichen Stars des Redwood National Park sind nicht zu übersehen: die gewaltigen Küstenmammutbäume (Sequoia sempervirens). Ein kalifornischer Küstenmammutbaum kann mehr als 100 Meter hoch werden und ein Alter von bis zu 2.200 Jahren erreichen. Besonders berühmt ist der Hyperion – mit rund 116 Metern einer der höchsten bekannten lebenden Bäume der Erde. Benannt wurde er nach dem gleichnamigen Titanen aus der griechischen Mythologie. Sein Standort liegt allerdings in einem gesperrten Gebiet und darf zum Schutz des empfindlichen Ökosystems nicht besucht werden. So kann man ihn nur auf Bildern bestaunen. Das tut der Faszination jedoch keinen Abbruch: Schon die vielen anderen Sequoias lassen eindrucksvoll erahnen, welche Dimensionen diese faszinierenden Bäume erreichen können. Im Tall Trees Grove führen Wanderwege zu einigen der eindrucksvollsten Baumriesen des Parks. Der rund 16 Kilometer lange Newton B. Drury Scenic Parkway bietet dagegen die Möglichkeit, die beeindruckende Waldlandschaft bei einer gemütlichen Panoramafahrt zu erkunden

Aktivitäten

Wer sich fragt, was man im Redwood National Park machen kann, sollte vor allem Zeit zum Wandern, Staunen und Fotografieren einplanen. Von gemütlichen Spaziergängen bis zu anspruchsvolleren Tagestouren bieten die Redwood National and State Parks vielfältige Möglichkeiten, die ursprüngliche Natur zu Fuß zu entdecken. Der Trillium Falls Trail führt durch einen alten Redwood-Wald zu einem kleinen Wasserfall, während der Tall Trees Trail hinunter zum abgeschiedenen Tall Trees Grove verläuft. Auch entlang der Küste eröffnen Wanderwege immer wieder neue Perspektiven und weite Ausblicke auf den Pazifik. Für Abenteuerlustige gibt es in der Region stellenweise auch außergewöhnliche Aktivitäten. Welche Möglichkeiten angeboten werden und wo diese erlaubt sind, erfahren Sie in den örtlichen Visitor Centern.

Wer die Landschaft lieber auf vier Rädern erkundet, fährt über die Newton B. Drury Scenic Parkway mitten durch den Redwood-Wald. Die schmale Howland Hill Road im Jedediah Smith Redwoods State Park bringt Sie den mächtigen Bäumen noch näher, ist allerdings größtenteils unbefestigt und für z. B. Wohnmobile ungeeignet. An der Küste laden Strände und Aussichtspunkte zu Pausen ein. Mit etwas Glück lassen sich vom Klamath River Overlook sogar Grauwale beobachten.

Slackline Vorführung im Redwood National Park
Eindrucksvolle Strandabschnitte am Redwood National Park

Flora und Fauna

Unter dem dichten Blätterdach der Redwoods herrscht eine beinahe verwunschene Atmosphäre. Farne, Moose und Sauerampfer bedecken den Waldboden, darüber ragen die rotbraunen Stämme der Küstenmammutbäume in den Himmel. Ein Redwood-Baum kann bis zu etwa 2.200 Jahre alt werden; Exemplare von mehr als 100 Metern Höhe sind keine Seltenheit. Die feuchte Pazifikluft und der sommerliche Küstennebel tragen entscheidend dazu bei, dass diese außergewöhnlichen Wälder gerade hier gedeihen.

Doch nicht nur die Bäume machen die Region besonders. Auf den offenen Wiesen sind häufig Roosevelt-Wapitis zu beobachten, die zu den größten Vertretern der nordamerikanischen Wapitis zählen. Auch Schwarzbären, Maultierhirsche, Pumas, Flussotter und zahlreiche Vogelarten leben im Schutzgebiet. An der Küste kommen Seelöwen vor, und mit etwas Glück ziehen draußen im Pazifik Grauwale vorbei. So wechseln sich auf erstaunlich engem Raum Wald-, Prärie-, Fluss- und Küstenlebensräume ab.

Wissenswertes

Wo liegt der Redwood National Park?

Der Redwood National Park liegt im äußersten Norden Kaliforniens an der Pazifikküste, nur wenige Kilometer südlich der Grenze zu Oregon. Zusammen mit den drei State Parks erstreckt sich das Schutzgebiet entlang des U.S. Highway 101 zwischen der Region um Crescent City und dem Redwood-Creek-Gebiet südlich von Orick.

Wann ist die beste Reisezeit für den Redwood National Park?

Der Redwood National Park kann ganzjährig besucht werden. Besonders angenehm sind die Monate Mai bis September, wenn es etwas trockener ist und sich gut Wandern lässt. Im Sommer gehört allerdings Nebel zur Redwood Coast – für die Küstenmammutbäume ist er aber tatsächlich lebenswichtig. Von Oktober bis April fällt deutlich mehr Regen, dafür erleben Sie die Wälder dann besonders sattgrün und häufig ruhiger.

Welche sind die nächstgelegenen Städte?

Der kleine Ort Orick liegt unmittelbar am südlichen Bereich des Redwood National Park und ist ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungen. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Arcata und Eureka, rund 45 beziehungsweise 65 Kilometer südlich von Orick. Weiter nördlich liegt Crescent City, das sich besonders als Ausgangspunkt für Besuche der angrenzenden State Parks eignet. Von dort lassen sich sowohl der Redwood National Park als auch die weiteren Schutzgebiete der Redwood National and State Parks erkunden.

Wie viel Zeit sollte man für den Redwood National Park einplanen?

Für den Redwood National Park empfehlen sich mindestens ein bis zwei Tage, um die beeindruckenden Küstenmammutbäume auf Wanderungen und bei Ausflügen in Ruhe zu entdecken. Wer mehr Zeit mitbringt, sollte auch die drei angrenzenden State Parks erkunden, die mit weiteren Redwood-Wäldern, abwechslungsreichen Wanderwegen und eindrucksvollen Naturlandschaften begeistern.

Gibt es Übernachtungsmöglichkeiten im Redwood National Park?

Im Redwood National Park selbst gibt es keine Hotels oder regulären Campingplätze, jedoch ausgewiesene Übernachtungsplätze in der Wildnis, auf denen Sie mit eigener Campingausrüstung und meist ohne sanitäre Einrichtungen zelten können. Dafür ist ein kostenloses Permit erforderlich, das Sie über recreation.gov beantragen können. In den angrenzenden State Parks stehen mehrere reguläre Campingplätze zur Verfügung. Informationen zu deren Ausstattung, Lage und Reservierung finden Sie auf der nps.gov. Weitere Unterkünfte bieten die umliegenden Orte wie Orick, Klamath und Crescent City.

Wie viel kostet der Eintritt in den Redwood National Park?

Für den Redwood National Park wird kein Eintritt erhoben. Auch die Panoramastraßen innerhalb der Redwood National and State Parks können grundsätzlich kostenlos befahren werden. 

In einzelnen sogenannten Day-use-Bereichen der angrenzenden State Parks fallen jedoch Gebühren an, beispielsweise für die Zufahrt zu Gold Bluffs Beach und Fern Canyon. Dort wird auch der America-the-Beautiful-Pass (US-Nationalpark-Pass) sowie bestimmte California-State-Park-Pässe akzeptiert.

Wenn Sie während Ihrer Reise mehrere Nationalparks oder andere Schutzgebiete der USA besuchen möchten, kann sich der America the Beautiful Pass lohnen. Er gilt für die regulären Eintrittsgebühren sämtlicher US-Nationalparks und vieler weiterer teilnehmender Schutzgebiete. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite.

Da Eintrittspreise und Passregelungen angepasst werden können, empfiehlt sich vor Reiseantritt ein Blick auf die offizielle Website des National Park Service.

Ist für den Besuch des Redwood National Park eine Reservierung erforderlich?

Nein, für den allgemeinen Besuch der Redwood National and State Parks ist keine Reservierung erforderlich. Für einzelne besonders stark besuchte und geschützte Bereiche werden jedoch kostenlose Permits benötigt.

2027:

  • Tall Trees Trailhead: Für den Zugang ist ganzjährig eine kostenlose Reservierung erforderlich. Die Permits können im Voraus gebucht werden; zusätzliche Kontingente werden am Vortag vergeben.
  • Gold Bluffs Beach Day-use Area und Fern Canyon Trailhead: Für die Zufahrt mit dem Fahrzeug ist voraussichtlich vom 15. Mai bis zum 15. September 2027 eine kostenlose Reservierung erforderlich. Zusätzlich fällt eine Day-use-Gebühr an, sofern kein anerkannter Nationalpark- oder State-Park-Pass vorhanden ist.

Die kostenlosen Reservierungen erfolgen über die offiziellen Buchungsseiten für diese Seite.

Da sich Reservierungszeiträume und Zugangsbedingungen ändern können, empfiehlt es sich, vor Reiseantritt die aktuellen Regelungen auf der offiziellen Website des National Park Service zu überprüfen.

Wie alt werden Mammutbäume?

Die im Redwood National Park heimischen Küstenmammutbäume können ein Alter von bis zu etwa 2.200 Jahren erreichen, viele werden mehrere Jahrhunderte alt. Sie sollten nicht mit den ebenfalls in Kalifornien vorkommenden Riesenmammutbäumen der Sierra Nevada verwechselt werden: Diese bleiben niedriger, können dafür massiver und mehr als 3.000 Jahre alt werden.

Wie groß werden Mammutbäume?

Der Küstenmammutbaum ist die höchste Baumart der Erde. Exemplare können mehr als 110 Meter Höhe erreichen; der berühmte Hyperion wurde mit rund 116 Metern vermessen. Ein ausgewachsener Redwood kann an der Stammbasis zudem einen Durchmesser von mehr als sechs Metern erreichen. Damit überragen einige dieser Bäume selbst ein 30-stöckiges Hochhaus.

Anngret Rossol
„Ob imposante Berge, grüne Wälder oder atemberaubende Wasserfälle – die Nationalparks der USA haben mich verzaubert. Hier kann ich neue Energie tanken und Abenteuer erleben!“
Anngret Rossol

Produktmanagerin bei CANUSA in Hamburg

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